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 Mysidia - Spielethread

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Fiara
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BeitragThema: Mysidia - Spielethread   Mo Feb 23, 2015 1:04 am



Hauptstadt von Luxen - Anwesen des Papstes - Großer Saal



"Wir müssen etwas ändern."
Es war ein unscheinbarer Tag in den Sälen Luxens. Die Sonne war noch am Aufgehen und fiel durch die übergroßen Fenster auf den Tisch in der Mitte des Raumes. Um diesen herum saßen zahlreiche, edel gekleidete Männer. Und irgendwo dazwischen ein blondes Mädchen.
"Wir können nicht darauf warten, dass Eclipses den nächsten Schritt macht."
Die Adligen waren trotz der frühen Stunde schon fleißig am Diskutieren. Aber noch viel erstaunlicher war es, dass man in Mitten des 'besseren Geschlechts' ein junges Mädchen sah.Man konnte an den Blicken der Beteiligten ablesen, dass das Mädchen nicht sonderlich gerne gesehen war. Nur wagte es niemand, das Wort gegen sie zu erheben, da sie - wenn auch nur entfernt - das Blut des Königs teilte. Solange der König keine eigenen Kinder hatte und sein Bruder als verschollen galt, war dessen Tochter also die nächste Päpstin und somit dazu bestimmt die Stimme von Iris zu hören.
Zwar wollte Hinoko diesen beschmutzten 'Thron' nicht, aber welcher Adliger würde ihr das glauben?
Sie alle wären am liebsten an ihrer Stelle gewesen - das wusste sie und deswegen lebte sie ziemlich gefährlich.
"Alles wäre viel einfacher, wenn Iris zu euch sprechen würde. Bis dahin können wir nur ausharren", sprach ein kritischer Adliger zum Papst selbst, welcher am Ende des langen Tisches saß. Ob er damit darauf anspielte, dass es niemals einen Beweis dafür gab, dass ein lebendes Wesen die Stimme der Iris wirklich hören konnte?

"Statt eine verhängnisvolle Offensive auf Eclipses zu starten, sollten wir unsere Verteidigung stabilisieren und endlich diese stinkenden Nomaden von Ventus eliminieren. Sie sind mir schon lange ein Dorn im Auge mit ihrer ach so neutralen Haltung gegenüber Allem."
Der Papst sprach diesen Vorschlag mit einer solchen Ausdruckslosigkeit in den Augen aus, dass Hinoko am liebsten aufgestanden wäre und den Raum verlassen hätte. Stattdessen zwang sie sich dazu, sitzen zu bleiben und nahm dankend ein Glas Wasser von den Dienern - oder eher Sklaven - des Papstes an.
"Wir sollten uns ebenfalls um die Ignier kümmern. Wenn wir ihren Vulkan zum ausbrechen bringen können, wird es ein leichtes das Volk zu vernichten.", stimmte jetzt ein anderer Adliger mit ein. Ein lautes Zustimmen ging durch die Runde.
"Aquas hingegen würden sich sicher zu einem Bündnis bewegen lassen... wenn wir das nötige Kleingeld haben.", fügte dieser hinzu als sich die Runde wieder beruhigt hatte.
"Man sollte nicht den zweiten Schritt vor dem ersten Schritt planen. Konzentrieren wir uns zuerst auf Ventus und Glacies.", sprach wieder der Papst.
Dann erhob er sich.
Er wirkte in seinen prunkvollen Gewändern eher wie ein kleines Kind, welches noch nicht in seine Kleider herein gewachsen war.

"Glacies?" Dieses Mal war es Hinoko, die das Wort ergriff. Sofort erntete sie für ihre Frage messerscharfe Blicke und Unverständnis.
"Die eisige Tundra wäre eine erstklassige Verteidigungslinie gegen Eclipses.", warf eine ältere Person ein.
Eine zweite Person ergänzte, dass sich das alte Land selbst durch Magie kontrollieren lassen würde. Eine heftige Diskussion entbrannte darüber, ob diese alte Legende wahr sei, oder nur ein Lügenmärchen.
Der Papst unterbrach schließlich das unkoordinierte Verhalten, in dem er seinen Arm ausstreckte und das antike Zepter hob:
"Ihre Majestät befehligt hiermit Hinoko - Botschafterin von Luxen - nach Glacies zu reisen und mehr über das göttliche Artefakt in Erfahrung zu bringen, dieses gegebenenfalls in Anspruch zu nehmen und mit nach Luxen zu bringen."
So überrascht Hinoko auch über diesen Befehl war, hielt sie trotzdem ihre Fassung und nahm den Befehl ohne Fragen an. Für sie gab es keine Chance zum Wiederspruch. Weigerte sie sich, so hätte der Papst seinen lang ersehnten Grund, sie zu enterben. Diesen Triumpf wollte sie ihm nicht gönnen.
"Du darfst dich entfernen, Mädchen. Bereite deine Abreise vor und nimm dieses Siegel mit dir. Es wird bestätigen, dass du in päpstlicher Mission unterwegs bist."



Charakter: Hinoko
Ort: Luxens Hauptstadt - Anwesen des Papstes
Gruppe: -

Nachdem sie sich kurz verbeugt hatte, griff sie den versiegelten Brief und verließ den großen Saal.
Neckisch fielen ihr Sonnenstrahlen ins Gesicht und sie hielt einen Moment inne, um sich an die helle Umgebung zu gewöhnen.
Die Gedanken ratterten währenddessen nur so durch ihren Kopf. Vor weniger als einem Jahr war die Welt für sie noch in Ordnung. Sie lebte umgeben von strahlenden Marmorwänden und Glasdächern in der Akademie von Luxen und studierte Magie bei ihrem "Vater". Sie vermisste die Kirschbäume auf dem Hof der Akademie, die zwitschernden Vögel, einfach alles.
Dann kam raus, dass sie die Tochter des vor 11 Jahren verstorbenen Mannes war und alles änderte sich schlagartig. Sie wurde zur Hauptstadt versetzt und ins Adelshaus aufgenommen. Unfreiwillig von beiden Seiten. Aber sie machte das Beste daraus und erkämpfte sich das Vertrauen der Menschen in der Hauptstadt, was sie im Endeffekt noch verhasster beim Adel machte.
Und jetzt will man sie auf eine einsame Mission nach einer Legende schicken, wenn der Krieg sich gerade zuspitzt? Das passte doch dem Papst viel zu gut in den Kram.
"Wartet nur. Ich werde zurück kommen. Und dann werde ich dieses lächerliche System entkräften."
Ein langer Seufzer folgte. Selbst die Luft schien angespannt zu sein. Oder vielleicht konnte Hinoko das frisch geschnittene Gras heute einfach nicht wahrnehmen. Schlendernd überquerte sie die gepflegten Wiesen um das Anwesen des Papstes. Sie selbst bestand darauf, außerhalb zu wohnen, da sie 'so besser mit den niedrigeren Ständen mitfühlen' könne. Aber ihr war einfach das snob-hafte Leben des Adels zuwider.

Es dauerte nicht lange, da hatte Hinoko alle benötigten Dinge zusammen gepackt und war auf das zur Verfügung gestellte Pferd gestiegen. Was für eine Rasse das war, konnte sie nicht genau sagen, da sie sich nicht mit Pferden auskannte. Aber das Pferd war hübsch, wenn sie es so zusammenfassen durfte. Wenn auch etwas ungewohnt. Sie war seit ihrer Ausbildung nicht mehr geritten und für einen Moment fürchtete sie, sie könnte vom Sattel rutschen.
Etwas zögerlich griff sie nach den Zügeln, aber sie verbot sich selbst zu verkrampfen und hielt sie ganz locker in ihren Händen. Wenn die Beiden Glück hatten und nicht aufgehalten würden, würden sie am morgigen Tag schon Glacies erreichen. Zumindest die ländlichen Gegenden.
Und dann? Dann würde Hinoko sich nach einem Ort zum Übernachten umsehen. Ohne Schutz wäre die Chance zu gering, die eisigen Nächte von Glacies zu überleben.
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Syncie
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mo Feb 23, 2015 1:51 am

Charakter: Trey
Ort: Glacies Hauptstadt
Gruppe: -

Da war er nun. Der große Tag. Auf den Trey nun schon seit... na ja... seit genau 365 Tagen gewartet hatte. Er wurde am heutigen Tag exakt siebzehn Jahre alt, was für das glacianische Volk mit der Volljährigkeit gleichzusetzen war, welche in anderen Ländereien jedoch erst bei 21 Jahren erreicht wurde. Während andere Personen Glacies, welche dieses Alter erreichten, fröhlich mit ihren Freunden und Familien diesen glorreichen Tag feierten, saß Trey ganz bescheiden in einer kleinen Herberge der glacianischen Hauptstadt. Er hatte sich so eben einen Tee gegönnt, welcher noch heißen Dampf aus der vor ihm stehenden Porzellantasse steigen ließ.
"Was soll ich mit meiner Volljährigkeit anfangen, wenn es nichts damit anzufangen gibt?", seufzend lehnte sich der Jugendliche in seinen Stuhl und schlürfte noch einmal genüsslich aus seiner weißen, dampfenden Tasse. Danach stand er abrupt auf, nahm das Teeservice in die Hand und ging auf einen älteren Herren zu.
"Vielen Dank, Bischof Eargh. Ihr Tee hat wie immer vorzüglich geschmeckt. Es war mir eine Ehre, Ihrem morgendlichen Teestündchen beiwohnen zu dürfen."
Noch einmal verbeugte sich der Blauhaarige vor dem älteren Mann, welcher gerade seine alte, löchrige Robe gerade zupfte.
"Es war auch mir abermals ein Pläsier, mit dir mein Teestündchen zu verbringen, kleiner Junge. Vor allem an dem heutigen Tage bin ich doch erfreut, dass du an einen so jämmerlichen, alten Greis denkst, wie ich es bin."
Noch einmal zwinkerte der ältere Herr seinem jungen Schützling zu, ehe er das Teeservice mit beiden Händen packte und in seine Küche brachte. Ein einfaches 'Auf Wiedersehen' erklang noch einmal kurz, ehe der Siebzehnjährige auch schon das Haus seines alten Freundes verlassen hatte.

"Es wird wohl Zeit, allmählich zu Mama und Papa zurückzukehren. Bestimmt haben sie sich wieder irgendeine total peinliche Aktion ausgedacht, um mir zu meinem Geburtstag zu gratulieren... Hoffentlich lassen sie wenigstens dieses Mal unsere Schweine sowie Schafe in Ruhe...", noch einmal seufzte der schmächtige Junge, zerzauste nachdenklich sein blau schimmerndes Haar und schritt daraufhin langsam in Richtung Ausgang der Hauptstadt.

"Es würde mich ungefähr bis Nachmittag dauern, um nach Hause zu kommen. Ich sollte mich beeilen, dass ich noch vor Sonnenuntergang ankomme, denn sonst könnte es ein wenig frisch werden... selbst für glacianische Verhältnisse...!", schnell bewegte sich der Jugendliche über die große, breit getretene Hauptstraße der Stadt, immer weiter in Richtung Bauernhof aufbrechend.
Plötzlich erklang aus heiterem Himmel ein ihm unbekanntes und doch irgendwie vertraut wirkendes Geräusch aus einer kleinen, unscheinbaren, sehr dunkel wirkenden Seitenstraße. Verdutzt blickten die grünen Augen des Jugendlichen in diese Straße hinein. Zögerlich schritt er erst mit dem rechten, dann mit dem linken Bein weiter.
"Ist da jemand? Hallo?", verwirrt blickte sich der Jugendliche erneut um, konnte jedoch aufgrund der fehlenden Helligkeit kaum etwas erkennen.
"Nanu?"
Plötzlich ertönte das Geräusch von vorhin noch einmal. Nun konnte Trey ganz genau hören, woher es kam, sodass er immer weiter schnurrstracks in Richtung des Geräusches schlenderte.
"Wer ist da? Hört mich jemand?" zitternd ertönte die Frage des Jugendlichen, wusste dieser doch nicht, was genau er vorfinden würde. Was er überhaupt suchen würde. Warum er denn überhaupt so handelt, wie er es gerade tat.
"Jetzt sag doch etwas!"

Es dauerte nur wenige Augenblicke, da hatte der Jugendliche eine etwas hellere Lichtung erreicht, welche er noch nie zuvor gesehen hatte. Verwundert blickte er sich ganz genau um. Mehrere Heuballen lagen überall herum, total tiefgefroren aufgrund der eisigen Temperaturen. Und eine Hütte, in welcher Feuer zu brennen schien, konnte er ebenfalls durch seine grünen Augen beäugen.
"Was... ist das?", plötzlich erblickte der Jugendliche die Quelle der Geräusche, welche er die ganze Zeit über gehört hatte. Tief im eisigen Heu in der kleinen Hütte hatte es sich ein winziger, schwarzer Hund gemütlich gemacht. Schnarchend lag dieser nahe des Feuers und wärmte sich. Anscheinend war er recht schwach und schien an die Temperaturen Glacies nicht gewöhnt zu sein.
"Wer bist denn du? Und wie kommst du nach Glacies...? Hunde...? Hier?", total verwirrt kam der Jugendliche dem Getier immer näher, als er plötzlich einen kleinen Zettel an dessen Halsband erkannte.
"Nanu? Eine Nachricht? Vielleicht ein Hinweis auf seinen Besitzer?", neugierig, wie der Junge nun einmal war, griff er den kleinen Zettel, faltete ihn auf und las ihn sich selbst relativ laut vor.

"An meinen Sohn, Trey:
Viele Jahre ist es nun schon her, seit ich dich das letzte Mal gesehen habe. Seit ich dich das letzte Mal in meinen Armen hielt. Seit ich das letzte Mal mit meinen Fingern über dein Gesicht strich. Dich mit einem Kuss auf die Stirn in den Schlaf schickte. Viele Jahre sind seitdem vergangen. Und du bist nun bestimmt ein stattlicher junger Mann geworden. Heute, zu deinem Ehrentag, wollte ich dir ein kleines Geschenk machen. Der Hund, welchen du vor dir siehst, ist genau am selben Tag wie du geboren. Exakt vor einem Jahr erblickte der kleine Racker das Licht der Welt. Und seit jeher erinnert er mich an dich. Und seither weine ich bittere Tränen um dich. Darum, dass ich dich damals fort gab. Dass ich keine Kraft besaß. Dich nicht behalten konnte. Mir dachte, es wäre besser, dich bei diesen freundlichen Bauern zu lassen, welche mir einst mein Leben genauso retteten, wie sie deines retten werden. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen. Und dass du dem kleinen Racker ein gebührendes Heim geben wirst. Bitte suche nicht nach mir. Lebe dein Leben. Sei auf der Hut. Sei stark und bereite dich auf dein Schicksal vor. Zusammen mit deinem neuen Freund wirst du alles schaffen; alles überwinden. In Liebe: Deine dich über alles liebende Mutter"

Mit einem schockiert geöffneten Mund und weit geöffneten Augen starrte der Jugendliche auf den vor ihm liegenden Hund, musterte noch einmal die Nachricht, welche vor ihm lag, und warf sich dann wärmend um den Hund, während er lauthals nach seiner richtigen Mutter schrie - den Tränen nahe.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mo Feb 23, 2015 2:26 pm

Charakter:Irina
Ort: Kleine Stadt an Grenze von Ignis
Gruppe: -


Gelangweilt saß Irina in einer alten, ja fast schon heruntergekommenen Spelunke von Bar an den Grenzen bei Ignis. Immer wieder rollte sie ihr Glas in der Hand in dem ihr Getränk hin und her schwappte und durch die Kerze auf dem Tisch ein schauriges Farbenspiel auf den Tisch warf, da ihr Tisch in einer Ecke der Bar lag, wo es recht dunkel war. Vor ihr auf dem Tisch ausgebreitet lag eine Karte von Gaia, auf der die verschiedenen Länder eingetragen waren. Warum sie dann ausgerechnet hier in diesem verdammt heißen Land gelandet war?

Nun ja, die Handwerkskunst dieses Landes war weit bekannt und ihr Katana war beim letzten Kampf schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und daran wollte sie nun wirklich keinen Amateur ran lassen. Mit Schwung nahm sie den letzten Schluck aus ihrem Glas und faltete dann die Karte vor sich zusammen, die sie in die Innentasche ihrer schwarzen Lederjacke steckte. Dank der Hitze lag sie schon fast unangenehm auf ihrer Haut, doch das störte sie nicht weiter, denn als Elf hielt sie so einiges aus, zumal ihr Element das Feuer war.

Ihren Bogen und Köcher über die Schulter werfend stand sie auf wobei ihr ihr langes rotes Haar in einer fließenden Bewegung über die Schulter fiel. Langsam bewegte sich Irina durch die Bankreihen der Bar, wo ihr jeder mit dem Blicken nach folgte und sie argwöhnisch betrachtete. Ein paar zogen sogar den Kopf ein als sie an ihrem Tisch vorbei kam, auch wenn sie den Anschein nach nur ein 16 Jähriges Mädchen war.

An einem Tisch viel das besonders auf. Daran saßen fünf junge Männer, von denen zwei der Fünf üble Verletzungen von einer wilden Schlägerei hatten. Man musste denken, dass sie von vielen anderen Männern übel zusammengeschlagen worden waren. Davon zeugten auch ein paar Stühle und ein Tisch der im Eingangsbereich der Bar in Trümmern lag.
Mit einem eiskalten Blick bedachte Irina die beiden, worauf sie von neuem vor ihrer Peinigerin zusammen zuckten. Denn sie war es gewesen, die die Beiden so zugerichtet hatte. Als sie in die Bar gekommen war, waren die beiden handgreiflich geworden, weil sie dachten in ihr ein willkommenes Spielzeug für den Abend gefunden zu haben. Doch als sie immer aufdringlicher geworden waren, hatte sie kurzen Prozess gemacht.

„Für ihre Umstände“, mit einer Hand warf Irina dem Besitzer der Bar eine Goldmünze zu, bevor sie das Gebäude durch die Türe verließ. Ihre Haare ausschüttelnd ging sie die noch belebte Straße hinunter in Richtung der Schmiede, wo sie ihr Katana gelassen hatte. Hier draußen war es noch wärmer als in der Bar und die Leute auf den Wegen der Stadt hatten alle samt kurze und freizügige Kleidung an um wenigstens etwas Erleichterung von der Wärme zu bekommen. Doch sie selbst begnügte sich mit ihrer langen Hose und Jacke, wofür sie wieder verwundert gemustert wurde. Sie fiel immer auf, denn rote Haare stachen immer hervor.

Sobald sie hier fertig war, wollte sie so schnell wie möglich wieder weg aus Ignis, denn dieses Ferienland behagte ihr nicht sonderlich, da sie von klein auf immer nur in der Kriegskunst gelehrt worden war. Mit der Ausgelassenheit der Menschen konnte sie nichts anfangen, genauso wenig mit ihren Gefühlen oder teilweise auch Logiken.
Sie betrat die Schmiede des alten Herrn, der sich sofort ihrem Katana angenommen hatte. Auch hier war es brühend heiß, was noch durch den Schmiedeofen verstärkt wurde.

„Guten Abend, Miss Irina“, ein lächelnder alter Mann kam gerade aus dem hinteren Teil des Gebäudes, in seinen knöchrigen Händen hielt er ihr Katana das in seiner Scheide lag, „Sie kommen genau richtig, bin vor ein paar Minuten fertig geworden.“
Ohne darauf einzugehen, trat sie an den Tresen heran auf den er ihr Katana gelegte hatte. Darauf zog er das Schwert aus der Scheide um ihr das Resultat seiner Reparatur zu zeigen.

„Es war schwer beschädigt, weswegen ich es teilweise wieder auf schmieden musste, doch da es aus einem so hochwertigen Material gefertigt ist war das kein Problem“, mit glänzenden Augen betrachtete der alte Mann sein Werk bevor er fort fuhr, „Ich habe es geschliffen und aufpoliert, sowie das Gleichgewicht wieder hergestellt. Ich hoffe dass es ihnen zusagt.“

Lächelnd beugte er sich nun vor und reicht Irana ihr Katana auf beiden Händen. Ihre Hand schloss sich um das rote Leder am Griff und hob es an. Wie seit jeher lag es leicht und perfekt in ihrer Hand, nur dass jetzt die Kerben und Kratzer wieder beseitigt waren und es scharf glänzte wie an dem Tag als sie es als Offizierin von Luxen bekommen hatte. Den Kopf leicht schüttelnd verwarf sie den Gedanken daran gleich wieder, denn dieses Land hatte sie ihr Leben lang angelogen und hintergangen gehabt. Mit Schwung ließ sie das Schwert in seine schwarze Scheide zurück gleiten und band sich den roten Schwertgürtel um die Hüften.

„Was bekommen sie?“, fragend wandte sie sich wieder an den alten Mann der ihr bereitwillig den Preis nannte. Ohne zu zögern zog sie einen Beutel mit ihren Münzen und zählte ihm das Geld auf den Tisch, bevor sie sich noch bedankend aus der Schmiede zurückzog.

Ihr nächstes Ziel waren die Stallungen, in dem sie ihr treues Pferd Nachtschatten untergebracht hatte. Einen schwarzen Rappen der seinesgleichen suchte. Hier hin hatte sie auch einen kleinen Jungen beauftragt ihr Proviant zu besorgen. Diesen fand sie etwas schüchtern neben dem Eingang zum Stall stehen, wo er ihr ihren Satteltaschen reichte, die er gefüllt hatte. Sie gab ihm die versprochene Belohnung, worauf er grinsend davon rannte und in der Menge verschwand.
Die Satteltaschen in der Hand betrat sie die Stallungen um den Stalljungen zu bezahlen und Nachtschatten entgegen zu nehmen, der nun wieder ausgeruht, getränkt und gestärkt zu ihr geführt wurde, bereits aufgesattelt.

Mit Leichtigkeit hievte sie die Satteltaschen auf Nachtschatten und schnallte sie fest, bevor sie sich selbst auch hinauf schwang, da er bereits ungeduldig mit den Hufen scharrte, bereit seine Herrin wieder überall hin zu tragen. Im gemächlichen Tempo durchquerte Irina die Stadt um nicht zu sehr aufzufallen. Erst hinter den Stadttoren trieb sie Nachtschatten an worauf er in schneller die Stadt hinter sich ließ.

Ihr nächstes Ziel war das Land Vetus. Das Land der Nomaden und ebenen Flächen, das Land der Händler. Hier erhoffte sie sich Informationen zu der Momentanen Situation zwischen Luxen und Eclipses, zwischen denen noch immer Krieg herrschte. Händler hatten immer die neusten Informationen, da sie mit so vielen verschiedenen Leuten in Kontakt kamen. Sie wussten meist mehr als manch ein Spitzel, da sie so ihre Mittel und Wege hatten daran zu kommen. Dort erhoffte sie sich Informationen zu bekommen, die ihr weiterhalfen ihre Rache an Eclipses als auch Luxen zu nehmen, die beide das Land vernichtet hatten in dem sie geboren worden war. Mysidia.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mo Feb 23, 2015 4:45 pm

Charakter: Riku
Ort: Eclipses - nahe der Grenze von Ignis
Gruppe: -


"Seid ihr sicher, dass ihr uns verlassen wollt? Wir brauchen euer strategisches Geschick."
Es herrschte Aufbruchsstimmung im Außenposten. Die Ruhe vor dem großen Sturm. Wahrlich nicht die beste Zeit, um die dort positionierte Division im Stich zu lassen.
"Ich habe meine Gründe. Außerdem sind wir den Plan mehr als einmal durchgegangen. Wenn ihr ihn befolgt, werdet ihr lange genug aushalten können. Die Verstärkung wird rechtzeitig eintreffen."
Ohne eine Miene zu verziehen, warf sich Riku seinen Beutel über die linke Schulter und setzte sich in Bewegung.
"Dürfte ich wenigstens nach euren Beweggründen fragen?"

Doch der verwunderte Soldat wurde einfach ignoriert. Riku hatte sich längst von den zahlreichen Zelten abgewandt und das Tor der Steinmauern hinter sich gelassen. Die Sonne war von Wolken verdeckt und nicht zu sehen, dennoch ließ sich erahnen, dass der Tag sich dem Ende näherte. Und so tat es auch diese Welt, wenn sich nicht schlagartig etwas änderte. Riku hatte besseres zu tun, als sein Leben in einem sinnlosen Krieg zu riskieren. Doch davon wollte sein Vater ja nichts hören. Also war es an ihm, auf eigene Faust loszuziehen. Er würde über Ventus nach Fulgur reisen und dort alte 'Freunde' besorgen. Präziser ausgedrückt eine Diebesgilde, die mit Informationen handelte.
Aber erst musste er eine effizientere Fortbewegungsmethode finden, denn Verräter wurden von Eclipses verfolgt und gehängt. Selbst, wenn sie ehemalige Strategen der Armee waren und ihren Dienst mehr als zufriedenstellend verrichteten.
Vielleicht sollte er sich wieder mit dieser Söldnergruppe zusammen tun, für die er zuvor gearbeitet hatte? Aber wären diese überhaupt noch am Leben und auffindbar?

Riku lief einige Stunden, ehe er sich eine Pause könnte und in einem nahegelegenen Wald nach Feuerholz suchte. Das letzte Licht des Tages fiel durch die hohen Baumkronen und hellte das Unterholz gerade genug auf, um nicht über Hindernisse zu stolpern. Trotzdem bevorzugte der junge Magier die Dunkelheit. Menschen konnten nicht sehr gut sehen, doch Halbelfen und Elfen hatten ein minimal feineres Auge und damit einen Vorteil.
Leise folgte er dem kleinen Trampelpfad bis zu einer großen Lichtung, bei der er inne hielt. Es waren Stimmen und Huftraben zu hören - wenn auch nur leise. Aber die Geräusche kamen näher. Schnell versteckte der schwarzhaarige Junge sich in dem Gebüsch am Wegesrand. Dann wartete er ab bis die Reisenden an ihm vorbei kamen.
Sie sahen verängstigt aus und blickten hektisch zwischen den Schatten der Bäume herum, als hätten sie große Angst vor möglichen Monstern, die sich in der Dunkelheit befanden. Ein gefundenes Fressen für Riku.
Mit einem leichten Grinsen auf dem Mund, legte er seinen Zeige- und seinen Mittelfinger an seine Lippen und begann etwas unverständliches zu murmeln. Einige Sekunden folgten, in denen absolut nichts passierte und absolute Stille herrschte.
Dann hörte man lautes Geschrei. Die beiden Männer waren panisch von ihren Pferden gesprungen und hatten überstürzt das Weite gesucht, während ihre treuen Tiere zurückblieben, als wäre nichts geschehen.

Schulterzuckend verließ Riku seine Deckung und ging zu einem der Pferde herüber.
"Seltsame Herrchen habt ihr da. Rennen weg, als hätten sie einen Geist gesehen oder sowas."
Dann steig er geschickt auf den Sattel und trieb sein neues Reittier an. Er wollte noch ein gutes Stück zurücklegen, bevor er sein Nachtlager aufschlug.


Im Feld sah der Post länger aus, ich schwöre ._.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mo Feb 23, 2015 7:11 pm

Charakter: Byago
Ort: Luxen - Hauptstadt und Umgebung
Gruppe: -

Er saß alleine auf einem Hügel nahe de Hauptstadt von Luxen. Die Beine weit von sich gestreckt, rupfte er einen Grashalm nach dem anderen aus der alten Erde. Byago sah nach oben in den blauen Himmel. Es schien die Sonne. Noch, denn es langsam ging die Sonne am Horizont immer weiter nach unten. Es würde nicht lange dauern bis die Nacht eintrat. Er seufzte. Es war Zeit zurück zu gehen. Suchend blickte er das blaue Dach der Welt ab, um dort irgendwo Veikko zu entdecken. Doch blaue Schuppen von einem blauen Hintergrund zu unterscheiden war nicht gerade leicht. Veikko war sein Wyvern. Heute hatte der Kommandant ihrer Division angeordnet, mit ihren Reittieren ein paar Runden zu fliegen. Die Wyvern waren, wie die meisten Reiter ihrer Division, noch jung. Sie hatten nicht so viel Ausdauer, mussten sich ihre Kräfte und Fähigkeiten erst an trainieren. Das Training war mittlerweile schon seit ein paar Stunden vorbei, doch wollte sein Wyvern nicht wieder zurück zu den Unterkünften und Ställen. In der letzen Zeit hatte es um die Hauptstadt herum immer etwas genieselt und der Himmel war tagein, tagaus mit Wolken verhangen gewesen. Heute war die große Ausnahme gewesen und Veikko wollte diese Chance nutzen. Die große, blaue, fliegende Echse verabscheute es nicht draußen sein zu können. In den Ställen war es durch die vielen anderen Wyvern und Reiter sehr beengt für einen jungen Wildfang, dem es schnell zu langweilig wurde und nie schnell genug gehen konnte.

Byago verstand die Gefühle von seinem Gefährten. Auch er hatte sich als er noch jünger war immer eingesperrt gefühlt. Fühlte er oftmals noch diese Tage. Erneut seufzend schüttelte er den Kopf. Nein, er wollte sich nicht an seine Kindheit erinnern. Nie wieder, egal was noch passieren würde. Er stand auf und legte seinen Kopf in den Nacken. Die Hände über die Augen, damit er nicht von der Sonne geblendet wurde, erspähte er endlich Veikko, der sich einen Spaß daraus machte, kleine Vögel zu jagen. Die Vögel flugen hackendschlagend durch die Luft, was Veikko nach und nach auf die Palme brachte und er schüttelte seinen blauen Kopf genervt. Brüllend schnappte er nach den fliegenden Plagegeistern, die nun auch noch, auf Teufel komm raus, wild und laut durcheinander zwitscherten. Erneut schüttelte Veikko den Kopf, als er endlich die rufende Stimme Byagos vernahm. In einem waghalsigen Sturzflug sauste die Echse auf den seinen Reiter zu und ließ so von den Vögeln ab, die darüber sehr erleichtert schienen. Am Boden angekommen jaulte Veikko einmal kurz auf und stubste Byago an der Schulter an.

"Hör auf zu jammern", wies Byago den Wyvern zurecht, der daraufhin schmollend seinen Kopf zurück zog. "Du hast mit dem Ärgern angefangen, die Vögel tragen keine Schuld. Und jetzt komm, wir müssen zurück sein, bevor es dunkel wird."
Veikko knurrte genervt, doch ließ er Byago aufsitzen und schwang sich Richtung Hauptstadt in die Luft. Nach ein paar Minuten landeten sie auf den großen Hof, des Ausbildungstraktes für die jungen Wyvern. Ein paar erstaunte Reiter blckten ihnen entgegen; als man gedacht hätte, die beiden würden heute nicht mehr nach Hause finden. Widerwillig ging Veikko in seinen Stall, wo er sich sofort in die Ecke legte und den Kopf unter den Flügel versteckte.
"Gute Nacht", meinte Byago seufzend und verließ den Trakt.

Sein Kommandant wusste zwar, dass er noch ein Weilchen draußen vor den Toren geblieben war, doch musste Byago ihm Bescheid geben, dass er nun endlich wieder Daheim war. Byago musste zu ihm und sich abmelden für diesen Tag. Während er zu dem Zimmer seines Kommandanten ging, wurden seine Schritte immer langsamer. Er hasste es mit höher Gestellten als er in einem Raum zu sein und mit ihnen zu reden. Auch wenn er nichts von seinem Kommandanten zu befürchten hatte. Schließlich stand er vor der Tür und klopfte an das dunkle Holz. Von drinnen kam ein lautes und befehligendes "Herein!" und Byago öffnete die Tür. In dem Raum war alles untergebracht, was der Kommandant zum Leben brauchte. In der Ecke stand ein großes Bett, vor dem geöffneten Fenster ein kleiner Tisch mit einer Obstschale und zwei Stühle. In dem vorderen Bereich war der große Schreibtisch, hinter dem nun groß und breitschultrig sein Kommandant saß. Doch er war nicht allein. Auf der andere Seite des Tisches, im dem Rücken zu gewandt, saß ein weiterer Mann. Byago erkannte ihn sofort, schluckte aber die überraschten Worte, die ihm auf der Zunge lagen, schnell herunter und sah seinen Vorgesetzten an.

"Tut mir leid, dass ich störe, Kommandant", sagte Byago stattdessen und sah aus dem Augenwinkeln, wie sich die Person auf dem Stuhl zu ihm umwandte. Mit leerem Gesicht sah ihm seine Vater entgegen. "Ich wollte nur schnell Bescheid geben, dass ich und Veikko von dem Training zurück gekehrt sind."
"Ihr habt lange gebraucht, dein Wyvern hat sich doch nicht übernommen?"
"Nein, Kommandant. Veikko geht es ausgezeichnet."
"Gut, dann hast du doch sicherlich kurz Zeit, dich zu uns zu gesellen. Dein Vater hatte mich gerade gefragt, wie es mit eurer Ausbildung voran geht. Aber du wirst es ja am besten wissen, also warum beantwortest du ihm diese Frage nicht?"
Byago schluckte, aber tat wie ihm geheißen und erzählte kurz, wie es mit Veikko voran ging. Als er geendet hatte, nickte sein Vater.
"Kommandant, dürfte ich gehen. Es war ein langer Tag und ich - ", begann Byago schließlich, wurde aber unterbrochen.
"Natürlich, geh und ruh dich aus", war alles, was aus dem Mund des Kommandanten kam. Doch das genügte Byago und er machte auf dem Basatz kehrt. Er wollte so schnell wie möglich von hier weg. Auf dem Weg zu Bad kam er wieder etwas zur Ruhe. Wie war das noch auf dem Hügel gewesen? Er wollte sich nicht an seine Kindheit erinnern, egal was passieren würde. Wieso tat er es dann, wenn er seinen Vater erblickte?
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Di Feb 24, 2015 12:40 am

Charakter: Mona
Ort: Aquas- Hauptstadt
Gruppe: -

Leise rieselte der kalte Regen auf Monas heiße Haut. Die Tropfen perlten in langen Bahnen an ihrem Körper herunter, um gleich darauf, mit einem fast nicht wahrnehmbaren 'Platsch', auf den Boden zu fallen. Genüsslich streckte sie ihren Kopf gen Himmel, schloss ihre Augen und breitete ihre Arme aus. Sie atmete die kühle, feuchte, nach Salz und nun auch nach Regen richende Luft ein. Mona liebte die Natur und ihre Gewohnheiten. Sie mochte Regen, Schnee und einfach nur die Sonne auf ihrer Haut. Keiner wusste genau, warum sie jeden Tag, wenn es vom Himmel goss, auf dem langen Steg stand und einfach nur dem platschen zuhörte. Sie selbst wusstete es selber nicht so genau. Doch irgendwie beruhigte sie der Regen, wenn die Tropfen auf das Holz flogen. Ihre 'Eltern' in den Heimen sagten immer, dass das nicht gesund wäre und ihr nicht gut tun würde, aber was ist schon gut und schlecht?
Langsam hörte der Regen auf und hinterließ eine angenehme Stille. Meeresrauschen, das fließen des Regenwassers, welches in das Meer floss, die leichten Windzüge. All das nahm Mona in einem Augenblick mit ihren empfindlichen Elfenohren war. Manchmal hörte sie es freiwillig und gerne, doch nicht immer war es gut, was sie so mit bekam.
Tief durchatmend ließ sie ihre Arme sinken und öffnete die Augen. Vereinzelte Sonnenstrahlen drangen durch die Wolkendecke und reflektierten sich in den leichten, kleinen Wellen des Wassers vor ihr. Ein mildes lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie an den Regnbogen dachte, welche in ein paar Sekunden über ihr erscheinen müsste. Leicht rung sie ihr Bauchfreies Top aus und versuchte ihre nassen Haare zu einem ordentlichen Zopf wieder zusammen zu flechten.
"MONAA", rief ein zwölfjähriges Mädchen, mit vor dem Mund gehaltenen Händen. Wie ein Tunnel formte sie die kleinen Fingerchen und suchte mit ihren Türkisnen Augen die Gegend ab.
Mona drehte sich um und ging auf das Mädchen zu. "Was ist den Aria?" Die kleine sah Mona kurz lächelnd an und meinte "Dein Schwert ist fertig! Ich soll dich von meinem Papa holen kommen!" Die siebzehn-Jährige nickte und folgte dem Mädchen einen langen Steg entlang, in ein großes Haus hinein. Drinnen war es stickig warm und es roch nach schweiß. Angeekelt verzog sie das Gesicht und betrachtete den muskulösen Mann, der auf sie zu kam und ihr ihr Schwert hin hielt. "Mit reinster Sorgfalt hab ich es aufpuliert, etwas neu geformt und den Griff ein wenig verbessert. Es müsste jetzt besser und leichter in deiner Hand liegen", erklärte ihr der verschwitzte Mann. Lächelnd nickte sie, nahm ihm das Schwert aus der Hand, betrachtete es kurz, schwang es hin und her und steckte es dann in eine weiße Hülle, welche an ihrem Gürtel befestigt war. Sie bezahlte ihm den Preis und verschwand nach einer Mahlzeit sowie einem kleinen Einkauf, auf dem Markt, aus der Stadt. Leise wanderte sie durch die Wälder in Richtung Ventus, um dort ein wenig Jagen zu gehen und Sachen auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
Abends, vor Sonnenuntergang schlug sie ihr Lager, auf einer Lichtung, unter einem großen Baum auf und machte sich etwas zu Essen. Danach legte sie sich schlafen und sah zum Himmel hinauf.

Durch laute Rufe und wildes Hufgetrampel schreckte sie aus ihrem Schlaf und packte all ihre Sachen schnell zusammen. Noch gerade rechtzeitig konnte sie sich in einem nahe gelegenen Busch verstecken, bevor drei Reiter durch die kleine Lichtung ritten und versuchten einen Wyvern zu fangen. Kopfschüttelnd sah sie ihnen dabei zu und klatschte sich mit der flachen Hand auf die Stirn. "Die haben echt keine Ahnung wie man so etwas einfängt", murmelte sie und kletterte auf ein Baum. Von diesem schwang oder sprang sie immer von Ast zu Ast, bis sie nicht mehr konnte und kurz auf dem Boden halt machte.
"Habt ihr kapiert was ich meine? Ihr begebt euch nach Aquas und sucht nach einem Elfenmädchen mit grünen Augen, braunen Haaren, die zum Zopf geflochten sind und einer schlanken, aber durchtrainierten Figur. Sie fällt nicht sehr auf in der Menge die dort ist...Ach ja..sie hat ein Ying-Yang Tattoo auf ihrem rechten Handgelenk. Alles verstanden? Gut und jetzt ab mit euch!" Verwirrt hörte sie einen Mann durch den Wald schreien und erkannte, dass nach ihr gesucht wurde. Geschockt atmete sie die Luft scharf ein und versuchte so schnell wie möglich, leise von hier weg zu kommen.

Ich schreib zum ersten mal in der Erzählerform, also nicht wundern, wenn es etwas komisch ist!
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mi Feb 25, 2015 12:51 am

Charakter: Adalbert
Ort: irgendwo in Ventus
Gruppe: -

"Seid Willkommen, werter Professor, es ist mir eine Ehre, Sie in meinem Palast begrüßen zu können!" Die widerliche Fistelstimme des Syndikus hallte durch den gesamten Raum, der nur mit zwei Bannern des  Nomadenvolks dekoriert war.
Fenster, beziehungsweise Aussparungen die bei Bedarf mit dem darüber aufgerolltem Stoff geschlossen werden konnten, sorgten nur für unzureichende Luftzirkulation. In der Mitte stand eine riesige Tafel. An diesem reichgedeckten
Tisch hätten noch zwanzig andere Personen Platz gehabt, jeweils zehn an jeder Seite. An der Stirnseite saß Syndikus Yolit Osomyr, der wie die Verschlagenheit in Person aussah: hager, riesiger Zinken, Ohrring und ein Lächeln, von dem sich wohl
jeder Unerfahrene Händler um den Finger wickeln lassen hätte. In diesem Moment sah man dieses verschlagene Lächeln jedoch nicht. Die folgende Unterhaltung schien ihn wohl ernsthaft selbst zu interessieren, ohne dass er einen übermäßigen
Vorteil für sich selbst suchte. "Ihre Behausung ist im Vergleich zu denen ihrer Untertanen durchaus majestätisch, jedoch ist der Begriff "Palast" für dieses Zelt doch sehr euphemistisch, finden sie nicht, Syndikus Osomyr?", antwortete Adalbert gewohnt schnellsprechend. Er hatte keinen einzigen Gedanken an die Ziele und Hintergründe des Herrschers verschwendet. Es entsprach schlicht nicht dem Naturell des Professors "Ich muss sagen, euer Informantennetz scheint immer noch eines der Besten in ganz Gaia zu sein. Ich glaube fast, Sie wussten von meiner Pensionierung noch vor der Universität oder sogar mir selbst. Also, was verschafft mir die Ehre?" Ein Lachen entfuhr Osomyr: „Ihr seid genau, wie eure Schwester euch beschrieben hat, zielsicher und scharfsinnig. Mit etwas mehr Interesse an anderen Leuten wärt Ihr ein grandioser Händler geworden…“ „Ich habe Interesse an anderen Personen!“, unterbrach Adalbert, “Sie leben bloß seit Jahrtausenden nicht mehr.“ „Richtig. Und genau deswegen seid Ihr hier. Wie Ihr wisst, bin ich als Syndikus dieses Stammes Mitglied im Rat der Sieben, dem Zusammenschluss der sieben Syndizi aller Stämme, die die Regierung von Ventus bilden. Und  Jeder von ihnen kann eine Sammlung wertvoller Schätze präsentieren. Gemälde, Wandteppiche, riesige Edelsteine.  Aber ich will mir nicht die Blöße geben und ihnen echte Schätze präsentieren.“, ereiferte sich Osomyr. „Kommt, ich zeig Euch einen richtigen Schatz.“, murmelte der Akademiker und reckte den Ring an seiner rechten Hand in die Höhe. „Wie bitte?!“

Nachdem Adalbert sich kurz geschüttelt und sich einen Klaps auf die Wange gegeben hatte, erklärte er, dass er oft in den unpassendsten Situationen von solchen spontanen Attacken befallen würde und zusammenhanglose Sätze oder schweinische Gesänge gehörten noch zu den harmloseren Zwischenfällen. Er entschuldigte sich und fragte den Souverän, ob und wenn ja welches Artefakt gesucht und der Sammlung Osomyrs hinzugefügt werden solle. „Das ist einfach: Nichts Geringeres als die drei Schmuckstücke der Iris!“, verkündete der Syndikus. „Fünf.“, entgegnete Adalbert belehrend, „Es gibt fünf Schmuckstücke der Iris. An sich sogar sechs, wenn man die Ohrringe einzeln zählt. Die sprichwörtlichen drei sind ein Übersetzungsfehler den …“   „Schön, dass wir uns einig sind. Deckt euch mit allen nötigen Vorräten hier in der Stadt ein, ihr erhaltet vom Vogt einen Freibrief. Brecht schnellstmöglich nach Ignis auf, dort soll sich laut unseren Gelehrten und Informanten das erste Artefakt befinden und darüber hinaus auch Informationen zu den anderen zwei…“ „Vier.“ „…vier Artefakten. Ich stelle euch auch einen Regiment als Geleitschutz zur Seite. Oberst Volkmar!“ „Ich nehme den Auftrag mit Freuden an und bedanke mich auch für den Freibrief. Ich verzichte jedoch auf  die Eskorte, ich bevorzuge es, allein zu reisen.“ Adalbert wandte sich zum Gehen:„Nun entschuldigt mich, ich habe drei Artefakte aufzuspüren.“ „FÜNF!“ rief ihm der Syndikus hinterher. Als der Professor den Raum verlassen hatte, wandten sich Vogt und Oberst zu Osomyr: „Habt ihr Euch das gut überlegt?“ Mit fester Stimme entgegnete dieser: „Auf jeden Fall. Er mag eigen sein, aber er ist der beste Archäologe, den die Welt bisher gesehen hat. Und er ist ein Mann unseres Volkes. Wenn jemand die drei Artefakte findet, dann er.“ An der Tür flüstert die eine Wache der anderen zu: “Fünf.“ Beide haben Probleme, ihr Lachen zu unterdrücken.

Den Rest des Tages verbrachte der Professor mit dem Akquirieren von Vorräten. Er kaufte neben Lebensmitteln und einer Tragetasche noch eine Armbrust mit Bolzen. Er hatte bei der Reise zu seinem Heimatstamm seine alte Armbrust zurücklassen müssen. Der Kurbelmechanismus funktionierte nicht mehr und auch sämtliche Bolzen waren verschossen. Er hatte aber sowieso vor, sie gegen eine mit Bügeltechnik auszutauschen. Diese hatten zwar eine geringere Reichweite, bot dafür aber eine wesentlich höhere Feuerrate. Um das gute Stück auszuprobieren, ging er noch kurz zum Schießstand der Kaserne, wobei er den Jungspunden noch einiges in Bezug auf Armbrüste und Bögen beibringen konnte. Am Abend kehrte er noch in die Taverne zu einem Schoppen Wein und schweinische Lieder ein. Die Nacht verbrachte er im Haus seiner Schwester Erdmute. Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiedete sich Adalbert von ihr und versprach, sich zu melden sobald er in Ignis ist.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mi Feb 25, 2015 9:35 pm

Charakter: Clarence Balfour
Ort: Ventus
Gruppe: -

Genervt fährt Clarence sich durch seine blonden Haare, versucht, die gelösten Strähnen wieder zu bändigen und bindet sich seine Haare erneut zu einem Dutt. Schon besser. Nachdem er einmal tief Luft holt, wagt er es endlich, sich umzudrehen und eine kleine Pause einzulegen; mittlerweile dürfte er erneut genügend Distanz zurückgelegt haben.
Ein Seufzer folgt.
Wenn er etwas noch mehr hasst als über den Tod nachzudenken oder die Besorgnis, einsam zu sterben, dann war dies alleine zu sein. Nicht umsonst reiste er in einer Gruppe, auch wenn das eher daran lag, dass das Reisen in einer Gruppe prinzipiell sicherer und damir erforderlich war. Bisher war sie dies zumindest gewesen.
Er seufzt erneut.
Banditen zu begegnen war nichts Neues, doch er und sein Onkel waren bisher immer in der Lage gewesen, diesen zu trotzen. Doch diese Leute, die ihre Gruppe auseinandergetrieben hatte, waren keine gewöhnlichen Banditen gewesen. Söldner wohl eher. Ehemalige Soldaten, wenn er ihren Kapfstil genau bedachte, wären auch nicht unwahrscheinlich. Aber wieso in dieser Gegend? Clarence fragte sich, zu welcher Armee sie wohl mal gehört hatten. Luxen? Eclipse? Ihre Rüstung hatte er nicht identifizieren können, was eigentlich schade ist, immerhin ist Information Macht, besonders für neutrale Partein.
Er schüttelte den Kopf.
Es gab keinen Grund, darüber weiter nachzudenken, immerhin war es jetzt schon zwei Tage her. Er hatte seinen Rucksack mit Proviant, der für eine Weile reichen sollte und etwas Stoff zum verkaufen sowie Nähzeug, um Reperaturarbeiten zu leisten, also würde der zurückgelegte Weg nicht umsonst sein. Sie hatten immer einen Plan, wussten wohin die nächste Reise ging, also würde er schon bald wieder mit seinem Onkel, Vater, seiner Schwester und Cousine aufeinandertreffen. Die Frage ist nur, wie lange sie bis zu ihrem nächsten Treffen brauchen würden.
Clarence machte sich etwas Sorgen um seine Schwester und Cousine, auch wenn er wusste, dass sie bei den Männern sicher und zudem selbst nicht gerade hilflos waren. Dennoch war er nicht ganz unbesorgt

"Vielleicht sollte ich mich einer Söldnergruppe anschließen", murmelt er leise zu sich, verflucht sich innerlich, weil er nicht jetzt schon anfangen wollte, Selbstgespräche zu führen. Auch wenn dies ihm natürlich den Vorteil bot, dass er immer im Recht war. Söldner sind zwar nicht immer seine erste Wahl, hatte er doch schon seine Erfahrungen mit jenen machen müssen (laut, rechthaberisch, eigensinnig und wenn er es teils nicht selbst wäre, wurde er ihnen vorwerfen, dass sie es nur auf das Geld abgesehen haben) und konnte auf weitere Erfahrungen verzichten. Doch sie würden gegen genug Bezahlung bei einer erneuten Begegnung mit Räubern gute Dienste leisten.
Wieder schüttelte er den Kopf.
Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, auf Söldner zu treffen? Hier? Nicht sehr hoch. Andererseits galt das Gleiche für diese Art von Diebe. Er wusste nicht einmal, wieso ihn dies so beschäftigte. Vielleicht lag es daran, dass es danach aussah, als hätten sie nach etwas gesucht? Normalerweise konnte man selbst mit Dieben verhandeln, zumindest konnte dies sein Onkel, der ein Meister darin war, aber sie hatten keine kostbare Seide dabei gehabt. Jedoch bezweifelte er, dass es etwas gebracht hätte. Es hatte so gewirkt, als wären sie nach etwas anderem her gewesen. Aber was? Juwelen? Gut möglich. Die Balfours handelten nicht mit Steinen, viel zu unsicher war dieses Geschäft, Fälschungen im Umlauf und die Gier besonders ausgeprägt. Wer konnte sie sich überhaupt leisten? Richtig, Adlige. Mit denen zu verhandeln war eine Sache an sich. Aber Stoffe? Wer brauchte nicht Kleidung? Eine Decke, etwas Warmes? Und Wandteppiche waren ebenso in ihrem Besitz. Nun, er hatte gerade keine bei sich, was ihn wieder zurück in seine jetzige Misere brachte. Großartig.

Zumindest hatte ihn das kurze Nachdenken ein wenig Zeit vertreiben lassen und nachdem er seinem Körper etwas Ruhe gegönnt hatte, konnte er sich wieder auf dem Weg machen.

Wer weiß, vielleicht begegnet er jemandem interessantes auf dem Weg, mittlerweile ist für ihn alles möglich.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Do Feb 26, 2015 11:16 pm

Charakter: Hinoko
Ort: Grenze von Glacies
Gruppe: -

Die Sonne war längst untergegangen, als Hinoko die Grenzen von Glacies erreichte, welche deutlich daran zu erkennen waren, dass überall Schnee lag. Es war immer wieder ein Wunder, wie sehr sich das Klima der Länder voneinander unterschied. Wer weiß, vielleicht hatte es ja wirklich mit Artefakten zu tun? Aber wo sollte das Mädchen anfangen zu suchen und würde sie dem Papst die Macht überlassen wollen, wenn sie das Artefakt gefunden hatte? Viel lieber hätte sie nach einem Weg gesucht, seine furchtbaren Taten der Öffentlichkeit zu beweisen und ihn seines Amtes zu entheben.
Eine andere Möglichkeit sah sie nicht, den endlosen Krieg zu stoppen. Klar, sie hätte nach Eclipses gehen können und dort versuchen können, etwas zu ändern, aber dann hätte sie bei Null anfangen müssen - ohne irgendeinen Einfluss.

Eiskalter Wind wehte durch Hinokos Haare und ließ sie zusammenzucken. Die Wärme der Sonne schien längst wie vergessen, aber es war immer noch kein Dorf in Sicht. Besorgt blickte sie 'Sternchen' - so hatte sie das Pferd genannt, denn es brauchte ja einen Namen - an, welche ebenfalls mit der Kälte zu kämpfen hatte. Nach kurzem Nachdenken, stieg sie schließlich ab, griff ihr Gepäck und holte ihren Schlafsack hervor, den sie über ihrer Begleiterin ausrollte.

"Wir wollen ja nicht, dass du auskühlst und dir eine Muskelzerrung zuziehst", erklärte sie sich selbst, fragte sich kurze Zeit später aber, wieso sie sich vor einem Pferd rechtfertigte. Sie war so darauf getrimmt, immer eine Begründung für ihre Taten zu haben, damit der Adel ihr die Worte nicht im Mund herumdrehen konnte, dass es jetzt seltsam war, alleine zu sein.

Überhaupt fiel ihr erst jetzt auf, wie schön diese Landschaft war. Die Nacht war klar und man konnte die verschiedenen Sternbilder sehen. Eines schöner als das Andere, aber Hinokos persönlicher Favorit war der Wolf. Einsam und unnachgiebig. Wie sie sich selbst momentan fühlte. Wieder wollten ihre Gedanken zu ihrem Lehrmeister abdriften, doch sie verbot sich selbst, über die Zeit an der Akademie nachzudenken. Stattdessen blickte sie weiter in der verschneiten Ebene umher, die sie - neben Sternchen laufend - durchquerte.
Die Schneedecke war so dicht, dass man nicht mal Gras erkennen konnte. Aber hatte Glacies überhaupt Gras? Hinoko war sich nicht sicher, immerhin lag Glacies schon seit sie denken konnte, unter Schnee begraben.

"So schön diese endlosen Weiten aus Eis und Schnee auch sind... so sehr erinnern sie mich daran, wie einsam ich mich fühle, seit ich in der Hauptstadt von Luxen lebe. Natürlich hält mich nichts davon ab, Freunde zu finden und mich darum zu bemühen, aber... irgendwie habe ich dann immer ein schlechtes Gewissen. Als sollte ich überhaupt nicht hier sein. Es ist alles so falsch. Wie können sie nur mit ihren krummen Dingern immer und immer wieder durchkommen?"
In ihrem Anflug von Wut vergaß die Magierin sogar, wie kalt ihr war. Oder auf ihre Schritte zu achten.

Ein unbedachter Schritt brachte sie schließlich auf den Boden der Tatsachen zurück und sie fiel geradewegs in den kalten Schnee. Fluchend richtete Hinoko sich wieder auf und versuchte den Schnee von sich zu klopfen, ehe er schmelzen und sie nassmachen würde. Doch ging der Plan nicht ganz auf. Zitternd stieg sie zurück auf ihr Pferd und wickelte sich in ihre Decke ein. Krampfhaft versuchte sie, sich nicht von der Kälte unterkriegen zu lassen, doch ihre Augen drohten, jede Sekunde zuzufallen. Erst als sie einen Schrei und ein darauf folgendes Rufen nach "Mama" hörte, wurde sie wieder wach.

Neugierig trieb sie Sternchen dazu an, schneller zu laufen und dem Weinen zu folgen. Wenige Minuten später erreichten die Beiden eine Hütte. Verwundert signalisierte Hinoko dem tierischen Begleiter, dass sie anhalten solle, stieg dann ab und schritt vorsichtig auf das hölzerne Gebilde zu.
In ihr fand sie einen Jungen mit erstaunlich blauem Haar und einen Hund, der so aussah, als würde er das komplette Gegenteil von Glacies sein. Sie wusste zwar nicht, was vorgefallen war, aber sie wollte den beiden irgendwie helfen, weswegen sie näher auf sie zuschritt.
Aber aus irgendeinem Grund traute sie sich nicht, die beiden zu stören. Stattdessen saß sie einfach nur neben ihnen und versuchte da zu sein, falls sie gebraucht wurde.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Fr Feb 27, 2015 4:08 pm

Charakter: Riku
Ort: Eclipses - nahe der Grenze von Ignis
Gruppe: -

Ignis war heiß. Unbeschreiblich heiß. Riku bewegte sich zwar nur an der Grenze, doch selbst da trieb die heiße und stickige Luft ihm die Schweißperlen auf die Stirn. Murrend stieg er von seinem Pferd - nicht etwa um es zu entlasten, sondern aus Eigennutzen. Würde das Pferd sich jetzt zu sehr anstrengen, hätte er es zurück lassen müssen und den restlichen Weg nach Ventus zu Fuß zurücklegen müssen. Trotzdem wünschte er sich, recht schnell Wasser zu finden. Nur wo würde er suchen? Sollte er das Risiko eingehen und sich von den Grenzen entfernen?
Er hatte immerhin einen Grund gehabt auf Ignis Seite nach Ventus zu reisen und nicht von Ecplises aus. Weder die Armee noch sein Vater hätten ihm verziehen. Jeder, der den Dienst niederlegte, erwartete eine schwere Strafe. Nur so konnte die Regierung sicher gehen, dass die Soldaten sich nicht weigern, diesen Krieg zu führen. Es gab also nur zwei Möglichkeiten: Garantierter Tod wegen Verrates oder die Chance durch Krieg zu sterben.

Obwohl Riku sich eingestehen musste, dass er seiner Division nicht zugetraut hätte, ihn einfach gehen zu lassen. Er hatte mit mehr Widerstand gerechnet. Dachten sie vielleicht genau wie er oder wollten sie es einfach nicht glauben, dass ihr Stratege die Flucht ergriff? Und war er überhaupt auf der Flucht? Immerhin wollte er ja einen Weg finden, diesen Krieg zu beenden. Er hielt zwar nicht viel von der Menschheit und der Politik, doch würde der Krieg niemandem etwas bringen. Den Menschen nicht, den Tieren nicht und der Natur am aller wenigsten.
Er war sich der grausamen Methoden von Eclipses bewusster als die restliche Bevölkerung. Klar, diese sogenannten Dämonen waren eine sehr starke und entbehrliche Quelle für Kämpfer. Doch dachte überhaupt jemand mal darüber nach, wie sehr das Gleichgewicht der Natur und der Magie dadurch gefährdet wurde?

"Normalsterbliche" konnten mit Magie nicht viel anfangen, aber war es so viel verlangt, einmal inne zu halten und nachzudenken? Die Dämonen wurden früher von der Göttin aus einem guten Grund verbannt. Und wenn man diese schon anspricht, wie wurde es gerechtfertigt einen Krieg zu führen, bei dem man ihre Macht begehrte? Man war doch überall so gläubig - was Riku ziemlich naiv fand - schämten sie sich nicht dafür, die Entscheidung der Göttin, Mysidia ihre Kraft zu hinterlassen, nicht zu ehren?
In Rikus inneren Argumentationen, die man seiner ernster Miene nicht ansah, bemerkte er nicht wie weit er schon gelaufen war. Unterbewusst war er wieder zu den kühleren Gebieten gelaufen und befand sich nun nahe der Grenze zwischen Ventus und Ecplises.

Mittlerweile stand der Mond hoch oben am Himmel, doch von den Sternen war wenig zu sehen. Die Umgebung um Ignis war sehr häufig bewölkt - immerhin verdampfte das Wasser durch die Hitze direkt wieder. Ecplises traf dieses Schicksal vor allem hart. Es war eine Besonderheit Sonnenschein zu sehen, was Riku jedoch nicht störte. Er mochte das grelle Licht nicht sehr. Er zog schattige Gegenden vor.
"Ein Fluss. Hier schlagen wir unser Nachtlager auf." Tief durchatmend führte der junge Stratege sein Pferd an einen Baum nahe des Flusses und befestigte die Zügel an einem niedrig hängenden Ast, sodass es immer noch trinken konnte.

Dann zog er seinen schwarzen Umhang aus, warf ihn neben den Baum und setzte sich neben den Fluss. Gedanklich ging er die Vorteile und Nachteile eines Lagerfeuers durch. Tiere waren zwar eine Gefahr für sich, jedoch traute er sich durchaus zu, sie einfach vertreiben zu können. Sie würden ihrem Instinkt vertrauen und verschwinden, wenn sie eine Halluzination von einem größeren Tier sehen.
Menschen hingegen waren schwerer einzuschätzen und würden ein Lagerfeuer von weitem sehen. Und da war der Knackpunkt - Er wollte ungesehen bleiben, zumindest bis er die Grenzen von Ventus erreichen würde.
Oder war er vielleicht schon im Land Ventus? Er konnte die Sternbilder ja nicht sehen und so fiel es ihm schwer, sich zu orientieren.

Seufzend tauchte er sein verschwitztes Gesicht ins erfrischende Wasser.
"Köstliche Fische... dafür wäre ein Lagerfeuer auch gut..."
Grummelnd trocknete er sein Gesicht mit seinem Shirt ab und ließ sich dann zurück auf den kalten Grasboden fallen.
Er hatte Hunger. Richtig Hunger. In seinem überstürzten Anflug von Moral hatte er sich keine Verpflegung mitgenommen. Wieder einmal blieben ihm also zwei Optionen: Hierbleiben und sich ausruhen, oder weiterziehen und etwas Essbares suchen. Ersteres würde ebenfalls darauf hinauslaufen, dass er irgendwann wieder aufstehen musste, also entschloss er sich dazu, doch aufzustehen.

Wortlos zog er seinen Umhang wieder über und stieg dann auf das losgebundene Pferd. Irgendwo musste doch ein kleines Dorf sein, wo er einkaufen konnte. Selbst Banditen wären ihm jetzt recht gewesen - denn diese mussten ja auch etwas Essbares dabei haben.
Kurze Zeit später erblickte er ein anderes Lager. Lautlos stieg er vom Pferd und schlich sich näher heran. Anscheinend gehörte das Lager einem Reisenden mit in braun gehaltener Kleidung.
Wobei Lager wohl etwas zu majestätisch ausgedrückt war. Eigentlich war es nur ein erloschenes Feuer und eine Matte auf der ein Mann mit blonden Haaren schlief.
Schulterzuckend begutachtete Riku die schlafende Person, die er nur von hinten sehen konnte. Er schien genauso wenig zu haben, wie er selbst, da wäre es unverantwortlich gewesen, ihm Essen zu klauen. Ob er ihn aber davor warnen sollte, nicht so ganz alleine zu reisen? Oder sollte er einfach verschwinden, als wäre er niemals da gewesen?
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Fr Feb 27, 2015 7:25 pm

Charakter: Clarence Balfour
Ort: Ventus - Nahe der Grenze zu Ignis
Gruppe: -

Der Mond war am Himmel als Clarence beschloss, die Nacht zu ruhen. Er war entlang eines Flusses gereist, dürfte aber nicht weit gekommen sein. Zwar hatte er ein vernünftiges Tempo an den Tag gelegt, war auch kein langsamer Läufer, aber zu Fuß war man immer noch nicht schneller als mit einem Pferd. Innerlich verfluchte er diese Banditen, wegen derer er sein Pferd aufgeben musste. Es war nicht sein eigenes gewesen, stammte aus einem Dorf, welches ihnen das Tier mit Bezahlung überlassen hatte, nachdem eines von ihnen mit der Last überfordert gewesen war. Was aus dem Tier wohl geworden war? Wer wusste das schon. Aber diese Gedanken lenkten ihn etwas ab während er an einem kleinen Lagerfeuer saß.
Man konnte von einem Feuer in der Nacht halten, was man wollte, aber gerade war es das Beste, was ihm passieren konnte. Er fror nicht, doch die Wärme tat trotzdem gut und gegrillter, frisch gefangener Fisch lies ihm noch Proviant für die weitere Reise über, wie lang sie auch sein mochte.

Das Feuer wurde langsam kleiner und so löste er seine aufgerollte Schlafmatte von seinem Rucksack und machte es sich neben der erlischenden Flamme bequem, trug seine Haare offen, damit der Dutt ihn nicht beim Liegen störte (wie oft war er schon mit steifem Nacken aufgewacht und wie oft hatte er geflucht, dass er nur auf dem Rücken schlafen konnte? Zu oft). Für eine Weile hatte er gen Himmel gestarrt, doch da er nichts erkennen konnte, hatte er sie wieder geschlossen und versucht, zu entspannen.

Er hatte oft einen recht leichten Schlaf und falls sich nähernde Bandite oder Attentäter nicht unbedingt professionel in ihrem Beruf waren, dürfte die Präsenz einer weiteren Person oder Gruppe ihn wecken. Nicht, dass es nötig gewesen wäre. Er konnte sowieso nicht einschlafen, auch wenn sein Körper sich nach Ruhe sehnte. Und so lag er mit geschlossenen Augen aber im wachen Zustand da, hatte die Arme hinterm Kopf verschränkt.

Wie lange er da lang, wusste er nicht, doch irgendwann merkte er eine Präsenz hinter sich, dachte dies zumindest. Er fragte sich, ob er es richtig wargenommen hatte oder nur paranoid und verrückt geworden war. Eine Überraschung wäre das nicht. Sicherheitshalber öffnete er die Augen und als er keinen vor sich sah, setzte er sich langsam, ohne hastige Bewegungen um keinen falschen Eindruck zu erwecken, auf.
Ein junger Mann stand da, keine zwanzig, in dunklen Kleidern gehüllt, die verriet, dass er eher nicht aus Ventus zu kommen schien. Doch genaue Vermutungen konnte er von seiner Position aus nicht machen. Der Typ schien dort schon eine Weile gestanden zu haben, wäre wahrscheinlich in der Lage gewesen, ihn lautlos zu töten. Zwar stand er nur da, doch seine Statur verriet, dass er wachsam war.
En fragte sich, ob er etwas sagen sollte. Das Mondlicht war nicht hell genug, um die Mimick des anderen erahnen zu können, denoch musste es etwas zu bedeuten haben, dass er dort stehen blieb.

"Du bist nicht von Ventus, oder? Wenn du mich überfallen wirst, werde ich mich wehren müssen. Aber wenn du nur auf Reisen bist, ohne Ärger zu verursachen, fühl dich eingeladen, dich zu mir zu setzen", sprach Clarence, seine Stimme ruhig und klar, ohne jeglichen Anflug von Müdigkeit.
Er bleib sitzen, um seinen Standpunkt zu vertreten, das friedliche Angebot mehr Eigennutz als freundliche Geste. Nach einem Kampf war ihm nicht zu Mute. Nie, um ehrlich zu sein, verhandeln lag ihm da eher. Aber das musste der Fremde ja nicht unbedingt wissen. Bisher stellte er auch nur eine geringe Gefahr dar, aber wer wusste schon, ob er nicht in Begleitung gekommen war, seine Kameraden versteckt in der Dunkelheit.

Clarence war sich durchaus bewusst, dass er in einer Lage war, die ihm keinen Vorteil bot, im Gegenteil sogar sein Ende bedeuten konnte. Aber er blieb ruhig, fuhr sich durch sein Haar und bindete sich einen Dutt, unordentlicher als sonst, als wäre der Fremde ein Freund, der ihn gerade geweckt hatte und dem man sich halbwegs gekleidet präsentieren musste, aber das war ihm ausnahmsweise egal.

Es lag an dem Fremden, wofür er sich entscheiden würde.

Ich verspreche, das die Einträge später länger werden. Muss erst noch reinkommen
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Fr Feb 27, 2015 8:17 pm

Charakter: Byago
Ort: Luxen - Hauptstadt
Gruppe: -

Es regente. Mal wieder. Die Sonne war nur zwei Tage über Luxen geblieben. Allmählich ging das Wetter nicht nur Wyvern und Pegasi auf den Wecker. Auch Byagos Laune war in den Keller gesunken. Schließlich ließ sich bei Regen nicht wirklich viel machen. So setzte er sich jeden Morgen, nach einem lang gezogenen Frühstück, in eine Ecke und säuberte seine Stiefel, polierte Pferdesättel und Zaumzeug und nach dem Mittagessen ging er in die Schmiede, wo er sich stumpfe Schwerter und einen Schleifstein besorgte und damit den restlichen Tag verbrachte. Wäre der Hof frei gewesen, hätte er sich auch seinen Bogen geschnappt um dort ein bisschen zu schießen. Doch zurzeit waren junge Rekruten in Luxen, die für den Krieg ausgebildet wurden. Wobei, junge Rekruten war noch untertrieben. Die meisten von denen waren noch nicht mal im Mannesalter, hatten noch nie eine Waffe in der Hand gehabt, geschweige denn jemanden oder etwas getötet. Byago seufzte, als er an dem Hof vorbei kam und den Jungen, verdreckt und nass wie sie waren, zusah ein Schwert zu heben und damit anschließend eine Strohpuppe zu treffen. Ihr Ausbilder sah wohl dasselbe wie Byago, denn der rothaarige Mann schüttelte den Kopf und riss dem nächstgelegenen Jungen die Waffe aus der Hand und vorderte alle auf, ein paar Runden um den Platz zu rennen.

"Die werden nie kämpfen lernen. Bevor sie es schaffen ein Schwert zu heben, ist der Krieg vorbei und die alle tot", rief Byago dem Ausbilder entgegen. Dieser zuckte nur mit den Schultern und widmete sich wieder den Rekruten zu, die ihm anscheinend nicht schnell genug liefen.

Byago drehte sich weg und machte sich wieder auf den Weg zu seinem Ziel. Dieses Ziel war der Brutturm für die Wyverneier. Um die größte und stärkste Armee von allen zu haben, bestanden der Papst und alle die noch irgendeine Art von Macht in diesem Land hatten darauf, so schnell so viele Wyvern großzuziehen wie möglich. Man hatte daher den Brutturm errichtet, wo die Eier rund um die Uhr bewacht werden konnten. Die sogenannten Brutmütter, Frauen, die dafür sorgten, dass die Eier nicht auskühlten und später die kleinen, geflügelten Echsen soweit aufzogen, bis sie fliegen konnten, wurden dabei immer von den Reitern der älteren Tiere unterstützt. Denn es war schon mal vorgekommen, dass ein Wyvern außer Kontrolle geraten war und daraufhin mehrere Frauen verletzt und sogar zwei umgebracht hat. Bis man den Kleinen den Kopfabschlagen konnte. Heute war es also an Byago, und ein paar anderen, für die Sicherheit der Brutmütter zu sorgen.
Viel los war jedoch nicht im Brutturm. Die letzte Generation an Wyvern war schon lange aus den Fängen der Frauen heraus. Zu ihr gehörte auch Veikko. Nach Veikkos Generation war die Nachzucht schwierig gewesen. Eclipses hatte die geniale Idee gehabt, alls weiblichen Wyvern zu töten, was ihnen auch fast gelungen wäre. Daraufhin gab es eine neue Verordnung von dem Papst, sodass die restlichen Weibchen und auch immer ein paar Männchen in Luxen blieben. Doch auch mit diesem Gesetz war es noch nicht wirklich leichter geworden. Die diesjährige Nachzucht bezog sich auf nur sieben Eier, viel zu wenig um damit eine Division zu bilden. Trotzdem musste es irgendwie weiter gehen, wenn sie diesen Krieg gewinnen wollten.

Endlich am Brutturm angekommen, stieß Byago die mächtige Tür auf. Drinnen war es sehr warm. Der Turm hatte drei Etage. In der untersten, dort, wo er jetzt stand, warne die Eier untergebracht. Auf einem großen Stein in der Mitte des großen, runden Raumes, lagen die Eier in kleinen Einbuchtungen, die mit Stroh ausgelegt waren, um die Eier vom Rollen ab zu halten. Was den Raum so warm machte, waren die die acht Öfen, von den zurzeit fünf brannten, in den dicken Wänden. Die Etage darüber war den frischgeschlüpften Wyvern vorbehalten. Die Öfen des Brutraumes brachten so viel Wärme, dass der Raum darüber noch etwas abbekam, was die Umstellung für die Kleinen leichter machte. Der letzte Raum, ganz oben im Turm, war für die Fluglinge. Von dort aus konnten sie wunderbar ihre ersten Flüge starten und fanden ihr Zuhause auch schnell wieder.
Ein dunkelblondes Mädchen begrüßte Byago, als er eintrat und die Tür hinter sich schloss, sodass die Wärme nicht nach draußen ging. Sie sagte ihm, dass zwei andere Reiter schon weiter oben und er hier unten im Warmen bleiben dürfte. Endlich ein bisschen Glück, dachte Byago bei sich, nahm sich einen Stuhl und setzte sich auf die andere Seite des Steines, dort wo die sieben Eier lagen. Die Eier waren von außen nicht zu unterscheiden, obwohl sie von unterschiedlichen Weibchen stammten und vermutlich auch farblich unterschiedliche Wyvern heraus kamen. Bei dem Blick auf die Eier, dachte Byago an seinen Gefährten. Normalerweise verbrachte ein Reiter das gesamte Leben seines Wyvern mit ihm. Er hatte Veikko allerdings weitervererbt bekommen. Der Mann, dem Veikko vor ihm gedient hatte, war ein Großmaul und ein Besserwisser gewesen. Er wusste nicht, was genau passiert war, doch Veikko war anscheinend so von seinem Reiter genervt gewesen, dass er ihm kurzer Hand den Kopf abgebissen hatte. Und das vor aller Augen. Danach wollte Veikko von niemanden mehr geritten werden, bis dann schließlich Byago ankam. Da er ja nur der Bastardsohn eines Adeligen war, hatte man ihm Veikko zugewiesen. Die Geschichte mit dem Kopf-abgerissenen-Reiter, hatte er erst Wochen, nachdem er seinen Gefährten kennengelernt hatte, gehört.

Schließlich sah er auf, als das dunkelblonde Mädchen wieder vor ihm auftauchte und ihm ein Becher mit etwas süßem zu Trinken anbot. Dankend nahm er den Becher entgegen und nippte daran. Das Mädchen hatte sich derweil von ihm abgewandt und widmete sich einem der Öfen, der wohl nicht mehr heiß genug war. Sofort sprang Byago auf und reichte ihr ein paar Holzscheite. Das Mädchen nahm sie entgegen und warf einen nach dem anderen in die Glut.

"Wer wird diese Wyvern später reiten?", fragte Byago das Mädchen. "Einen von den neuen Rekruten?"
"Nein. Die sollen zu weit ich weiß zur Bodenstreitkraft gehören. Die sieben Eier haben bis jetzt noch keinen Reiter", antwortete sie und blickte traurig zu still, schlafenden Anwesenden hin. "In der Hauptstadt hat man niemanden mehr, der sich ihnen annehmen könnte, daher hat der Papst nun Soldaten ausgesandt, die nach potenziellen Wyvernreitern in den nahen Dörfern und kleinen Städten suchen sollen. Wie lange es dauern wird, bis sie mit den Söhnen von kleinen Bauern zurückkehren weiß ich nicht."

Sie seufzte und ging nach die Treppe hinauf nach oben. Byago sah ihr nach, bis auf einmal die Tür auf ging und sein Kommandant herein trat. Vielsagend blickte er Byago an. Dieser schluckte und nickte dem Reiter zu, der nun mit ihm Plätze tauschen würde, ehe er seinem Kommandanten hinaus folgte.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Fr Feb 27, 2015 11:02 pm

Charakter: Mona
Ort: Grenze von Aqua- zwischen Ignis und Ventus
Gruppen: -

Das kleine Fischerschiff schaukelte hin und her. Stark wehte der Wind und zerzausten die Haare von dem Mädchen, welche an der Reling stand und dem Meer zu hörte. Die Wellen schlugen laut und rauschend an die Wand des Schiffes und spritze das Salzwasser hinauf. Mona beobachtete alles aufmerksam und sah den Wolken zu, die weiter Richtung Norden zogen. Seufzend ließ sie ihren Kopf auf die Hand fallen und stützte diese auf dem Metallgerüst ab. Ein Mann, mit Bierbauch, fast Glatze und einem grauen, langem Schnurbart, kam auf sie zu und rief gegen den Wind "In einer halben Stunde kommen wir in Ventus an!" Die Reisende nickte lächelnd und schrie ihm ein 'Danke' zu. Der Fischer ging wieder in seine Kabine hinein und knallte die Holztür hinter sich zu. Gedankenverloren schaute das etwas nasse Mädchen in den Himmel und grübelte über das Gesagte, des fremden Mannes nach. Warum suchten sie sie? Sie hatte nichts verbotenes getan, außer mal hier und da ihre Ware auf dem Schwarzmarkt verkauft. Doch sie konnte sich einfach nicht vorstellen, was die Männer von ihr wollten. Vielleicht weil sie von ihren Erziehungseltern abgehauen ist, aber das war jetzt schon ca. 5 Jahre her! Frustriert struppelte sie sich durch die Haare und stampfte lustlos in ihr Schlafgemach hinein.

Nach einer halben Stunde, kam der älterte Mann in ihre Kabine gestürzt und sagte "Wir sind da!" Schwerfällig stand das Mädchen auf, sammelte ihre Sachen zusammen und eilte zu dem Mann, welcher vorne an der Überbrücke stand. Diese verband das Schiff mit dem Boden und machte es möglich, vom Schiff unversehrt runter zu kommen. "Das macht 100 Aquamünzen und 20 Aquataler", sagte der Fischer und hielt die Hand auffordernt ihr entgegen. Fassungslos öffnete sich ihr Mund. "Na wird's bald?!"
Widerwillig holte sie ihr Beutel voller Münzen heraus und pfefferte das Geld auf seine Hand. Dabei motzte sie "Hätte ich gewusst, dass das bei ihnen so teuer ist, hätte ich sie gar nicht am Hafen angesprochen. Und dafür, dass das nur eine Stunde Fahrt war, ist das eine echte unverschämtheit!" Schweigend blickte der Mann sie aus seinen grauen Augen an, zuckte die Schulter und schubste sie die Überbrücke hinunter. Mit den Armen wedelnt, versuchte sie ihr Gleichgewicht zu halten und kam stolpernd auf dem Sand zum Stehen. Fluchend drehte sie sich auf dem Absatz um und schrie ihm wütend "Sie können mich mal!" zu.

Energisch wandte sie sich der Stadt vor ihr zu und kniff, während dem gehen, ihren Kiefer zusammen, sodass es schon fast schmerzte. "Ich frag mich echt, ob es überhaupt noch normale Leute hier gibt. Echt nur vollidioten!", murmelte sie vor sich her und ging in die Innenstadt, in der sie ihre Sachen auf dem Schwarzmarkt verkaufen wollte.
Auf dem Markt angekommen, breitete sie eine Decke auf dem Boden aus und legte Fell, Rehhörner und noch andere Sachen darauf. In kürze waren ihre Sachen verkauft und sie spazierte in ein Gasthaus, um dort nach einem Nebenshop zu fragen. Im Gasthaus erwartete sie ein große Meute Männer, welche sturz besoffen irgendein Lied nuschelten. Augen verdrehend stellte sie ihre Sachen ab und suchte den Chef der Gaststätte. Einen dünnen Mann mit Brille und schwarzen Haaren gefunden, stellte sie sich vor und machte ihm ein Angebot. "Wie wäre es, wenn ich hier bis zum Feierabend arbeite und sie mir dafür ein Zimmer reservieren. Natürlich würde ich dann nur eine Nacht hier schlafen und morgen schon in der Frühe aufbrechen!" Abwartend sah sie ihn an. Der Chef lächelte zufrieden und stimmte zu. Grinsend schüttelten sie sich die Hände und Mona bezog ihr Zimmer. Danach ging sie hinunter, aß noch kurz etwas und legte sich dann eine Schürze um. Schließlich riefen sie die Besoffenen an ihr Tisch. "Was darf ich ihnen bringen?", fragte sie höflich und hielt ihr Block mit Stift, schreib bereit in der Hand. "Wir hädden gern hiks ein baar Biöre!" Mona nickte und zapfte drei Gläser voll, um sie dann gleich darauf ihnen zu bringen. "Du bischt abba ach e hübsches Weib", kniff einer der Jungs ihr in den Po, als sie sich zu ihnen runter beugte, um die Gläser ab zu stellen. Empört, aber auch Augen verdrehend, weil sie die Situation kannte, gab sie dem Jungen ein leichten klaps auf den Hinterkopf.

Ihre Schicht war nach 6 Stunden zu ende. Erschöpft fiel sie in ihr Bett und schlief direkt ein. Wohl bemerkt noch angezogen und ungewaschen!

Ich weiß, nicht so ein spannendes Kapi, aber ich muss erst warten, bis die anderen in Ventus sind! Smile Und ich wollte fragen, ob das mit dem Geld so richtig ist!


Zuletzt von caitlen300 am So März 01, 2015 12:40 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Sa Feb 28, 2015 5:52 pm

Charakter: Dakus
Ort: Ventus, in einem Wald
Gruppe: -

Dakus kam mit einem Stapel Holz unterm Arm aus dem Gebüsch und schichtete es mit etwas Reisig für das nächtliche Lagerfeuer. Die meisten Leute zögerten meist, für ihr des Nachts ein Feuer brennen zu lassen, doch war er ein leichter Schläfer und würde schon beim ersten Anzeichen von Gefahr erwachen. “Magst du mal?”, fragte er seinen geflügelten Begleiter. Der kleine, graue Drache rollte nur mit den Augen bevor er mit einer kleinen Flamme das gestapelte Holz entzündete. Nachdem Dakus das vorher im Laufe des Tages erlegte Perlhuhn zum Rupfen hervorgeholt hatte setzte er sich um eben dieser Beschäftigung nachzugehen. Mit einem Stock durchbohrt briet er den federlosen Vogel über dem Feuer. Eine Keule wanderte in den Schlund von Sudak während Dakus den Rest verspeiste. Mit vollem Magen betteten sich beide zur Ruhe.

Leises Rascheln im Wald weckte Dakus. Vorsichtig setzte er sich auf und weckte auch Sudak auf. Mehr als ein Dutzend Paar Augen starrte sie an. Sudak atmete einmal tief ein und aus. “Wölfe.” “In Ordnung, magst du mir welche markieren, solange wir noch die Zeit haben?” Etwas ängstlich dreinschauend nickte der Drache und erhob sich in die Lüfte, nur um in ordentlicher Höhe direkt über einem Wolf zum Stillstand zu kommen. Ein kurzer, recht hoher Schrei war zu vernehmen. Dakus hatte sich in der Zwischenzeit mit Pfeil und Bogen bewaffnet und lokalisierte mit Hilfe des Tons den ersten Wolf. Zwei weitere kurze Schreie Sudaks bestätigten, dass sich der Wolf nicht bewegt hatte und Dakus ließ den Pfeil los. Die Spitze bohrte sich mit einer Gewalt in den Kopf des ersten Tieres, sodass der Schädel platzte. Dieses Vorgehen konnten die beiden noch zweimal wiederholen bis sich der Rest der Wölfe in Bewegung setzt. Sudak lässt sich auf einem Baum nieder und beobachtet gebannt das weitere Geschehen. Im direkten Kampf ist er auf Grund seiner Größe nutzlos und einen Waldbrand wollte er vermeiden.
Die Wölfe nähern sich dem Elfen immer weiter doch jetzt erst wird er mit seinem Bogen gefährlich. Auf lange Distanz konnte er nur sehr verschwommen sehen, je näher sein Ziel, desto klarer die Sicht. Darum war Sudaks Unterstützung für Schüsse über weite Strecken nötig. Nun konnte er mal wieder sein wahres Können unter Beweis stellen. In schneller Folge fielen sechs weitere Wölfe den Pfeilen zum Opfer bis die verbleibenden vier sich so weit genähert hatten, dass er sich nicht mehr gefahrlos auf den Fernkampf verlassen konnte.
Er ließ seinen geliebten Bogen fallen und griff in einer flüssigen Bewegung nach den Karambits, die in Schaften an seinen Schenkeln steckten. Beide Waffen am kleinen Finger einhängend bereitete er sich auf den ersten direkten Kontakt vor. Einer der Wölfe stürzte sich auf Dakus doch er drehte sich zur Seite, wich somit dem Tier aus und zerfetzte seinem Angreifer noch im Flug mit einem der beiden Klingen den Bauch. Vom verbleibenden Trio gingen nun zwei Wölfe zeitgleich in den Angriff über und springen Dakus aus. Beiden rammte er jeweils ein Karambit in den Kiefer, zum einen die Bewegung der Wölfe auf ihn zu stoppend zum anderen mit den Klingen in das Gehirn eindringend sodass sie beide sofort tot waren. Der letzte Wolf klemmte den Schwanz ein und floh.

Sudak hatte derweil den Kopf abgedreht. Zum einen konnte der Drache kein Blut sehen, zum anderen fürchtete er um seinen Gefährten. Gefährte ist dabei nicht das richtige Wort. Dakus ist mehr so etwas wie ein Bruder für ihn, auch wenn dies physikalisch nicht möglich ist. Dennoch sind beide gemeinsam aufgewachsen und von derselben Mutter großgezogen worden. Dakus ist ein Albino und war wegen seines andersartigen Aussehens von seiner Geburtsfamilie verstoßen worden. Sudaks Mutter hatte das Baby, noch lange bevor Sudak überhaupt geschlüpft war, im Wald aufgefunden und groß gezogen. Im Laufe der Jahre hatte er sich dabei immer weiter den Drachen angepasst und am Ende sogar ihre Sprache erlernt.
Auch als Dakus nach elfischen Standards ausgewachsen war verblieb er im Nest und half Zyklus für Zyklus bei der Aufzucht seiner Geschwister. Sudak hatte dabei zum jüngsten Gelege gehört, als der Überfall stattfand. Söldner aus Luxen hatten im Auftrag eines gierigen Kaufmanns das Nest ausfindig gemacht und wollten die Drachen erlegen um Einzelteile wie Schuppen teuer auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Es war ein blutiges Gemetzel und die Luxener konnten nur durch die Drachenmagie des erwachsenen Paares in die Flucht geschlagen werden. Die Drachenmagie hatte dabei mit den offensiven Zaubern der Angreifer interferiert und in Folge dessen war Sudak in seinem damaligen Wachstumsstadium stecken geblieben.
Die Drachen hatten zwar gewonnen, jedoch zu einem hohen Preis. Sudaks Eltern und Geschwister erlagen kurzer Zeit später ihren fatalen Verletzungen und lediglich Sudak selbst und Dakus überlebten. Von da an waren sie auf sich allein gestellt und voneinander abhängig. Diese Abhängigkeit existierte nicht nur auf einem physischen Niveau, sie mussten sich auch gegenseitig eine geistige Stütze sein, waren sie doch die einzige Familie die sie noch einander hatten.
Im Laufe der Jahre hatten sie ihren Verlust verwunden doch auch nach fast zwei Jahrhunderten hatte Dakus seinen Hass auf alles Zweibeinige und vor allem die Luxener nicht ablegen können. So kam es, dass sie Gesellschaft mieden und als Vagabunden durch die Lande zogen, nur kurz mal hier, mal da einkehrend. In dieser Zeit hatten sie einiges mitgemacht und viele Erfahrungen sammeln können. Sie lernten ihre Fähigkeiten zu kombinieren um im Kampf bessere Chancen zu haben und Dakus lernte in einem seltenen Moment der Sesshaftigkeit die Schmiedekunst und Verarbeitung von Leder. Nach einigen Jahren jedoch hielt er es in jenem Dorf nicht mehr aus und so zogen sie wieder weiter.

Mit einem schmatzenden Geräusch zog Dakus die Klingen aus den Köpfen der beiden Wölfen und holte Sudak somit aus seinen Gedanken. Geschockt starrte Dakus auf den Karambit in seiner linken Hand. Die Klinge war komplett von Rissen durchzogen, war wohl nicht mehr zu gebrauchen und irreparabel beschädigt. “Sieht so aus, als ob wir mal wieder nach Ignis müssen”, sagte Dakus zum Drachen im Baum. Dieser nickte nur, bevor er sich wieder abdrehte, denn er ahnte schon, was jetzt folgen würde.
Dakus steckte die heile Klinge wieder in ihren Schaft während er sich ein Tuch schnappte und die Beschädigte einwickelte und in seinem Reisegepäck verstaute. Er hätte sie hier an Ort und Stelle wegwerfen können, doch hatte ihm die Waffe lange Zeit treu gedient und er brachte es nicht übers Herz sie einfach so loszuwerden. Seinem Gepäck entnahm er sein Jagdmesser und begutachtete die toten Wölfe. Drei von ihnen hatten wirklich schönes Fell und so entschied er sich, sie zu häuten und die Felle im nächsten Dorf zu verkaufen.
Sein Gepäck schulternd machte er sich auf den Weg, in dieser Nacht würde er sowieso nicht mehr einschlafen. Sudak machte es sich auf seiner Schulter bequem und so liefen sie los. Schon bald war der Drache durch das Schaukeln des Ganges seines Gefährten wieder in den Schlaf gewiegt worden.
Kurz nach dem Morgengrauen erreichten sie die erste Siedlung und die Bewohner die schon auf waren bedachten sie mit schrägen Blicken. Ein komplett in grauer Lederrüstung gekleideter Elf mit einem ebenso grauen Drachen auf seiner Schulter weckte eben das Interesse der Dörfler, deren Tagesablauf sonst recht trist war. Sich auf seine Nase verlassend fand sich Dakus schließlich bei einer kleinen Hütte am Dorfrand ein. Der Geruch war bestialisch und so konnte er sich sicher sein den Gerber gefunden zu haben. Die Behausung umrundend fand er auf der Rückseite tatsächlich einen Mann über einem Zuber gebeugt. Dakus räusperte sich, bekam somit die Aufmerksamkeit des Mannes der aufstand und sich die Hände an seiner Schürze abwischte, weckte aber auch den kleinen Drachen auf, der verschlafen blinzelte, gähnte und schließlich angewidert den Kopf schüttelte als seine feine Nase den Geruch registrierte.
Die Felle hervorholend fragte Dakus: “Interesse?” Der Gerber griff nach ihnen, was Dakus auch geschehen ließ, und besah sie sich um anschließend einen in Dakus’ Augen erträglichen Preis zu nennen. Er verabscheute es Zeit unter Menschen zu verbringen und so willigte er ohne großes Feilschen ein. Auf dem Weg aus dem Dorf heraus machten sie noch Halt beim Bäcker, kauften ein paar Brote und machten sich schließlich auf mit dem Ziel Ignis.

Anmerkung:
 
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Sa Feb 28, 2015 11:46 pm

Charakter: Irina
Ort: Ventus
Gruppe: -


Sie fühlte sich eindeutig wohler, wenn sie nicht mehr von so vielen Menschen umgeben war. Das hatte sie schon immer ausgemacht, dass sie die Einsamkeit vorzog. Wahrscheinlich ein Überbleibsel ihrer Elfen-Seite. Wenn man von Menschen aufgezogen wurde dann nahm man schon mal andere Gewohnheiten an, doch das war ihr immer geblieben. Hier in der Einsamkeit der Natur, da fühlte sie sich wohler als in der Stadt bei so vielen Menschen.
Nur die Sterne und der Mond des Himmels spendete ihr etwas Licht, denn in so einem Gebiet in Nähe von Ventus und Ignis, gab es viele Diebesbanden, die es entweder auf Händlerkolonnen abgesehen hatten oder auf gut betuchte Touristen die auf den Weg in die Ferien nach Ignis waren. Irina fand es zwar absurd noch in Kriegszeiten Urlaub machen zu wollen, aber das war nicht ihre Sache. Doch sie hatte wirklich keine Lust auf einen Kampf, also machte sie kein Lagerfeuer um nicht weiter aufzufallen. Nachtschatten graste in unmittelbarer Nähe zu ihr, denn er würde nie von der Seite seiner Herrin weichen sollte es nicht nötig sein. Wenn es zum Kampf kam, dann flüchtete er zwar, doch wenn sie Pfiff, dann kam er immer wieder.

In einiger Entfernung konnte sie dann doch das Schaben von zwei Karren und einigen Pferden hören, die eindeutig in ihre Richtung kamen. Da sie nur wenige Meter abseits der Wege sich unter einen Baum gelegt hatte der ihr Stütze gab musste sie seufzen, denn bei ihrem Glück würde sie entdeckt werden. Doch sie hatte auch keine Lust ihren Lagerplatz zu verlassen. Die Wägen waren ebenfalls in die Richtung nach Ventus unterwegs wie sie feststellte.
Etwas anderes erregte ihre Aufmerksamkeit. Auf der anderen Seite des Weges hatte sie Geräusche und eine Bewegung ausgemacht, die ihr vorher nicht aufgefallen gewesen war. Diese Bewegung fasste sie nun enger ins Auge und musste mit den Augen rollen als sie auch das Aufblitzen einiger Gezogener Klingen sah. Wieso musste das immer ihr passieren?

Mürrisch massierte sie sich die Nasenwurzel und sah dann in die Richtung aus der die Wägen kamen. Wenn sie ein Nachtlager aufgeschlagen hätten, wären sie vielleicht nicht in diese Falle gelaufen, doch die hatten echt nichts Besseres zu tun als mit Fackeln an den Wägen durch die Nacht zu reiten und geradezu zu schreien hier sind wir, überfallt uns. Irina konnte bei ihnen 4 Reiter ausmachen, die sich um die Wägen posiert hatten, doch ihrer mickrigen Bewaffnung zu urteilen, hatten sie nicht gerade eine hohe Kampferfahrung. Ihr Blick glitt wieder zu den Dieben die sich im gegenüberliegenden Gebüsch versteckt hielten. Bis jetzt hatte sie 8 Mann entdeckt, konnte aber nicht ausschließen dass sie noch welche in der Hinterhand hatten. Vermutlich eine Diebesbande aus Eclipses schoss es ihr durch den Kopf. Oftmals Abtrünnige oder engagierte Verbrecher, die Unruhe in den anderen Ländern stiften sollten. Wieder kam Wut in ihr hoch die sie oftmals zu unterdrücken versuchte. Irina hasste die Leute aus Eclipses, abgrundtief. Dieser Hass überwog nun auch, dass sie sich ihrem Platz erhob und Nachtschatten über seinen Hals strich der den Kopf zu ihr erhoben hatte. Wenn die zu Kämpfen anfingen, würden sie eh über sie stolpern und sie würde in den Kampf verwickelt werden. So wollte sie wenigstens den Überraschungseffekt auf ihrer Seite haben.

Auf leisen Sohlen und in geduckter Position huschte sie an den Wegrand heran und schwang sich mit Leichtigkeit auf einen der großen Bäume die dicht bewachsen waren. Von hier hatte sie einen guten Überblick über die Situation. Mit ruhiger Hand nahm sie ihren Bogen von der Schulter und zog einen ihrer silbernen Pfeile die ihrer Magie standhielten. In einer fließenden Bewegung legte sie den Pfeil ein und wartete. Ohne sich abzustützen war sie auf dem Ast in der Hocke und wartete einfach darauf wer den ersten Zug machen würde.

Die Wägen kamen näher und in den Gesichtern der Reiter konnte man die Angespanntheit sehen, da ihr Blick ruhelos durch die dunklen Wälder glitt der sie umgab. Ihnen behagte es anscheinend gar nicht dass sie zu so später Stunde noch unterwegs waren. Irina hingegen fixierte starr die andere Seite des Weges, wo die Diebe langsam in Angriffsposition übergingen. Als die Wägen genau zwischen ihnen lagen, sprangen die ersten der Dieb mit wildem Gebrüll aus ihren Verstecken und begannen die Wägen zu umzingeln. Die Pferde begannen zu Scheuen und versuchten Reiß aus zu nehmen, da sie zu Fluchttieren veranlagt waren. Zwei der Männer fielen von ihren steigenden Pferden um dann schmerzhaft auf den harten Schotter des Weges zu fallen. Sofort sprang einer der Diebe auf einen der beiden Männer zu, sein Kurzschwert zum Schlag erhoben.

Mit unendlich ruhiger Hand spannte Irina ihren Bogen der so leicht in ihrer Hand lag und ließ den Pfeil surrend los, während sie ein paar leise Worte murmelte. Im Flug fing ihr Pfeil Feuer das blutrot in der Nacht leuchtete. Ein dumpfer Aufschlag erklang als der Pfeil zwischen die Schulterblätter des Mannes eindrang und das Magische Feuer sofort Besitz des ganzen Körpers nahm. Laut aufschreiend hatte er binnen Sekunden die gesamte Aufmerksamkeit seiner Kameraden, die sich irritiert umsahen, in der Bewegung inne hielten.
Doch Irina hatte schon den nächsten Pfeil eingelegt und traf einen weiteren Banditen in der Brust worauf auch dieser in Flammen aufging. Inzwischen hatte man ihren Platz im Baum ausgemacht und ein Bogenschütze unter ihnen zielte auf ihre Stelle. Sofort drückte sie sich vom Ast weg und segelte in einem eleganten Salto auf den Weg runter wo sie leichtfüßig aufkam, während sie schon den nächsten Pfeil zog der er sich im Bogenschützen versenkte und ihn in Brandt steckte. Nun lagen drei rot brennende Leichen auf dem Weg und die Diebe hatten sich allesamt ihr zugewendet, die Wägen waren kurz in Vergessenheit geraten.

„Aus welchem Land kommt ihr“, ruhig sprach Irina die Diebe an, während sie ihren Bogen wieder auf ihren Rücken spannte. Ihre Hand wanderte zu ihrem Handgelenk an dem ihr Haarband befestigt war.
„Was sollte das dich interessieren, du wirst eh sterben“, einer der Diebe hatte es ihr entgegen geschrien, versuchte immer noch auszumachen um wen es sich bei ihr handelte, denn sie stand immer noch in der Dunkelheit der Straße.
„Es interessiert mich ob ihr nur eine einfache dahergelaufene Diebesbande seid, oder erfahrene Verbrecher aus Eclipses“, leicht musste sie in die Dunkelheit lächeln.
„Nun wenn du dir vor deinem Tot noch mehr Angst machen möchtest“, nun lachte der Mann etwas auf, „Wir sind Krieger aus Eclipses die keine Gnade kennen.“
„Ist das so“, nun wurde ihr Lächeln breiter als sie ihr Haarband geschickt um ihre Haar wickelte und nun einen hohen Pferdeschwanz trug, „Dann werdet ihr nun alle durch meine Hand sterben.“
In einer fließenden Bewegung zog sie ihr Katana aus der Scheide und richtete es mit einer Hand auf die Diebe, die sie noch immer anstarrten. Die Wägen bewegten sich keinen Millimeter weg als fürchteten sie, so wieder die Aufmerksamkeit zu bekommen.
„Tötet sie“, der Mann gab den Befehl zum Angriff, worauf alle mit gezogenem Schwert auf sie zu rannten. Iran hatte recht behalten, es waren insgesamt 10 Männer, also mussten sich 2 gut versteckt gehalten hatten was bei ihren Elfenaugen eine Leistung war. Drei hatte sie schon erledigt, blieben also noch 7.

Der erste kam bei ihr an und hieb mit dem Schwert nach ihr. Dem wich sie spielend aus und fuhr ihm mit ihrem Katana über Bauch und Brust wodurch er zu Boden sackte und dort liegen blieb. Den nächsten rammte sie gleich ihr Schwert in den Bauch und schleuderte ihn dann gegen einen seiner Kameraden. Wieder wich sie aus und entledigte sich einem.
„Sie ist der schwarze Drache“, einer der Männer hatte ihr Tattoo im Nacken entdeckt, das nur zu sehen war wenn ihre Haare zum Kampf nach oben gebunden waren. Seine Stimme klang verängstigt, verstummte aber, als Irina bei ihm angekommen war. Seit dem Krieg war sie als schwarzer Drache bekannt und gefürchtet, sie hatte keine Ahnung gehabt, dass der Name schon bei Diebesbanden angekommen war.
Drei waren noch übrig die sie nun mit weit aufgerissenen Augen anstarrten. Zwei von ihnen griffen nun gleichzeitig an, hatten aber keine Chance gegen ihre übermenschlichen Reflexe wodurch sie schon Sekunden später tot zu Irinas Füßen lagen. Dem Dritten stand die Panik ins Gesicht geschrieben, worauf er die Beine in die Hand nahm und versuchte zu flüchten.

In aller Seelen Ruhe wischte Irina ihr Schwert sauber und steckte es in die Scheide, bevor sie ihren Bogen vom Rücken nahm und einen Pfeil einlegte. Der Mann war schon weit gekommen, doch bei seiner Einfältigkeit war er den Weg runter geflüchtet, wodurch sie freies Schussfeld hatte. Surrend ließ sie den Pfeil los der sofort wieder aufflammte und fand zielsicher den Weg in den Rücken des Mannes. Sie konnte es sich nicht leisten dass einer entkam und ihre Position verriet, da sie von Luxen immer noch gesucht wurde, aber auch auf Seiten von Eclipses ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt war.
Wieder befestigte sie ihren Bogen auf dem Rücken, öffnetet ihre Haare wieder und wandte sich dann den Wägen zu, wo sie zu den verkohlten Leichen ging in denen ihre kostbare Pfeile steckten. Mit einem Ruck zog sie den ersten heraus und säuberte ihn, bevor sie ihn zurück in den Köcher steckte.

„Habt vielen Dank für eure Hilfe“, ein Mann war aus einem der Wägen gestiegen und sah sie nun strahlend an. Sie ging aber nur zur nächsten Leiche um ihren Pfeil zurück zu holen.
„Ihr seid sehr kampferfahren“, der Mann sprach weiter und beobachtete sie bei ihrer Arbeit mit Argwohn, „Habt ihr Lust euch etwas Geld dazu zu verdienen?“
Eine Augenbraue nach oben gezogen bedachte Irana den Mann kurz mit einem skeptischen Blick. Der Kleidung nach zu urteilen war er ein Händler von Ventus, wahrscheinlich ein etwas wohlhabender.
„Wenn ihr uns zu den Nomadenstämmen nach Ventus eskortiert, könnte dieses Säckchen Gold ihnen gehören“, wie zur Bestätigung hielt er nun ein prall gefülltes Säckchen mit Münzen hoch.
Den letzten Pfeil in ihren Köcher steckend ging sie auf den Mann zu und sah ihn eiskalt an.
„Wenn ihr versucht mich zu betrügen, seht ihr ja hier was mit euch passiert“, nicht minder kalt sprach sie ihn an und nahm den Diel an. Geld konnte sie gerade wieder gut gebrauchen da sie knapp bei Kasse war. Da sie in die gleiche Richtung unterwegs waren kam es ihr nur gelegen. Sie wandte sich ab und pfiff durch zwei Finger, worauf Nachtschatten angetrabt kam und neben ihr hielt.
Der Mann schluckte nur schwer und stieg wieder in seinen Wagen. Sie hatten zwar nun Schutz auf dem Weg, doch das Mädchen war ihm wahrhaft nicht gehäuer.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mo März 02, 2015 6:26 pm

Charakter: Lyra
Ort: Ventus
Gruppe: -

,,T-t-t-t-t-tut das nicht!!! I-i-ich biete d-das Fünffache!!!"
,,Das Fünffache? Wofür? Dass ich deinen Bruder umbringe?"
,,J-Ja!!! W-wartet..."
Zitternd robbte der durchaus etwas gestresst aussehende Mann zu einem kleinen Schränkchen, zog die unterste Schublade auf und holte ein prall gefülltes Säckchen heraus.
,,N-Nehmt es! Es ist ganz eurer! A-a-a-aber bringt dafür bitte meinen Bruder statt mir um!"
Das musste Lyras Glückstag sein! Sie schnappte sich den Beutel und sah nach seinem Inhalt. Er war gut gefüllt mit verschiedensten Kristallen. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht, steckte sie das Säckchen in einen Beutel an ihrem Gürtel und sah dann wieder zu dem Gutshofbesitzer.
,,Ich danke euch für die nette Gabe...allerdings führe ich immer einen Auftrag aus, der mir aufgegeben und bezahlt wurde. Tut mir wirklich...nicht Leid."
Daraufhin holte die Elfin mit einem silbernen, verzierten Säbel aus und sah nur noch das geschockte Gesicht des Mannes im Angesicht des Todes, bevor ihr Säbel nieder sauste.

,,Eieieiei, was für ein Blutbad. Ich hoffe hier räumt schnell jemand auf, sonst frisst sich die ganze rote Farbe in die Holzdielen..." gluckste Lyra, während sie sich ihren Weg zur Küche bahnte, vorbei an den Körpern verschiedenster Bediensteten und Familienmitglieder des Gutshofbesitzers...ihrem Opfer. Sie wollte, bevor sie wieder aufbrach, noch etwas Proviant zusammen klauben - die hier brauchten das Essen ganz bestimmt nicht mehr. Sie war gerade dabei die Käseauswahl zu betrachten, als neben ihr etwas aufblitzte. Ruckartig wich sie zurück, konnte jedoch nicht verhindern, dass es ihr Schienbein verwischte.
,,Mistkerl" brummte sie und versetzte dem zwar schwer verletzten, aber noch lebenden Koch einen Tiefschlag. Er ächzte und ging zu Boden, noch bevor die Elfin ihm mit einem breiten Küchenmesser den Rest gab.
Nach begangener Tat besah sie sich ihr Bein.,,Ach das fehlt mir jetzt grad noch! Die Lederhose war neu gekauft und verdammt teuer!" Seufzend packte sie ihre Provianttasche und ignorierte gekonnt den flüchtigen Schmerz am Bein...sie machte sich mehr Gedanken darüber, die Hose wieder geflickt zu bekommen...

Mit einem lauten Pfiff und einer prall gefüllten Provianttasche trabte die Frau aus dem Anwesen. Ein stattliches, schwarzes Pferd kam aus dem nahe gelegen Wald galoppiert und machte vor seiner Besitzerin halt. ,,Braves Tier..." flüsterte die Elfin sanft, schwang dann zuerst die Tasche und schließlich sich selbst auf den Rücken des treuen Vierbeiners. ,,Nach Norden, mein treuer Freund. Ich würde diese ganze Familientragödie sehr gerne endlich beenden." Als hätte der Hengst sie verstanden, wieherte er kräftig und setzte sich in Bewegung.
Nahe der Grenze zu Ignis, in Ventus, verlief ein kleiner Bach. Dieser, so hieß es in der Gegend, sei verwunschen und würde von Geistern heim gesucht werden. Und natürlich musste ihr Auftraggeber sich genau in dem Dorf ein Haus bauen, durch welches der verwunschene Bach lief. Zum Mäuse melken war das... Aber Auftrag ist Auftrag - was soll man schon tun?

,,Fleisch - frisches Fleisch!!! Direkt vom heimischen Rind!!!"
,,Frisches Obst im Überfluss!!! Kommt Leute und seht!!!"
Es war kurz nach Sonnenaufgang, als Lyra in das Dorf ihres Auftraggebers einritt. Mit ihren weißen, leichten Gewändern stach sie etwas hervor, jedoch nicht so, dass es Probleme bereiten würde. Und wenn wir schon bei Problemen sind - davon hatte Lyra einige, jedoch anderer Natur. Wachsam und wie ein Raubtier auf der Lauer hatte sie alle ihre Sinne geschärft und ließ ihren Blick weit streifen. Sie hoffte doch sehr, keinen Geist bei helllichtem Tag anzutreffen...aber man konnte ja nie vorsichtig genug sein. In diesen Momenten wünschte sich Lyra oft, doch einen Begleiter zu haben um sich nicht ganz so den Geistern ausgeliefert zu fühlen...

,,Hast du was gesagt, Wicht?! Zieh endlich Leine oder ich zieh dir deine Ohren lang!" brüllte plötzlich eine raue Stimme. Verwundert sah die Elfin sich um. Vor dem Eingang eines Bäckers saß ein kleiner Junge auf der Straße und weinte bitterlich. Der wuchtige Bäckermeister stand mit verschränkten Armen vor ihm und brüllte den Kleinen an, nur um dann wieder in den Laden zu verschwinden und die Tür hinter sich mit einem Knall zu zu ziehen. Jegliche Leute, welche stehengeblieben waren um zu gaffen, setzten sich wieder in Bewegung und schenkten dem kleinen Jungen keine weitere Beachtung. Was für ein grausames Verhalten. Zum Einen hatte Lyra Mitleid mit dem Jungen, aber andernfalls war das Ganze auch nicht ihr Problem. Nähme sie den Kleinen nun mit, würde sie es später bestimmt bereuen.

,,Danke, Frau Elf! Der Apfel ist wirklich lecker!" lachte der kleine Lockenkopf, während er vor Lyra im Sattel ihres Pferdes saß. ,,Und ihr Pferd ist auch ganz lieb!" trällerte er weiter und strich über die Mähne Lyra's Pferdes. Lyra hätte sich Backpfeifen können - sie war von den Tränen des Jungen zu gerührt gewesen und hatte ihn mitgenommen. Nachdem er ihr erzählt hatte, dass er bei dem Bäcker als Aushilfe gearbeitet hatte und dieser ihn dann ohne Lohn raus geschmissen hatte, wären bei ihr beinahe sämtliche Sicherungen durchgebrannt. Doch der Junge hatte sie wieder beruhigt und meinte, er sei das gewohnt und wäre umso froher dadurch auf Lyra getroffen zu sein. Am Liebsten hätte die Elfin den Kleinen einfach eingepackt und mitgenommen, aber...leider war das unmöglich.
,,Wo soll ich dich denn absetzen, Kleiner?" fragte sie schließlich sanft, nachdem sie sich eine Weile unterhalten hatten. ,,Nenn mich Ced...kommt von Cedric, weißt du? Und mir wäre es am liebsten, wenn du mich an der Gerberei absetzen könntest, bei meinem Onkel. Ich komm zwar nicht so toll mit ihm aus, aber zumindest hab ich ein Dach über dem Kopf. Das ist doch was Gutes, nicht?" fragte der Junge und legte den Kopf schief. ,,Ja, das ist etwas tolles. Dann zeig mir den Weg!" grinste Lyra, hörte der Beschreibung des Jungen zu und gab ihrem Pferd die Sporen.

,,Was ist los? Wieso bleiben wir stehen?" fragte der Junge, als Lyra abrupt abbremste. Sie schwang sich vom Pferd und lächelte den Jungen freundlich an. ,,Warte einen Moment. In dem Haus hier wohn ein Bekannter, dem ich einen kurzen Besuch abstatten möchte, in Ordnung?" Ced nickte und Lyra verschwand in den Hintergarten des Hauses. ,,Geht man eigentlich nicht durch die Fronttür?" nuschelte der blonde Junge noch verwirrt.

,,Ah! Frau Assassine! Ihre Rückkehr bedeutet wohl, dass sie meinen Auftrag ausgeführt haben?" empfing sie der Hausbesitzer und Auftraggeber. Er lag in seinem Schlafgemach und wollte gerade erst aufstehen. ,,Alles erledigt, wofür sie mich bezahlt haben. Und wissen sie was? Ihr Bruder hat mir das Fünffache geboten, sollten ich sie statt ihm umbringen." Sie deutete auf den Beutel mit Kristallen. Erst verwirrt, dann belustigt blickte der bärtige Mann die Elfin an. ,,Tja, da war ich wohl schneller als er! Wie sagten sie noch gleich? Sie erfüllen immer das wofür sie bezahlt wurden? Was für ein Trot-" doch weiter kam er nicht. Er spürte kaltes Eisen an seiner Kehle. ,,Es ist genau wie sie sagten, Herr Auftraggeber. Ich erfülle immer wofür ich bezahlt wurde. Und er hat mich bezahlt."

Ein erstickter Schrei.

,,Wo wart ihr so lange Frau Elf?" fragte Cid verunsichert. ,,Keine Sorge, hab alles geklärt und wir können weiter. Immer noch zu deinem Onkel?" Cid nickte, während sich Lyra in den Sattel schwang. Eigentlich schade um die schönen Kissen dachte sie noch, bevor sie ihren Weg zu dem Gerber fortsetzte.

,,Da sind wir!" rief der kleine Junge und sprang förmlich aus dem Sattel. Er wandte sich erneut an die Elfin und lächelte sie freundlich an. ,,Nochmals vielen, vielen Dank Frau Elfin!" rief er und winkte ihr zu, bevor er endgültig in das Haus seines Onkels verschwand. Lyra winkte ihm ebenfalls nach und wartete bis er ins Haus verschwunden war, um erneut die Zügel in die Hand zu nehmen. In dem Moment als sie los galoppieren wollte, kam eine andere Person aus der Gerberei gelaufen. Ein Elf! Noch dazu hatte er schneeweißes Haar und feuerrote Augen, sowie einen Drachen bei sich. Wie interessant, dachte sich Lyra und machte sich einen Spaß daraus, den Weißhaarigen zu verfolgen, wie er zuerst bei dem Bäcker einkaufte und sich dann auf den Weg aus der Stadt machte. In sicherem Abstand - so dachte Lyra - folgte sie ihm weiterhin. Und wer sich jetzt dachte: Hatte sie nichts besseres zu tun?, dem konnte man wahrheitsgetreu antworten: Nein! Jedenfalls schien der außergewöhnliche Elf ebenfalls nicht ganz von gestern zu sein.

,,Wieso verfolgst du mich?"
Scheibenkleister! Er hatte sie tatsächlich entdeckt trotz all ihrer Vorsicht.
,,Sagen wir mal so - man trifft nicht immer einen Albino - Elf in Begleitung eines Drachen..."
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   So März 08, 2015 12:33 am

Charakter: Mona
Ort: In der Nähe vom Normadenstamm
Gruppe: -

~*~

Um sie herum nur Stille. Stille und das leise rauschen des Flusses in ihrer Nähe. Müde schloss sie die Augen und legte ihr Handgelenk auf ihre Stirn. Geräuschvoll atmete sie die Luft aus und drehte sich auf die andere Seite. Warum sie immer noch wach dort auf dem Boden, nur zu gedeckt von einer dünnen Decke lag? Ganz einfach! Sie hatte wieder ein Albtraum gehabt. Nicht nur irgendeiner. Nein, immer der selbe. Von Nacht zu Nacht immer der selbe. Und immer konnte sie danach nicht ein schlafen. Worum es in ihren Albtraum ging? Um ein brennendes Haus, viele Leute mit Kaputzenumhänge und die schmerzerfüllten Schreie ihrer Familie.
Wieder hörte sie die Stimmen, spürte die Hitze der Flammen auf ihrer Haut und roch das verbrannte Menschenfleisch. Tränen rannen ihr die Wange herunter und ließen sie kurz aufschlurzen. Verzweifelt hielt sie sich die Ohren zu und kniff die Augen zusammen. Schreiend welzte sie sich hin und her und versuchte die schrecklichen Bilder aus ihren Kopf zu bekommen, doch wie immer scheiterte sie kläglich.
Irgendwann schlief sie dann doch ein und wachte mit verquollten Augen und schmerzendem Hals auf. Die Sonne tunkte schon langsam den Wald in orange, rote Farben. Viele Vögel zwitscherten ihre Lieder und ließen den Wald nicht so unheimlich und geheimnisvoll wirken. Schwerfällig stand das Mädchen auf und räumte ihre Sachen zusammen. Vollgepackt, die Glut gelöscht und den Rucksack auf dem Rücken, wanderte sie los, in Richtung Normadenstamm. Dort wollte sie mit ihren neu errungenen Sachen, Geld verdienen und vielleicht ein wenig kämpfen üben. Klar, sie konnte recht gut kämpfen, doch Übung war immer angesagt!

Pfeifend kam sie nach Stunden an der Grenze an und sah schon einige Reiter auf der Straße rum lungern. Sie scannten die Gegend nach gut aussehenden Opfern ab, um diese dann in einen Hinterhalt zu locken und dann auszurauben. Flink sprang Mona auf einen dicken Ast und guckte wie sie die Männer umgehen konnte. Denn ausrauben oder gar bekämpfen wollte sie sich heute nicht. Ihr fehlte gerade einfach die Gedult, die stärke und die Lust dazu! Geschickt machte sie einen Schritt nach dem anderen und sprang auf einen großen Baum drauf, der in ihrer Nähe stand. Sicher gelandet kletterte sie auf die Baumkrone zu. Oben angekommen, lief sie los und flog fast von einer Baumspitze zur anderen. Manchmal blieb sie auch stehen, um zu gucken, welcher Baum ihr Gewicht aushalten würde. Das Problem bei den Nomadenstämmen war nämlich, dass sie sich fast immer halb ebene Flächen Aussichten, auf denen sie dann rast machen. Zwar war es dieses mal nicht so schlimm, weil hier und da ein paar Bäume standen, doch einfacher machten diese es nicht wirklich.
Nach ein paar Minuten blieb sie lauschend stehen und blickte vorsichtig über die vielen Blätter hinweg, auf den Boden. Zufrieden stellte sie fest, dass sie an dem Markt angekommen ist und krakelte auf der Hinterseite der Fichte hinunter.

Ja ich weiß nicht viel und bestimmt auch mit vielen Rechtschreibfehlern, doch ich hab jetzt ganz schnell gemacht und will einfach nur ins Bett! Und gute Naaaaacccht  Sleep


Zuletzt von caitlen300 am So März 08, 2015 12:29 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   So März 08, 2015 12:55 am

Charakter: Trey
Ort: Glacies - einsame, alte Hütte
Gruppe: -

Trey wusste nicht, wie lange er bereits nahe dem Feuer lag - den Hund fest umschlungen. Er wusste nur, dass es eine lange Zeit - ja schon fast eine Ewigkeit - hätte sein müssen und sich seine Zieheltern vermutlich große Sorgen inzwischen machen würden. Doch der Blauhaarige konnte nicht anders als weiter dort liegen zu bleiben, den Hund zu wärmen und dem langsam ausgehenden Feuer zuzuschauen, während Tränen aus seinen grün strahlenden Augen hervorquollen.
"Kleiner... du zitterst total...", stellte er mit fast schon leeren Augen fest - selbst dem Erfrieren immer näher kommend. Da tauchte urplötzlich ein Mädchen in seinem Rücken auf, welche, wie es schien, ihr Pferd vor der Hütte abgestellt hatte.
"Wer... ist das?", nachdenklich wandte sich Trey langsam mit seinem Kopf in Richtung des unbekannten Mädchens. Hatte sie ihn etwa weinen gehört? Oder gar gesehen? Schnell wischte sich der junge Erwachsene über seine feuchten Augen, ehe er sich total entkräftet versuchte aufzurichten, dabei jedoch scheiterte und drohte wieder auf den Boden aufzuknallen. Was er auch getan hätte, wenn das blondhaarige Mädchen nicht schnell geschaltet, ihn an der linken Schulter gepackt und langsam beim aufsetzen geholfen hätte.
"Trey...", brachte der Blauhaarige nur eine kurze Vorstellung seiner selbst heraus. Danach musste er lautstark aufhusten. Das blonde Mädchen, welche sich nun direkt neben ihn gesetzt hatte und wohl nach einer Heilsalbe suchte, welche sie bei sich trug, schaute den Jugendlichen mit bedachten Augen an. War sie sich unsicher, ob Trey die ganze Zeit nur ein falsches Spiel spielte? Weil es ein solch abgelegener Ort war? War sie so misstrauisch? Oder war sie eher besorgt um den Jugendlichen? Trey, welcher immer noch total entkräftet war, wusste nicht, wie er die Fremde einzuschätzen hatte. Das einzige, was sie ihm bereits freundlich mitgeteilt hatte, war ihr Name.
"Hinoko...", immer wieder wiederholte der Grünäugige diesen Namen gedanklich, während er dem fremden Mädchen dabei zusah, wie diese irgendeinen Stoff um den kleinen Hund wickelte. Danach stand sie auf - den Stoff und damit auch den Hund um ihren Körper gebunden - und reichte Trey ihre rechte Hand.
"Wie...?", perplex schaute der Jugendliche erst auf die Hand, dann ins Gesicht von Hinoko. Sollte er ihre Hilfe annehmen oder versuchen selbst aufzustehen? Wieso wollte sie ihm überhaupt helfen, wenn sie sich gar nicht kannten? Trey war verwirrt bei dieser Freundlichkeit einer Fremden. Wo doch niemand sonst dem Blauhaaarigen freundlich gesinnt war - außer natürlich seine Familie und Bischof Eargh.
"Danke", erwiderte Trey, griff nach der Hand des Mädchens und ließ sich nach oben ziehen, woraufhin er versuchte alleine einen guten Stand zu finden, was bei seinem geschwächten Körper jedoch ein wenig schwer fiel. Mehrfach drohte er wieder gen Boden zu knallen, hätte sich Hinoko nicht dazwischengestellt und ihn immer wieder aufgefangen, bis die beiden bei ihrem Pferd angekommen waren, Hinoko dem blauhaarigen Jugendlichen einen Platz auf dem Pferd anbot und selbst vor dem Pferd voraus lief, um diesem den Weg zu deuten. Doch wo wollte sie eigentlich hin?
"Wo wohnst du eigentlich?", hörte Trey nur noch aus dem Munde der Blondhaarigen erklingen.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   So März 08, 2015 12:23 pm

Charakter: Irina
Ort: Ventus - Nomadenlager
Gruppe: -

Der Wind um sie ließ ihre offenen Haare tanzen und umspielte ihre Haut. Die Augen geschlossen saß sie auf Nachtschatten und ritt hinter den beiden Händlerwägen her die sie als Eskorte angeheuert hatten. Doch heute Mittag war es sehr ruhig und hier auf den offenen Ebenen würden sie nicht so schnell angegriffen werden, das wäre viel zu offensichtlich. Deswegen lauschte sie dem Wind der aufgewühlt schien. Etwas würde sich in nächster Zeit Verändern und ihr Leben in eine andere Bahn lenken. Die Magie die im Wind mitschwang brachte ihr Kunde über Ding die sie nicht sehen konnte. Dennoch hörte sie viele Stimmen die darin mitschwangen und öffnete die Augen.
Am Horizont konnte sie eine große Ansammlung von Nomadenzelten ausmachen. Wahrscheinlich eine Zunft, ein Zusammenschluss mehrerer Händler und Nomaden um sich besser gegenseitig beschützen zu können. Die vielen Stimmen von dort musste der Wind zu ihr getragen haben, doch um genaue Gespräche hören zu können, dafür war sie doch noch etwas weit entfernt.
Was sie irritierte war aber das Gefühl eines Umbruches das der Wind ihr vermittelt hatte. Das Gefühl dass sie neue Personen treffen würde die sie nicht kannte, sie aber bei ihnen verweilen würde. Den Kopf schüttelnd verwarf sie den Gedanken, denn sie war ein Einzelgänger, sie vertraute niemandem, das hatte der Krieg sie gelehrt.
Sie trieb Nachtschatten an und trabte neben den Wagen des Händlers, der der Anführer zu sein schien. Dieser streckte gerade den Kopf aus den Tüchern und sah zu ihr auf.
„Ich habe meinen Teil der Abmachung gehalten und euch bis hier her eskortiert“, sie sah zu ihm runter während sie die Zügel locker in einer Hand hielt, „Jetzt ist es an euch euren Teil der Abmachung einzuhalten.“
„Wieso sollte ich euch eine solche Summe bezahlen, wo wir doch nicht mal mehr angegriffen wurden“, mit gleichgültiger Miene sah er zu ihr auf, zuckte dann aber zusammen als er ihre eiskalte Augen sah.
„Es ist nicht meine Schuld wenn niemand mehr wagte euren Konvoi anzugreifen, vielmehr habe ich euch ja auch vor den Banditen gerettet“, nun beugte sie sich etwas weiter über den Sattel zu ihm nach unten um ihn bedrohlich anzusehen, „Und ich hatte euch gewarnt, dass euch das gleiche widerfahren würde wie diesen Dieben solltet ihr mich versuchen zu hintergehen.“
Das Entsetzen stand dem Mann ins Gesicht geschrieben, als er mit zitternder Hand das Säckchen mit Edelsteinen aus der Innenseite seines Mantels zog um es ihr zu reichen.
„Es war mir eine Freude mit ihnen Geschäfte zu machen“, mit einem leichten Lächeln nahm Irina das Säckchen entgegen und schob es in ihre Satteltasche. Sie wusste welche Wirkung sie auf Männer hatte. Die meisten verfielen gleich ihrem Aussehen, da eine junge Elfe doch etwas Exotisches war. Glatte Gesichtszüge, ebene strahlende Haut,  junges Aussehen immer während und eine Anmut die die Menschen nicht zu Stande brachten. Doch sie war unter Menschen aufgewachsen, hatte ihre Grausamkeit miterlebt und hatte sich ihre Kaltherzigkeit angeeignet. Dieser Umstand verlieh ihr etwas Angsteinflößendes sollte sie es darauf anlegen und Menschen waren wirklich eine sehr ängstliche Rasse.
Nun trieb sie Nachtschatten an um schneller zu dem Nomadenlager zu kommen. Sie hatte vor sich schon mal unter die Leute zu mischen um die neusten Informationen heraus zu bekommen, denn der Händler hatte nicht wirklich viel gewusst.
Je näher sie dem Lager kam desto mehr wurde ihr bewusst, wie groß dieses Lager überhaupt war. Überall waren bunte Zelte, mal größere, mal kleinere, zwischen denen nach einem wirren System Wege angelegt worden waren. Etliche Menschen waren dazwischen unterwegs. Sie konnte sogar ein paar Zwerge sehen die sich unter die Masse gemischt hatte. Diese Lager waren ein einziger riesiger Marktplatz wo mit Teppichen, Töpferware, Seltenen Waren ob nun Tier oder Objekt gehandelt wurde. Wenigstens konnte sie keine Sklavenhändler erkennen, denn diese konnte sie überhaupt nicht leiden.
Mit einer fließenden Bewegungen warf sie sich ihre Kapuze des Mantels den sie sich übergeworfen hatte über den Kopf, da ein Elf zu viel Aufsehen erregen würde. In Ignis war das noch gegangen, aber bei einem Tratsch Volk wie den Nomaden von Ventus war das was komplett anderes. Sie würde hier ein paar Tage verbringen, um Informationen zu sammeln und sie war sich ziemlich sicher, dass bestimmt auch einige Kopfgeldjäger unterwegs waren, da eine schöne Summe an Kristallen auf ihren Kopf ausgesetzt waren. Luxen wollte eindeutig nicht dass eine ehemalige Offizierin wie sie frei herum lief, da sie schon die ein oder anderen schmutzigen Details vom inneren Kreis wusste, was dem Papst ganz bestimmt nicht passte. Aber das Risiko musste sie eingehen, wenn sie die neusten Geschehnisse aus Gaia wissen wollte.
Sie konnte die misstrauischen Blicke auf sich spüren, als sie in das Lager einritt. Flink stieg sie ab und nahm Nachtschatten am Zügel um ihn über die Wege zu führen. Anscheinend war sie im Seiden-Viertel, denn überall wurden ihr Stoffe und Bänder angeboten, die sie ignorierte. Die Meisten Nomadenlager waren gleich angeordnet. Im Mittelpunkt war das Hauptzelt des Syndikus, der einer unter sieben in Ventus war, ein Mitglied des Rates der Sieben in Ventus, also die Regierung wenn man so will.  Zwar gab es auch kleinere Lager, in dem kein Syndikus anwesend war, doch dieses riesen Aufgebot wies eindeutig darauf hin. Drum herum waren Ring an Söldnern, die den Syndikus schützten, genauso wie sein Gefolge, dann kamen die höhergestellten Händler bevor die kleineren kamen und ganz außen am Rand des Lagers die Hirten.
Irina wusste, dass die ‚Gast-Zelte‘ in denen man ein Lager für die Nacht fand zumeist eher in den äußeren Teilen des Lagers befanden, da Nomaden Fremde nicht unbedingt dauerhaft in ihrer Mitte haben wollten. Schon nach kurzem Marsch hatte sie ein solches Zelt gefunden und gab Nachtschatten einem kleinen Jungen, dem sie einen kleinen Kristall in die Hand drückte bevor sie selbst in das geräumige Zelt hinein ging wo Bänke und Tische aufgestellt waren an denen einige Leute essen und tranken. Am hinteren Ende war eine Theke aufgebaut, an dem der Inhaber stand.
„Ich brauche ein Lager mit Privatsphäre für einige Tage und Informationen“, ihr Gesicht im Schatten ihrer Kapuze schob sie dem Besitzer einen Amber-Stein über die Theke zu, einem seltenen Stein aus Terrum, bzw. Mysidia, der erheblich mehr wert war wie manch andere Steine die zum Bezahlen in den Ländern benutzt waren, eben weil er aus Mysidia war.
Schnell sah sich der Besitzer kurz um bevor er den Stein in seine Taschen verschwinden ließ und sie dann lächelnd ansah.
„Es wird mir eine Freude sein für die nächsten Tage ihr ergebener Gastgeber zu sein“, immer noch lächelnd wies er sie an ihm zu folgen und führte sie durch ein paar Tücher hindurch in den hinteren Teil des Zeltes wo einige Separees abgeteilt waren. Privatsphäre hieß, dass sie eines bekam das Zentral lag und nicht direkt von außen erreichbar war und sie sicher sein würde. In einem war sich Irina sicher, der Besitzer hatte eine Ehre die er zu verlieren hatte und die war den Nomaden heilig. Hier würde sie sicher schlafen können. Ihr Nachtlager bestand aus einer breiten weichen Matratze mit vielen Stoffbahnen und einem kleinen Tisch mit Stuhl.
„Solltet ihr noch etwas brauchen ihr findet mich vorne, wenn ihr mich sucht, fragt nach Oron“, er sah sie abwartend an ob sie noch was brauchte, als sie nun ihre Kapuze abnahm und ihn ansah. Kurz stockte er, als er ihr elfengleiches Gesicht sah und konnte nun nachvollziehen warum sie um Privatsphäre bat.
„Ihr solltet aufpassen wem ihr euch zeigt, denn man sucht noch immer nach einer rothaarigen Elfe mit einem beträchtlichem Kopfgeld“, freundlich wies er Irina darauf hin, aber er würde sie dank seiner Ehre nicht ans Messer liefern.
„Danke für die Warnung“, lächelnd reichte Irina dem Mann noch einen kleinen Smaragd als Dank, bevor er sie alleine ließ.
Seufzend legte Irina ihren Mantel ab und begann sich umzuziehen. Sie wollte nicht noch mehr auffallen, weswegen sie buntere Kleidung anzog um sich anzupassen. Die nächsten Tage würden zeigen was noch alles kommen würde.
Für heute war ihr Plan auf jeden Fall erst einmal sich einen Überblick über das Lager verschaffen. Herausfinden wo was war und sich umhören, ob sie Hinweise darauf bekam wer mehr über die Lage im Land wissen könnte.
Wieder streifte sie sich die Kapuze über, da sie ja schon darauf hingewiesen wurde, dass  nach einer Elfe mit rotem Haar gesucht wurde. Was nichts Neues war, das war sie schon gewohnt. Sie wollte nur nicht gleich wieder auffliegen und ein Blutbad hinterlassen, darauf hatte sie keine Lust.
Als sie wieder im Gastraum ankam, nickte sie kurz dem Besitzer zu der ein Glas polierte, bevor sie aus dem großen Zelt auf die belebte Straße hinaus trat. Es war erst früher Abend, also hatte sie noch etwas Zeit. Einige Zeit ging sie nur durch die Wege des Lagers, bevor sie auf einem Markt ein paar Früchte kaufte. Mit einem Apfel in der Hand legte sie ihren Weg fort, wobei sie nun durch ihre angepasste Kleidung kaum beachtet wurde.
Erst als sie den Lärm von Kämpfenden und einer Menge hörte, wurden ihre Gedanken wieder in eine andere Richtung gerissen. Ihre Füße trugen sie in Richtung des Lärms und sie erkannte anhand der Zelte, dass sie sich gerade bei den Schmieden und Handwerker befand. Dahinter lag zumeist ein Trainingsplatz, da sich auch das Lager der Söldner gleich anschloss. Ein Teil des Lagers, wo meistens viele Diebe unterwegs waren und Händler ihre Schutzbegleitung für Reisen anheuerten. Aber hier war auch das Lager der Spieler, womit auch oftmals auf Kämpfe Wetten abgeschlossen wurden um sich die Zeit zu vertreiben.
Ihre Eingebung täuschte sie nicht und auf einem kleinen Platz waren gerade zwei Kämpfer zu Gange, wobei sie von einer großen Menschenmasse angefeuert wurden, viele von ihnen auch einen Wettschein in der Hand. Die Meisten hier waren eindeutig Söldner und Kämpfer, also Männer. Der Kampf wurde aber zwischen einem ziemlichen Schrank von einem Mann und einem schlanken Mädchen ausgetragen, die aber doch durchtrainiert schien. Sie hatte dunkelbraune Haare und dunkelgrüne Augen wie sie durch ihre guten Augen erkannte. Aber was sie aufmerksam machte, waren die grazilen und fließenden Bewegungen die das Mädchen mit ihrem Langschwert ausführte. Teilweise etwas unerfahren und unkontrolliert, doch zumeist mit Erfolg gekrönt. Eindeutig hatte sie noch keine große Erfahrung gesammelt und war noch nicht sehr alt. Auch wenn sie anscheinend eine Elfe war, war sie noch sehr jung, wahrscheinlich sogar so jung wie sie auch aussah. Auch konnte sie ab und zu  ihre spitzen Ohren unter den Haaren aufblitzen sehen. Ihre Überlegenheit dem Kämpfer gegenüber hatte sie ihren Reflexen als Elfe zu verdanken. Das Mädchen bräuchte unbedingt einen Meister, dann würde etwas Anständiges aus ihr werden. Irina wunderte es eher, was eine Elfe hier machte. Dazu kam sie ihr nicht so vor als wäre sie bei Elfen aufgewachsen, dafür fehlten ihr diese eisernen Gesichtszüge und diese Gleichgültigkeit.
Schon kurz später hatte sie den Kampf für sich entschieden und forderte ihren Gewinn ein, wobei ich sie immer noch die Arme vor der Brust verschränkt hatte und ihr Aussehen unter der Kapuze verbarg. Als das Mädchen sich ihr plötzlich ihr zuwandte, stand sie immer noch da und sah sie an. Ihre Blicke kreuzten sich kurz und sie konnte einen verblüfften Ausdruck in ihren Augen sehen, bevor sich Irina abwandte und sich wieder auf den Weg machte. Eine andere Elfe die noch mehr Aufsehen auf sie selbst zog konnte sie nun wirklich nicht gebrauchen. Zu ihrem Verdruss konnte sie schnelle Schritte hinter sich hören, die sie dieser anderen Elfe zuordnete und sie seufzen ließ. Der Wind würde wohl recht behalten dass sie neue Personen treffen würde, doch sie war eine Einzelgängerin, wieso sollte sie sich darum kümmern was andere von ihr wollten.
„Hey“, eine Hand hatte nach ihrem Arm gegriffen und ließ sie umdrehen. Tatsächlich stand die Elfe mit den braunen Haaren vor ihr die sie mit großen Augen ansah, als würde sie zum ersten Mal eine andere Elfe in ihrem Leben sehen. Es nervte sie jetzt schon.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   So März 08, 2015 7:52 pm

Charakter: Mona
Ort: Normadenstamm
Gruppe: -

~*~

„Hey.“ Mona griff nach dem Arm des Fremden und hielt ihn somit ab weiter zu gehen. Mit großen Augen beobachtete sie, wie sich die Person langsam um drehte und entriss ihr den Arm. Durch ihre Kapuze konnte Mona nur die roten, langen Haare sehen, die um ihre Schulter lagen und durch das Schwarz des Umhanges hervorstachen. Sie wusste selber nicht, warum sie ihr hinterher gegangen war, doch irgendetwas- das spürte sie- hatten die zwei gemeinsam. „Em...ich bin Mona und wie heißt du“, streckte sie ihr die Hand lächelnd entgegen. Die Fremde sah kurz schweigend auf die gebräunte Haut und drehte sich dann auf dem Absatz um. Verwirrt blieb Mona kurz stehen, eilte der Fremden danach aber hinterher. „Hey jetzt warte doch mal“, rief sie, während sie hinter ihr her hetzte. „Bleib doch mal stehen. Ich will doch nur kurz mit dir reden!“ Die Fremde hielt in ihrer Bewegung inne und drehte sich halb zu ihr um. Abrupt bremste Mona vor ihr ab. „Ich möchte aber mit dir nicht reden“, sagte das fremde Mädchen kalt und ging wieder zügig weiter. Die braunhaarige Elfe ließ sich dadurch aber nicht abhalten und lief ihr stur hinterher. „Irgendwann muss sie mit mir reden! Egal ob sie will oder nicht!“, dachte Mona grinsend und verfolgte das Kapuzen- Mädchen. Sie hatte eigentlich Angst vor Leuten mit Kapuzenumhängen, doch irgendetwas hatte die Fremde an sich, was Mona neugierig machte.
Nach ein paar Minuten stoppte die Fremde genervt und drehte sich energisch zu Mona um. „Könntest du bitte aufhören mich zu verfolgen und mich endlich in Ruhe lassen“, warf sie ihre Hände bei jedem Wort nach vorne. Lässig verschränkte Mona die Arme vor der Brust und antwortete ruhig „Erst wenn du mir dein Namen sagst und die Kapuze ab nimmst!“ Das Mädchen ihr gegenüber stöhnte genervt auf und stolzierte auf ein Zelt zu. Schnell lief sie ihr hinterher. Als die Fremde dies bemerkte, kam sie zügig auf Moan zu und drückte diese energisch aus der Unterkunft hinaus. „Ach komm schon. Jetzt lass uns doch mal ein wenig reden“, motzte die Elfe und stemmte sich gegen die zwei Hände, welche gegen ihren Rücken drückten. „Nein“, war die knappe Antwort. „Echt ey. Du bist voll langweilig. Lass uns doch Freunde sein. Du siehst nämlich etwas einsam aus!“ Die Fremde hörte kurz auf mit drücken und sagte „Wenn du nicht sofort aus meinem Zelt verschwindest, gibt es mächtig Ärger! Verstanden?“ Beleidigt blies Mona ihre Wangen auf und ließ sich von dem Mädchen aus dem Zelt heraus schieben. Davor setzte sie sich im Schneidersitz sowie mit verschränkten Armen hin und rief „Gut! Wenn ich nicht drin bleiben darf, warte ich halt eben draußen!“ Vom Inneren hörte man ein empörtes Schnauben. Stolz auf sich, dass sie sich so gut schlug, grinste sie und machte es sich auf dem harten Sandboden bequem.


Leute ich komme mit der Erzählerform einfach nicht klar! Kann ich nicht einfach in der Ich-form schreiben? *Bettelnd von unten anschauen*
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Mo März 09, 2015 7:31 pm

Sie gingen den Weg zurück vom Brutturm den Byago gekomen war. Vorbei an dem, durch den Regen überfluteten, Hof, auf dem nun der Ausbilder einen der Rekruten beiseite genommen hatte und ihn auforderte anzugreifen. Der Junge tat, wie geheißen, während seine Kameraden zu schauten, doch bei jedem Schlag mit dem Schwert, wehrte der rotharrige Mann den Angriff mit einem kleinen Messer ab und brüllte daraufhin auf den Jungen ein, er solle doch gefälligst stärker zuschlagen. Mit einem gleichgeültigen Blick wandte sich Byago ab und sah auf den Rücken seines Kommandanten. Was er nur von ihm wolle? Er hoffte inständig, dass Veikko nicht wieder vor Langeweile ausgeflippt war und den halben Stall demoliert hatte. Er seufzte innerlich; diesem Wyvern war einfach nicht zu helfen.
Doch anstelle ihn zu den Wyvern zu führen, ging der Kommandant auf dem Raum zu, in dem die Ausrüstung für ihre und noch zwei weitere Divisionen untergebracht war. In dem kleinen Raum, der nur durch ein kleines Fenster und einer Öllampe erhellt wurde, warteten schon fünf weitere Männer, auch Wyvernreiter unter dem Befehl des Kommandanten. Er nickte zur Begrüßung und gesellte sich zu ihnen, nachdem auch die fünf Männer ihm zu genickt hatten. Schließlich sahen alle sechs zu ihrem Vorgesetzten, der sich vor ihnen aufgebaut hatte und nun einmal räusperte.

"Um gleich auf den Punkt zu kommen, ich habe von dem Papst den Befehl bekommen, ein junges Mädchen zu suchen. Auch sie hatte einen Befehl des Papstes, ließ aber seit ihrer Abeise nichts mehr von sich hören, und nun befürchtet der Papst, dass sie ihren Auftrag nicht richtig ausfühen konnte."
"Ihr meint, er misstraut ihr und will sicherlich stellen, dass sie nichts wichtiges verrät?", fragte ein blonder, kurzhaariger Mann mit wachen blauen Augen. Byago hatte seinen Namen vergessen, doch er schien ihm sympathisch.
"Ich sollte nun ein paar meiner besten Kämpfer heraussuchen, damit sie das Mädchen suchen", antwortete der Kommandant und ignorierte die Feststellung des Blondschopfes gekonnt. "Meine Wahl ist auf euch Sechs gefallen. Ihr werdet euch zusammen mit euren Wyvern auf den schnellsten Weg nach Glacies begeben."
"Nach Glacies?", fragte ein kleiner, etwas rundlicher Mann, der noch kleiner wirkte, da er auf einer Bank saß und nach oben blicken musste, um den Kommandanten ins Gesicht zu schauen. "Wieso nicht Aquas? Da ist es viel schöner und wärmer!"
"Wie heißt das Mädchen, das wir finden sollen?", fragte der Blondschopf, dessen Namen Byago nun wieder eingefallen war. Er hieß Rolphus, war in eigentlich in einer älteren Division.  Byago hatte ihn und seinem Wyvern, einem kräftigen, dunkelgrauen Tier, schon oftmals beim Trainig zu gesehen. Sein Wyvern war unglaublich schnell.
"Sie heißt Hinoko und hat blonde, schulterlange Haare", meinte der Kommandant und schlug daraufhin abschließend in die Hände. "Wenn keine weiteren Fragen sind, dann rate ich euch, alls nötige zusammen zu packen. Morgen sollt ihr noch vor dem Morgengrauen losfliegen."

Der Kommandant sah in die Runde. Als niemand etwas sagte, nickte er ihnen allen zu und machte dann auf dem Absatz kehrt. Byago sah sah dem Kommandanten hinterher. Ein kleines Lob war in diesem Befehl vorhanden, doch wusste er nicht, ob er sich darüber freuen sollte. Wenn er so in die Runde sah, zu seinen neuen Teamkameraden, dann war das für alle die erste Mission. Und dann auch noch in ein fremdes Land. Er bezweifelte, dass die anderen und er dafür schon richtig bereit waren, doch irgendwer musste es tun. Immerhin war es kein direkter Befehl, nach Eclipses zu reisen und dort sich den gegnerischen Streitkräften in einem Kampf um den Tod zu beweisen. Er seufzte; es würde schon irgendwie schief gehen.
Schließlich stemmte Rolphus seine Hände in die Hüften und sah einen nach den anderen mit einem feurigen Glühen in den Augen an. Byago hatte den Eindruck, dass der Blondschopf sich für alle zusammen über diese Mission freute, denn die anderen und er selber, sahen so aus, als wären sie lieber Zuhause geblieben. Besonders der kleine Runde auf der Bank, saß die niedergeschlagen da, wahrscheinlich dachte er an die warmen Mahlzeiten, die er nun verpassen würde.

"Auf, auf!", rief Rolphus und klatschte in die Hände. "Ein Abenteuer steht und bevor! Und wenn wir wieder kommen, mit Narben und ein paar Zähnen weniger, dann werden uns die schönen Mädchen hinterher laufen, wie noch nie! Jede Hure wird sich umsonst mit uns ins Bett legen!"
Byago lächelte, bei Rolphus' Versuch die Gruppe zu motivieren.
"Er hat Recht, auf eine komsche Art und Weise", meinte Byago, um den Blondschopf zu unterstützen. "Wir haben einen Auftrag bekommen und den werden wir auch ausführen. Schließlich sind wir Wyvernreiter von Luxen, oder nicht?"
"Ja", sagte der kleine Runde und stand auf, sodas die Bank unter ihm ächzte. "Ja, wir sind Wyvernreiter von Luxen."
"Und haben wir uns nicht geschworen, unseren Land zu dienen und es in den Sieg zu führen?"
"Ja!", kam es nun laut von allen.
"Auf nach Glacies!", rief Rolphus und hielt allen die Tür auf. Als Antwort bekam er erneut lautes Gejubel.

Auf dem Weg zu seinem Quartier, dachte Byago an seinen Vater. Sollte er ihm sagen, dass er für die nächste Zeit nicht in der Hauptstadt wäre? Sollte er ihm kurz 'Auf Wiedersehen' sagen? Es wäre das Richtige. Nachdem er also seine Sachen gepackt hatte, schlug er also den Weg zu dem Anwesen seine Vaters ein. Es war ein großes, altes Haus, inmitten einer Straße mit weiteren großem Häusern. Byago hatte keine Ahnung, wer in diesen Häusern noch alles wohnte, doch mussten es auch reiche Familien sein oder erfolgreiche Händler. Schließlich klopfte Byago an die große Eingangstür. Es dauerte nicht lange, bis ein Dienstmädchen die Tür öffnete. Sie erkannte ihn sofort und bedeutete ihn kurz in der Eingangshalle zu warten, während sie dem Hausherren Bescheid geben würde. Während Byago wartete, wurde ihm immer mulmiger zu Mute. Was hatte er sich dabei nur gedacht? Was soll er seinem Vater schon sagen? Er würde ihn vermutlich ohnehin nicht vermissen.

"Was machst du denn hier?", kam es plötzlich von rechts und er blickte seinem persönlichen Albtraum entgegen. Seine Stiefmutter, mit langen, braunen Haaren, die zu einem dicken Zopfgeflochten waren, giftgrünen Augen, einer eckigen Nase und einem verachtenden Blick, kam auf ihn zu. Für einen Moment war er in ihrem Blick, auf eine merkwürdige und unangenehme Weise, gefangen. Er merkte nicht wie er sie erstarrt ansah, während sie ihn mit einem Blick, der kleine Kinder zum Weinen brachte musterte.
"Willst du mir nicht antworten?", keifte sie und Byago zuckte zusammen.
"Ich wollte zu Vater", sagte er knapp und leise, während er ein paar Schritte zurück ging. Er wollte so viel Abstand zwischen der Frau und ihm haben, wie nur möglich.
"Tja, der ist nicht da", antwortete seine Stiefmutter nur und besah sich dann ihre Fingernägel. "Also kannst du wieder gehen."
Ohne sich zu rühren, schluckte Byago und sah nachdenkend zu Boden. Als er nach ein paar Minuten immer noch keine Anstalten gemacht zu gehen, sah seine Stiefmutter empört auf und lief ihn zu, sodass sie ihn mit dem Finger an die Brust tippen konnte.
"Du Bastard! Nun verschwinde endlich aus meinem Haus! Deine Hurenmutter hat dir wohl keine Manieren mit in die Wiege gelegt", schrie die Frau seines Vaters und hob bedrohlich den Arm. Byago duckte sich und wich ihrem Schlag aus.
"Könnt Ihr meinen Vater bitte ausrichten, dass ich für ein Tage nicht in der Stadt bin?", fragte er, während er zur Tür hechtete. Keine weitere Minute wollte er mit diesem Monster in einem Raum verweilen. Die Antwort seiner Stiefmutter hörte er schon nicht mehr. So schnell es ging brachte er Straße um Straße zwischen sich und dem Monster. Das Einzige, was er nun wollte, war ein langer Flug mit Veikko, der ihn hoffentlich wieder auf andere Gedanken bringen würde.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Di März 10, 2015 6:44 pm

Der Post entstand in Zusammenarbeit mit Himbeerteufel.
*** deuten auf den Wechsel der Perspektive hin.


Charakter: Riku
Ort: Ventus - Nahe der Grenze zu Ignis
Gruppe: -

"Du bist nicht von Ventus, oder? Wenn du mich überfallen wirst, werde ich mich wehren müssen. Aber wenn du nur auf Reisen bist, ohne Ärger zu verursachen, fühl dich eingeladen, dich zu mir zu setzen" Riku staunte nicht schlecht, als sich der 'Schlafende' plötzlich aufsaß und ihn ansprach. Zwar blieb er nach außen hin unbeeindruckt, jedoch hatte er nicht damit gerechnet, dass die Person - wenn sie denn aufwachte - auch noch freundlich gesinnt war.
Wortlos schob er seinen Umhang nach hinten, zeigte seine Hände um zu beweisen, dass er nicht bewaffnet war, dann schritt er ans Lager und setzte sich neben den viel größeren Reisenden.
"Es ist gefährlich an den Grenzen alleine zu reisen", merkte er schließlich an - sich förmliche Begrüßungen sparend. "Ich konnte nicht einfach davonschleichen und zulassen, dass dahergelaufene Banditen geschenkte Beute haben." Zugeben, dass er ihn aus selbstlosen Gründen warnen wollte, wäre für Riku keine Option gewesen. Anmerken, dass er ihn aus Hunger überfallen wollte auch nicht, daher musste er weiter ausholen und Banditen mit einbeziehen. Doch sein Magen machte ihm einen Strich durch die Rechnung und fing an so laut zu knurren als stünde ein Bär hinter ihnen.
Eine kurze Sekunde schien Riku verlegen zu sein, ehe er bedrückt zu Boden blickte. "Entschuldige."

***

Der Fremde schien vorerst keine Gefahr darzustellen, wie Clarence feststellen musste, als er ihm zeigte, dass er unbewaffnet war. Als er näher schritt und sich neben ihm setzte, merkte er erst, dass die Nacht und ihre Schatten ihm einen Streich gespielt hatten, war der junge Mann doch mindestens einen Kopf kleiner als er; En versuchte sich zu beherrschen, ihn nicht zu tätscheln.

„Es ist gefährlich an den Grenzen alleine zu reisen. Ich konnte nicht einfach davonschleichen und zulassen, dass dahergelaufene Banditen geschenkte Beute haben“, erzählte der Fremde ihm und En verkniff sich gerade noch das Lachen, fand er diese Ausführung doch etwas weit hergegriffen – er hätte immerhin auch ein Bandit sein können. Zumindest sah er wie jemand aus, der durchaus nicht vor Diebstahl zurückschreckte.

„Wie nett von dir. Sei unbesorgt, ich lasse mich nicht so einfach von 'dahergelaufenen Banditen' überrumpeln.” Nicht noch einmal, zumindest. Er musste ihm ja nicht sagen, dass er von seiner Gruppe getrennt worden war, ließ ihm im Glauben, dass er alleine reiste. Entweder würde er ihn deswegen unterschätzen, weil er dachte, dass er leichtsinnig ist oder er würde auf der Hut sein, da Alleinreisende nicht gerade schwach waren. Ihm wäre beides recht.

„Wobei du auch nicht gerade –“, er wollte dazu ansetzen, ihn darauf hinzuweisen, dass auch er alleine reiste, doch als er dann einen Magen knurren hörte, hielt er inne. Überrascht sah er den anderen an, hörte sein „Entschuldige“ und musste sich wirklich beherrschen, nicht zu lachen. Der Fremde schien so, als würde er es nicht mögen, wenn man auf seine Kosten Spaß hatte, als würde es böse enden, wenn man ihn verärgerte.

Also sagte er nichts, griff nach seiner Tasche und holte etwas Obst daraus. „Hier. Du scheint etwas Essen zu vertragen“, meinte Clarence, reichte ihm das Stück. Ob er es annehmen würde, war seine Sache, aber er hatte keine Lust, sich um jemanden zu kümmern, der aufgrund von Hunger ohnmächtig werden könnte.

„Unter der Voraussetzung, dass du mir deinen Namen verrätst“

Clarence war nicht so selbstlos wie der Fremde, fand das Prinzip Geben und Nehmen recht hilfreich und es wäre sicher nicht schlecht, der gegenüber sitzenden Person einen Namen zuschreiben zu können. Zwar traute er ihm zu, einen falschen Namen zu nennen, aber ob falsch oder nicht, es war besser als nichts.

***

Riku war froh, dass sein Gegenüber eine Gegenbedingung stellte. Er hasste es Dinge kostenlos anzunehmen. Zu oft wurde er hinterher enttäuscht, weil Leute nach Gefallen fragten.
"Riku. Aber ich muss dich enttäuschen, wenn du einen Nachnamen wissen möchtest. Ich fühle mich dieser nicht mehr zugehörig." Der junge Magier wusste nicht, ob es angebracht war höflich zu sein, aber er war als Stratege sowieso keinen anderen Ton gewöhnt. Sollte er die Frage nach dem Namen erwidern? Nein. Würde der Händler mit der außergewöhnlichen Frisur ihm diesen mitteilen wollen, würde er es auch ohne Aufforderung tun.
"Aber ich sollte mich wohl trotzdem für das Essen bedanken. Also danke."
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   So März 29, 2015 1:44 pm

Offtopic: Langer Post ist lang. Würde aber empfehlen zumindest den letzten Teil aufmerksam zu lesen, da es dort um den krieg und die Artefakte geht.


Charakter: Hinoko
Ort: Glacies
Gruppe: Hinoko, Trey, Eargh


Eine Antwort vom entkräfteten Jungen bekam Hinoko nicht mehr. Als sie zu ihm blickte, musste sie feststellen, dass er auf dem Rücken ihres Pferdes eingeschlafen war. Leise, um ihn nicht zu stören, kramte sie ihr Schlafzeugs heraus, welches auch ein Schlafsack-ähnliches Stoffteil enthielt und hing dieses dem Blauhaarigen als Decke um.
Sie konnte ihn nicht selbst versorgen und sie war selbst gegen die Kälte nicht gewappnet, also entschloss sie sich, die nächste Stadt zu suchen. Zu ihrem Glück fand sie ein paar hilfsbereite Bürger, die sie in die richtige Richtung schickten. Als die Stadt endlich in Sicht kam, löste sich das unwohle Gefühl in ihrem Bauch. Aber wo würde sie so spät noch eine Unterkunft finden? Sicher würde doch irgendein nettes Gasthaus einem erschöpften Jungen helfen, oder?

Nein. Egal wo Hinoko auch fragte, niemand würde so spät noch Gäste annehmen. Ob sie es für einen Trick hielten? Hatten sie Angst, ausgeraubt zu werden? Oder hielten sie Hinoko vielleicht sogar für die Verantwortliche bei der Geschichte? Was auch immer der Grund war, es half Trey nicht dabei, wieder zu Kräften zu kommen. Zudem war es mit der Zeit eiskalt geworden. Selbst für Glacies Verhältnisse. Klagend sank Hinoko an einer Hauswand zu Boden. Sie rückte ihre Kleidung zurecht und vergrub sich zitternd in dieser. Versuchte es zumindest. Ihre Füße taten weh und nichts was sie versuchte, schien sie zu wärmen. Würde ihre Reise hier schon enden?
"Kann ich ihnen vielleicht behilflich sein, junge Dame?" Angesprochene zuckte zusammen. Eine Stimme hätte sie in dem Moment am wenigsten erwartet. Angestrengt blickte sie sich mit ihren vor Kälte schmerzenden Augen um.
"Ihr seht nicht so aus, als wäret ihr von Glacies. Ich könnte euch ein Zimmer anbieten, wenn ihr der Kälte für eine Nacht entfliehen wollt."
Normalerweise hätte alles in Hinoko abgelehnt. Eine männliche Person, die auf offener Straße ein Zimmer anbietet? Sicher nicht ohne Hintergedanken. Aber diese Person war bloß ein älterer Gelehrter. Fast schon älter als ihre eigene Großmutter.
"Mir geht es gut, aber ich habe diesen Jungen aufgegabelt..." Zittrig deutete sie auf ihren Begleiter. Da schien es dem Bischof wie Schuppen von den Augen zu fallen. Erkannte er den Jungen etwa? Endlich jemand, der helfen konnte und würde. Entkräftet lächelte Hinoko und ließ sich in das Haus des älteren Mannes führen. Er selbst bot an, Trey zu tragen und Hinoko stimmte leise zu. Sie hätte es sich nicht zugetraut, Trey selbst zu tragen.

Wenig später saß sie in einem gemütlichen Stuhl neben einem wärmenden Kaminfeuer. Trey lag in einem Gästebett, eingehüllt in Decken. Eine vor Kälte isolierte Kanne mit heißer Schokolade stand neben ihm für den Fall, dass er aufwachen würde. Zwar wusste der Bischof von der Vorliebe für Tee - hatte er doch am Morgen noch eine Tasse mit Trey getrunken - jedoch bot heiße Schokolade den besseren Energieschub. Der kleine Hund des schlafenden Jungen lag direkt vor dem Kamin, immer noch in Hinokos Jacke eingewickelt. An den Wänden hingen einige Familienporträts, die den Bischof in vergangenen Jahren zeigten und mit ihm seine zwei Töchter und deren große Familien. Die schweren Vorhänge versperrten den Blick nach draußen, boten dafür aber einen guten Schutz vor der hereinfallenden Kälte.
Hinoko selbst hatte eine Tasse heißen Tee in ihren Händen und wirkte eher müde als aufmerksam. Sie hatte sich verboten einzuschlafen - einerseits wegen Höflichkeit, andererseits aus der Angst, man würde sie doch hintergehen. Es wollte nur nicht so ganz gelingen. Kurz bevor sie die Hoffnung aufgab, dass Bischof Eargh jemals ins Zimmer zurückkommen würde, betrat er dieses mit einem großen Teller voller heißer und duftenden Waffeln. Zusätzlich hatte er drei kleine Teller mitgebracht.
"Ich dachte mir, ihr Beiden habt vielleicht Hunger. Mir geht es um diese Uhrzeit selbst nicht anders. Wer könnte da Waffeln widerstehen." Meinte er diese Aussage jetzt ernst, oder wollte er nur etwas essen, um die Rückversicherung zu geben, dass den Waffeln nichts untergemischt war? Und wieso war Hinoko immer noch so misstrauisch? Sie hätte sich für diese Gedanken im Nachhinein ohrfeigen können. Sie sollte dankbar sein und nicht hinter jeder Ecke eine Falle vermuten sollen.

"Danke für ihre Hilfe. Ohne sie wären wie vielleicht schon ausgeraubt und erfroren. Ich hoffe, wir machen ihnen nicht zu viele Umstände."
Jetzt musste der ältere Mann lachen. "Es ist durchaus angenehm mal wieder etwas gute Gesellschaft zu haben. Man findet nicht mehr viele Jugendliche mit Manieren."
"Jugendliche? Sehe ich etwa aus wie ein Kind?", widersprach Hinoko etwas verlegen.
Amüsiert kratzte der Bischof sich am Kinn. "Nun, es mag durchaus sein, dass du laut Glacies Gesetz schon erwachsen bist, aber du kommst nicht von hier, richtig? Jeder in Glacies weiß um die vollen Gasthöfe in dieser kleinen Stadt."
Wortlos nippte Hinoko an ihrem noch heißen Tee. Sie konnte es schlecht verneinen.
"Außerdem ist der luxische Stil deiner Kleider schlecht zu übersehen. Wenn dir die Frage genehm ist, würde mich interessieren, was Luxen in unsere Grenzen treibt."
"Nunja... Es ist nicht so, dass ich es ihnen nicht erklären wollte, es ist nur... ziemlich schwer zu erklären... ohne auf Details einzugehen." Es war mehr ein Stottern, als eine Ausrede.
"Die Nacht ist noch lang. Und du brauchst keine Angst zu haben, dass ich dich beiße, Kindchen. Ich weiß durchaus vom Verhalten der Adligen in Luxen. Ich habe einige Jahre dort unterrichtet."
"Ihr würdet mich also keine Lügnerin nennen, wenn ich euch eine Geschichte über Korruption erzähle?"

Verneinend reichte der Bischof den Teller Waffeln zu seinem Gast und lauschte anschließend der langen und komplizierten Geschichte aufmerksam. Es war schlecht zu überhören, wie glücklich Hinoko darüber war, endlich jemanden davon erzählen zu können.
"Das sind einige schwere Behauptungen, die du da in den Raum wirfst. Es ist gut, dass du so vernünftig bist, sie keinem in Luxen zu erzählen. Man könnte dich dafür aus dem Land verbannen oder schlimmeres. Ich werde nicht fragen, wieso du überhaupt Mitglied dieser taktischen Besprechungen bist, aber lass mich dir einen Rat geben. Wenn du dich nicht zu sehr verbiegen willst, hast du keine Zukunft dort. Irgendwann wirst du dich verraten oder dich verändern um dich ihnen anzupassen. Gibt es für dich überhaupt keine andere Möglichkeit? Hast du vielleicht irgendwo Verwandte, zu denen zu ziehen könntest?"

Zögernd schüttelte Hinoko ihren Kopf. "Und selbst wenn... Ich kann meine Stellung nicht aufgeben. Ohne diesen Einfluss, werde ich niemals eine Chance haben, den ewigen Krieg zu beenden. Aber das müssen wir, wenn wir diese Welt und ihre Bevölkerung retten wollen."
Nachdenklich zupfte Eargh an seinem Bart. "Den ewigen Krieg beenden? Das ist ein ziemlich großes Ziel, junge Dame. Denkst du wirklich, du könntest etwas in diesen Machtspielchen ausrichten?"
"Jeder hat die Kraft, etwas zu verändern! Und wenn jeder diese Verantwortung ablehnt mit der Begründung, er wäre zu unwichtig, um etwas zu ändern, dann wird niemals irgendjemand etwas ändern.", antwortete das Mädchen fast schon so energisch, dass ihr Teller zu Boden fiel.
Gerade noch so fing die das Porzellan und entschuldigte sich sofort für ihren Ausbruch.
"Das ist eine löbliche Einstellung. Ich muss dir Recht geben. Leider kann ich es heute nicht mehr ändern, früher vor dieser Verantwortung geflohen zu sein. Doch lass mich dir wenigstens erzählen, was es mit diesen Artefakten auf sich hat. Es ist ein bloßes Gerücht, dass sie das Wetter des Landes kontrollieren. In ihnen steckt heiliges Licht der Götter. Diese uralte Macht breitet sich über das Land aus und verhindert, dass die Schatten in diese Welt einfallen. Würde das Artefakt gestohlen oder zerstört, so würde das Land seinem Untergang entgegen schauen. Innerhalb von einer Generation würden sich Hass und Angst in diesem Land breit machen und sich in die Herzen der Menschen einnisten."
Ungläubig hielt Hinoko in ihrer Bewegung inne. Wusste der Papst davon? Wollte er so Glacies unterwerfen oder gar die heilige Macht für sich selbst missbrauchen?
"Ohne die Götter zu beleidigen, aber wieso hinterlassen sie ein so angreifbares System?"
Eargh beugte sich nach vorne, fast als würde er sich nicht trauen, folgende Sätze laut auszusprechen: "Man sagt, dass die Seelen der Götter in den Artefakten schlafen. Nach dem Kampf gegen die Schatten, waren diese zu schwach, um selbst über die Welt zu wachen. Deswegen können auch nur Menschen die berühren, die ihren Idealen entsprechen."
Nachdenklich stellte Hinoko ihre leere Tasse zur Seite.
"Man kann es also nicht berühren, wenn man nicht reinen Herzens ist... Ob sie so verhindern wollten, dass man die Artefakte missbraucht? Wenn der Papst das weiß, dann toleriert er mich vielleicht nur, weil er jemanden braucht, um das Artefakt zu nutzen. Vielleicht kann ich so sogar beweisen, dass seine Motive selbstsüchtig sind."
Zustimmend nickte der Bischof. "Du solltest damit aber warten. Es würde öffentlich werden, welche Macht in den Artefakten steckt. Und das würde den Krieg nur weiter schüren. Jeder würde sie besitzen wollen. Letztendlich kann ich dir nicht vorschreiben, was du tust, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Mysidia angegriffen wurde, weil ihrem Artefakt die größte Macht innewohnt und sie dieses suchen."
"Danke für diese wertvollen Informationen. Endlich sehe ich eine Möglichkeit, den Krieg zu beenden. Zwar weiß ich noch nicht ganz wie, aber wenn man die Ursache kennt, kann man auch eine Lösung finden." Die vorige Müdigkeit wie weggeblasen, wollte Hinoko schon aufstehen und weiterreisen, ehe sie feststellen musste, wie sehr ihre Füße noch schmerzten.
"Ihr beide seid natürlich herzlichst eingeladen die Nacht hier zu bleiben und euch so lange auszuruhen, wie ihr wollt. Du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du auf Trey hier aufpasst, während ich meine alten Knochen ausruhe und auf mein Zimmer gehe. Morgen sehen wir, wie es den Schlafmützen geht und wie wir sie am besten nach Hause bringen."

__________________

Spielgeschehen: Überall auf der Welt öffneten sich in dieser Nacht weiß leuchtende Portale. Es schien wie willkürlich verteilt, wo sie erschienen und wo sie hinführten, doch schienen die Götter damit einen Sinn zu verfolgen.
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Fr Apr 03, 2015 12:34 am

Charakter: Clarence
Ort: Ventus - Nahe der Grenze zu Ignis
Gruppe: Clarence, Riku


"Riku. Aber ich muss dich enttäuschen, wenn du einen Nachnamen wissen möchtest. Ich fühle mich dieser nicht mehr zugehörig."

Etwas überrascht musste En feststellen, dass sein Gegenüber die Wahrheit zu sprechen schien, sonst hätte er sich die Mühe gemacht, auch einen Nachnamen zu erfinden, war lügen doch einfacher und schneller, als eine umständliche Erläuterung. Nun, immerhin hatte er jetzt einen Namen, dass war doch immerhin schon ein Anfang, wofür auch immer.

"Aber ich sollte mich wohl trotzdem für das Essen bedanken. Also danke."

Es gab auch dafür keinen Grund, doch wenn er meinte, dies tun zu müssen, dann nahm En das so hin, nickte nur, konnte aber ein belustigtes Schmunzeln nicht unterdrücken; er könnte sich doch noch etwas die Zeit vertreiben, bevor er sich wieder auf den Weg machen würde.

"Okay, Riku. Du kannst mich En nennen."

Es sprach nichts dagegen, ihm seinen vollen Vornamen zu sagen, doch genauso wenig gab es einen Grund dafür, also blieb es bei seinem Spitznamen; zwar fühlte Clarence sich seiner Familie zugehörig, aber Riku brauchte nicht zu wissen, zu welcher Handelsfamilie er gehörte. Die Balfours waren nicht berühmter, als andere Familien, aber sie hatten ihre Kontakte und Beziehungen, von denen der Junge nichts erfahren musste, wenn er je über weitere Leute stolperte, die ihn kannten.

Da es nicht so schien, als würde Riku irgendetwas erwidern wollen, fuhr Clarence fort, wägte ab, ob sein Vorschlag bei dem anderen ankommen würde oder nicht und am Ende war es dann wohl die späte Stunde, die ihn nicht davon abhielt, mit dem anderen weitere Kontakte zu knüpfen versuchte.

"Wenn es wieder hell wird, werde ich an der Grenze entlang weiter laufen. Ob du mich dann begleiten willst oder nicht, ist deine Sache."

Riku schien wachsam und es wäre bestimmt von Vorteil, nicht mehr alleine reisen zu müssen und im schlimmsten Fall für eine Auseinandersetzung gewappnet zu sein. Immerhin hieß dies, dass er sich keine Söldnergruppe mehr suchen musste, das war doch mal etwas. Vielleicht schaffte er es sogar, aus Riku Informationen herauszubekommen, die das Auftauchen solch organisierter Banditen erklären würde. Außerdem war Gesellschaft immer nett, auch wenn Riku nicht ganz so gesprächig zu sein schien. Deshalb würde es wahrscheinlich eine schweigende Reise werden und Clarence war sich nicht so sicher, ob er das bevorzugen würde. Obwohl wählerisch zu sein ihm im Moment nicht gerade hilft. Er musste sich mit den Gelegenheiten begnügen, die ihm geboten wurde, auch wenn es ein vielleicht vor kurzem erst erwachsen gewordener Junge als Reisebegleitung war.

"Wenn du willst, kannst du auch eine Nacht darüber schlafen. Ich werde heute wohl keine Ruhe mehr finden, also kannst du ruhig die Augen zu machen. Keine Sorge, ich werde dich schon nicht überfallen. Du hast nichts, was für mich von Interesse wäre. Und ich habe auch meine Ehre." Fast hätte er 'als Händler' hinzugefügt, aber er konnte sich gerade noch stoppen; Riku musste das nicht wissen. Die Information würde ihm vielleicht dabei helfen, die Profession des anderen zu erfahren. Bei dem Gedanken musterte er ihn noch etwas genauer.

"Wenn du möchtest, flicke ich solange auch deinen Umhang."

Es war keine Absicht, eher eine fast schon automatische Reaktion, als er nach dem Saum des schwarzen Stoffes Griff und mit nachdenklicher Miene dessen Qualität begutachtete. Es schien, als wäre Riku zuvor noch in einem Kampf verwickelt worden zu sein oder zumindest in eine Auseinandersetzung geraten zu sein. Ob er wohl mehr war, als der Gelegenheitsdieb, für den er ihn auf den ersten Blick gehalten hatte? Ein Attentäter vielleicht? Zutrauen würde er es ihm jedenfalls, auch wenn er es sich nicht wünschen würde. Morden war eine Sache, es wie Attentäter fast kunstvoll ausführen zu können eine andere; der Gedanke allein ließ ihn fast schaudern, also wendete er sich anderen Gedanken zu.

"Wobei etwas Wasser dem Stoff mehr helfen würde."
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BeitragThema: Re: Mysidia - Spielethread   Do Apr 09, 2015 8:06 pm

Charakter: Byago
Ort: Luxen – Hauptstadt und Umgebung
Gruppe: -

Der nächste Tag kam früh. Kaum war der morgentliche Nebel verschwunden, schon tauchte die Sonne am Horizont den Tag in ein warmes gelbliches Licht. Ungehindert erreichte Byago den Stall von Veikko. Sein Freund hatte noch immer den Kopf auf dem Boden gelegt, die Flügel dicht an den Körper herangezogen, und schlief seelenruhig. Vorsichtig machte Byao das Tor auf und strich sanft über die Schuppen der Flugechse. Veikko schnaubte zufrieden, ehe er langsam die Augen öffneteund genüssliche gähnte. Byago lächelte, nahm das Reitzeug und legte es Veikko an. Dann schulterte er seine Sachen und stieg auf. Die Gruppe wollte sich draußen vor der Stadt treffen, damit sie ungestört aufbrechen konnten. Oben in der Luft war es noch sehr kühl und Byago war froh einen langen, dicken Mantel angezogen zu haben. Den würde er auch in Glacies gebrauchen. Nach ein paar Flügelschlägen landete Veikko am vereinbarten Treffpunkt. Rolphus und sein Dunkelgrauer waren bereits da. Sie nickten sich gegenseitig zu, während die Wyvern sich intressiert musterten. Ein paar Minuten später waren schließlich alle da. Nachdem die Gruppe erneut nachschaute, ob alles wichtige beisammen war, stiegen sie endlich auf die Rücken der Wyvern und flogen der Sonne entgegen.

Als sie schon hoch oben in der Luft waren, sah Byago ein letztes Mal zurück. Er würde wohl eine ganze Weile die Hauptstadt, mit den Türmen und Häusern, nicht mehr sehen. Je weiter sie kamen, desto kleiner wurde die Stadt. Das letzte was Byago sah, waren die schwarzen Dächer der Gebäude, ehe er sich wieder umdrehte und seine Begleiter von hinten musterte. Was wohl alles auf der Reise passieren würde? Sie waren ein sehr bunt, zusammen gewürfelter Haufen und Byago war sich nicht sicher, ob zwischen ihnen so etwas wie Kameradschaft entstehen würde. Noch vertraute er den Männern nicht; er kannte sie ja kaum. Was ihn zu dem Schluss fühen ließ, die Fünf kennen zu lernen. Er war sich zwar noch nicht sicher, wie, aber das würde wohl mit der Zeit kommen.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Veikko seinen Kopf urplötzlich runter riss und den Boden weit unter ihnen zu beobachten. Der junge Wyvern hatte eine Gruppe Rotwild entdeckt. Sowas hatte er noch nie gesehen und es war für ihn lustig anzusehen, wie die gehörnten Tiere über die grüne Wiese sprangen. Unweigerlich flog Veikko durch sein Staunen tiefer und langsamer. Doch auch las Byago ihn auforderte seinen Kopf wieder hoch zu nehmen um den anderen hinterherzufliegen, ließ sich Veikko nícht beirren und startete einen Sturzflug; sein Reiter vollkommen vergessen. Kurz vor dem Boden breitete er wieder die Schwingen und glitt knapp über dem Gras auf die nun alarmierten Tiere zu. Diese stießen Warnrufe in den Morgen aus und liefen so schnell sie konnten auf den nächsten Wald zu. Veikko verstand dies als Fangspiel und jagte hinterher.
"Veikko, halt!", rief Byago, doch seine Stimme erreichte den Wyvern nicht. Sein Freund war über diese Freiheit überaus glücklich. Diese Freude verschwand schlagartig, als auf einmal der Dunkelgraue und Rolphus direkt vor ihnen landeten. Der große Wyvern brüllte, was das Rotwild in alle Richtungen laufen ließ. Veikko wurde dadurch eingeschüchtert und konnte nicht mehr ausweichen. Daher versuchte er mit seinen Krallen eine Vollbremsung hinzulegen, was dazu führte, dass der Wyvern stolperte und seinen Reiter abwarf. Auch die anderen Wyvern landeten.
"Du solltest deinen Wyvern besser unter Kontrolle halten", meinte Rolphus zu Byago. Dieser nickte, nachdem er aufgestanden war und seinen schmerzenden Rücken rieb. "Gut, dann weiter."
Die Wyvern schwangen sich wieder in die Luft. Als Byago zu Veikko ging, sa er ihn mit einem wütenden Blick an. Der junge Wyvern zog den Kopf ein und sah seinen Reiter unschuldig an. Byago jedoch schnaubte nur und stieg wieder auf den blau, geschubbten Rücken.
"Mach das nicht noch einmal, hast du gehört?", sagte Byago und Veikko nickte bestimmt. "Dann schnell, wir müssen die anderen einholen."


Am Abend saßen die sechs Reiter in einem Wald. Sie hatten ein feuer entfacht, welches nun fröhlich vor sich hin flackerte, Funken in die kalte Nacht spuckte und gleichzeitig ein paar Waldkanichen briet. Die Wyvern hörte man ab und zu durch den Wald jaulen. Sie waren zu einem in der näheliegenden Steinbruch geflogen, um sich dort auszutoben und selber etwas zu fressen. Die Männer saßen schweigend um das knisternde Feuer.
"Was machen wir eigentlich, wenn wir das Mädchen gefunden haben?", fragte schließlich jemand. "Werden wir ihr unauffällig folgen oder sie eskortieren?"
"Letzteres", sagte Rolphus und blickte zu Byago. "Mit unseren Wyvern werden wir wohl kaum unauffällig sein können."
"Tut mir leid", murmelte Byago. "Veikko ist leider immer so."
"Ach, nimms nicht so schwer", meinte der kleine Dicke und klopfte ihm auf die Schulter. "Das er so verspielt ist, ist nur ein Zeichen dafür, dass es ihm gut geht!"
Byago lächelte und nickte dankend. Der Mann neben ihm hatte recht.
"Da fällt mir ein, dass ich noch nicht all eure Namen kenne", sagte Rolphus und blickte in die Runde. "Erzählt doch mal was von euch."
Die darauf folgenden Stunden erzählte jeder seine Geschichte. Als Byago an der Reihe war, ließ er das eine oder andere zwar aus, doch schienen die anderen zufrieden. Es wurde noch viel gelacht und gegessen, bis Veikko und die anderen müde zurückkehrten und sich jeder schlafen legte, um für den morgigen Tag bereit zu sein.
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