DigiDestined

Eine kleine Gruppe verrückter Leute, die gerne über Games, Animes und Schwachsinn reden.
 
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 Legend of Spirits [Play]

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Fiara
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BeitragThema: Legend of Spirits [Play]   Sa Dez 26, 2015 6:59 pm

Charakter: Chiyo
Ort: Reale Welt (Shibuya)
Spirit/Partner: ?


Gähnend blickte Chiyo von seinen Hausaufgaben auf. Er war wohl der einzige Schüler, der die Ferienaufgaben noch vor Anfang der Ferien bearbeitete. Mit einem kurzen Blick durch sein Zimmer, versuchte er sich wieder zu orientieren. Da stand sein Schreibtisch keinen Meter vor ihm, auf diesem ein älterer Laptop. Zwar gab es schon neuste Technik, doch hatte diese ihren Preis. Links von ihm stand sein hölzerner Kleiderschrank und rechts hinter ihm sein Bett mit buntem Bettzeug. Wohl der einzige Farbtupfer in seinem Zimmer. Aber mehr brauchte er hier auch nicht. Er zog sich nur hierher zurück, um zu Schlafen oder zu lernen. Die restliche Zeit konnte er sich frei in dem großen Haus bewegen - war doch seine Mutter nie zu Hause.

Schulterzucken folgte auf seine kurze Desorientierung, dann stand er auf und zog seinen schwarzen Rollkragenpullover über sein weißes T-Shirt. Nein, Chiyo war nicht komplett verrückt. Er fror nur ziemlich leicht, da er ziemlich zierlich gebaut war und generell konnte er sich mit Sonne nicht anfreunden. Seine weiße Haut reagierte nach kürzester Zeit und er bekam Sonnenbrand. Dann wurde er nur noch häufiger ausgelacht und geärgert und das wollte er nicht.
Nachdem er sich eine Flasche Wasser und seine Tasche geholt hatte, verließ er das Haus. Von außen sperrte er ab, kontrollierte ob die Tür auch wirklich zu war, zog dann den - an einer Kette befestigten Schlüssel - über und machte sich auf in Richtung Stadt. Was genaue er da wollte, wusste er noch nicht, aber er brauchte frische Luft und in den Park traute er sich schon lange nicht mehr alleine. Zu oft hatte diese eine Person ihn belästigt. Genauso oft wie er dem Rektor Bescheid gegeben hatte, welcher aber immer nur argumentierte, dass er anfangen sollte, sich zu wehren. Nur wollte Chiyo das nicht - hätte es ihn doch zu dem gemacht, was er hasste. Schläger.
Es vergingen eine Minuten, vielleicht sogar Stunden, die der kleine Junge durch die Stadt schlenderte. Wie viele abwertende Blicke er für seinen Pullover einstecken musste, wusste er schon nicht mehr. Er hatte bei zwanzig aufgehört zu zählen. Mit seinen Gedanken war er noch immer bei seiner Hausarbeit. Er hatte sich selbst geschworen, die beste Note der Klasse zu bekommen. Dann jedoch riss ihn etwas zurück in die Wirklichkeit.

"Bitte! Ich brauche dieses Spiel! Sonst stehe ich doch vor meinen Freunden da, wie ein armer Sack!" Chiyo zuckte zusammen, als er die Stimme von Bado hörte. Hatte man ihm schon wieder aufgelauert und wollte ihm etwas antun? Ein hektischer Blick durch die Stadt, ehe er den Rüpel erblickte, welcher scheinbar gerade aus einem Elektronikladen geworfen wurde.
"Kein Geld, kein Spiel!", erwiderte der gereizte Verkäufer. Neugierig schritt Chiyo auf die Diskussion zu und blickte zwischen den Beteiligten umher. Bado schien wirklich verzweifelt an dieses Spiel kommen zu wollen. Zwar war er ein Rüpel, jedoch hatte er noch nie gestohlen oder es zumindest versucht.
"Du willst vor deinen Freunden nicht schlecht dastehen? Urteilen sie über dich wirklich nach deinem Besitz?", stieß der bisher stille Junge plötzlich hervor. Jetzt war es an Bado, sich zu erschrecken, als Chiyo plötzlich hinter ihm stand und größer war als er - immerhin saß er noch am Boden und rieb sich seinen Ellenbogen, den er sich beim Rauswurf verletzt hatte.
Doch Zeit zum antworten hatte der rothaarige Rüpel nicht.
"Ich bezahle für ihn. Hier." Chiyo hatte bereits seinen Geldbeutel gezückt und drückte dem verwunderten Verkäufer das Geld in die Hand. Dann entriss er ihm förmlich das Spiel und kniete sich dann, ohne den Mann weiter zu beachten, neben Bado.
Dieser musterte Chiyo noch immer ungläubig. Man konnte ihm ansehen, dass er sich wie in einem falschen Film fühlte. Vielleicht war es ein Trick, oder er träumte?
"Nimm es. Es gehört dir.", fügte Chiyo deswegen hinzu und hielt das Spiel vor sich. Es war ein seltsamer Anblick. Chiyo schien Angst davor zu haben, dem fast doppelt so großen Jungen zu nahe zu kommen und dieser wiederum schien sich nicht zu trauen, Chiyo auch nur anzufassen. Hatte er Angst, dass er in dem Moment zerbrechen würde und der Traum enden würde?
"Was willst du dafür?", fragte Chiyo schließlich stotternd.
Schulterzuckend legte Chiyo das Spiel auf den steinigen Boden zwischen ihnen.
"Ich wollte dir helfen, nicht dich erpressen."
Doch Bados Ungläubigkeit legte sich dadurch erst recht nicht. Wieso sollte ihm jemand helfen, den er - und das war noch eine Untertreibung - monatelang ärgerte?
Dann jedoch ergriff er das Spiel und richtete sich auf. Er hatte seine Erscheinung lange genug vernachlässigt. "Wenn... wenn du irgendwann mal möchtest... können wir das Spiel ja zusammen spielen...", verlegen grinsend kratzte sich der große Schüler am Hinterkopf. Jetzt musste auch Chiyo lächeln. Wenn Bado glücklich war und ihn jetzt nicht mehr ausgrenzte, war das doch ein doppelter Gewinn - oder?

Über beide Ohren strahlend lief der Junge also durch die Stadt in Richtung vertrautes Heim, machte aber an für ihn ungewöhnlich vielen Ständen eine Pause. Er hatte vorhin schon etwas von seinem ersparten Taschengeld ausgegeben, also konnte er sich jetzt auch noch ein Eis, einen Eistee, einen Anhänger für sein Handy und einen neuen Notizblock kaufen, der passend zum Anhänger einen Hasen auf den Umschlag gedruckt hatte.
Aber wie das Schicksal so wollte, sollte er ein fünftes Mal davon abgehalten werden, zurück nach Hause zu gehen. Dieses Mal von einem ungewöhnlichen Piepsen seines grünen Handys. Wieso es grün war? Das wusste er selbst nicht. Er hatte sich damals spontan dazu entschieden. Aber warum es solch merkwürdige Töne von sich gab, wusste er auch nicht.
"Das ist nicht mein Klingelton... ", murmelte Chiyo vor sich hin während er sich davon überzeugte, dass es auch wirklich sein Gerät war. Als schließlich der Boden unter seinen Füßen verschwand wusste er gar nichts mehr. Er schrie nur noch fassungslos los und das, obwohl er während dem freien Fall keine Luft bekam.

Nach einer gefühlten Ewigkeit - Chiyo hatte sich längst beruhigt und aufgehört zu schreien - kam Boden unter ihm in Sicht. Aus der momentan vorherrschenden Verwunderung wurde nun Panik. Einen solchen Fall würde er doch niemals überleben. Womit hatte er das nun wieder verdient? War das die Strafe dafür, so viel gekauft zu haben? Aber vielleicht träumte er auch nur und war zusammengeklappt, nachdem er einen Hitzeschlag erlitten hatte.
Was auch immer der Grund dafür war, es gab jetzt Wichtigeres zu tun. Hektisch versuchte der kleine Junge den Kloß in seinem Hals runterzuschlucken - ohne Erfolg. Auch seine Vogelähnlichen Armbewegungen trugen keine Früchte. So blieb ihm nichts weiter als die ängstlich die Augen zu schließen und auf ein Wunder zu hoffen.

Als der Boden unter ihm wie ein Trampolin nachgab und ihn sanft ein gutes Stück zurück in die Luft schickte, staunte Chiyo nicht schlecht. Verwirrt öffnete er seine Augen und versuchte die nächsten paar Sprünge auf seinen Beinen zu landen. Als er endlich aufhörte zu Federn, blickte er sich vorsichtig um. Nicht weit von diesem Trampolin standen überdimensionale Spielzeugwürfel, der Boden war mit Teppich bedeckt und wenige Meter weiter lagen Gleise, die eine Lok zum fahren nutzte.
"Soll das mein Gewissen sein, welches mir sagt, ich soll meine Kindheit genießen?"
Dann wurde seine Aufmerksamkeit von einem entfernter gelegenen Bereich gestohlen. Waren das etwa Babywiegen? Neugierig schritt der immer noch verwirrte Junge auf den umzäunten Bereich zu. Je näher er ihm kam, desto klarer wurde seine Vermutung untermauert. In einigen Wiegen lagen bunte Eier, die ihn sehr an Ostern erinnerten. In anderen Wiegen lagen seltsame Wesen, fast wie Plüschtiere und wieder andere Wiegen waren leer.
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Fiara
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BeitragThema: Re: Legend of Spirits [Play]   So Dez 27, 2015 12:47 am

Charakter: Airi
Ort: Außerhalb der Spielzeugstadt
Spirit/Partner: ?


Meine frühsten Erinnerungen beginnen an einem regnerischen Tag. Uns wurde niemals erklärt, wieso wir vor diesen schweren Eisentoren ausgesetzt wurden, aber es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Zuerst dachten wir, es wäre nur kurzzeitig. Dass unsere Eltern meinen jüngeren Bruder und mich wieder abholen würden. Doch die Wochen vergingen und wir mussten verstehen, dass wir nun in einem Heim lebten. Zusammen mit anderen Kindern, die ebenfalls keine Eltern hatten, oder von diesen verlassen wurden.
Diese Zeit war nicht schlecht und ich will mich darüber auch nicht beklagen. Immerhin hatte ich das Gesicht meiner Mutter schnell vergessen. Es kehrte Alltag ein und endlich hatten wir Freunde gefunden. Aber der Frieden trügte. Knapp ein Jahr nach unserer Ankunft wurde mein Bruder adoptiert. Die Leiterin des Heims setzte sich zwar dafür ein, dass wir zusammen bleiben, doch die Familie wollte nur ein Kind. Meinen Bruder habe ich seitdem nicht mehr gesehen. Ob er sich noch an mich erinnert? Vielleicht hat er mich vergessen, wie ich unsere Eltern.
Monate später wurde auch ich adoptiert. Ich fand eine fantastische Familie, die sich um mich kümmerte und mich wie ihren eigenen Sohn behandelte. Zu unserem Jahrestag - ein Jahr nachdem ich adoptiert wurde - wollten wir in einen Vergnügungspark fahren. Dieser Tag änderte mein Leben, doch nicht auf die Weise, die ich mir erhoffte.

Es war ein wunderschöner Tag wie jeder andere Ferientag. Die Sonne schien und vereinzelt trieben bauschige weiße Wolken den blauen Himmel entlang als wäre dieser ein langsamer Bach. Und genau diesen perfekten Tag suchten wir uns aus, um in den Freizeitpark zu fahren. Meine Mutter, mein Vater und ich. Damals war ich nur ein kleiner Junge… sechs Jahre, ich war gerade in der zweiten Klasse, da ich frühzeitig eingeschult wurde. Die Fahrt kam mir vor, als würde sie niemals enden. Doch dann… dann waren wir endlich da! Wir sind noch vor Sonnenaufgang losgefahren um als erste Familie an der Kasse zu sein.

Endlich waren wir drin. Es roch nach Zuckerwatte und überall konnte man Souvenirs oder Süßigkeiten kaufen. Karamellisierte Äpfel, Äpfel mit Schokolade überzogen, Popcorn, Ketten aus Zuckerperlen, gebrannte Mandeln, Zuckerbrezeln. Alles was man sich in dem Alter auch nur vorstellen konnte. Natürlich durfte ich nicht von allem probieren und das wollte ich auch nicht. Noch nicht. Aus der Ferne konnte man Schreie hören. Keines Wegs etwas Ungewöhnliches. Und da sauste sie lang auf den roten gebauten Schienen. Die Achterbahn. Ich war noch viel zu klein dafür, aber mein Blick fiel sowieso auf etwas Besseres. Autoskooter!

Ich zerrte meine Eltern von einem Karussell zum nächsten und die Zeit verging wie im Fluge. Das letzte, an das ich mich richtig erinnern kann, ist die Wasserachterbahn. Sie ging steil hinab und am Ende waren wir alle drei völlig durchnässt. Aber das war das Foto wert, welches wir am Ausgang für ein paar Euro kauften. Aber dann… dann wurde es später am Tag. Die Sonne verschwand hinter einer Wolkendecke und dank der nassen Kleidung war mir eiskalt. Also beschlossen wir sogar frühzeitig nach Hause zu fahren. Wir stiegen ins Auto, Vater manövrierte es vom Parkplatz und wenige Kurven später waren wir wieder auf der Autobahn…

Das war das letzte Mal, dass ich mit Mutter gesprochen hatte. Wir waren keine Stunde auf der Autobahn als uns ein Geisterfahrer entgegen kam. Ich saß hinter Vater, deswegen bekam ich nicht viel mit. Nur den Ruck, als uns etwas rammte. Unsere rechte Seite war völlig zerquetscht… Feuerwehr und Polizei waren schnell zur Stelle. Vater zerrte mich aus dem Auto, hing mir eine Decke um, aber Mutter konnte ich nirgends entdecken. Einer der Polizisten nahm mich hoch, als Vater auf die andere Seite des Autos rannte. Aber irgendwas stimmte nicht. Erst jetzt von oben erkannte ich, was wirklich passiert war. Vor mir lagen gut und gerne drei oder vier zerquetschte Autos. Manche konnte man nicht mehr richtig erkennen. Und unseres… war eines davon. Verwirrt versuchte ich Vater zu finden. Ich bettelte den Mann an, mich runter zu lassen und rannte dann zu Vater. Er kniete am Boden. Neben der Beifahrerseite… Mutter war immer noch im Auto… sie sah schrecklich aus… voller Blut und…

Ich schloss die Augen. Das alles konnte nur ein schrecklicher Traum sein. Aber wie sich herausstellte war es das nicht. Die Sache spitzte sich zu. Vater begann kurz darauf zu trinken… er ging sogar so weit mir die Schuld an diesem Unfall zu geben.

„Hättest du nur nie darauf bestanden, genau an dem Tag in den Park zu fahren!“

Und eines Tages… fing er an mich zu schlagen… ich rannte in mein Zimmer, knallte die Türe hinter mir zu und schloss ab. Damals war ich in der vierten Klasse. Ich sah mich selbst im Spiegel an… blondes zerzaustes Jahr. Eine alte Weste. Vater interessierte sich nicht für mich. Er half mir nicht bei den Hausaufgaben wie Mutter immer. Er war nur noch mit sich selbst beschäftigt.

Ich musste kochen.
Ich musste das Haus sauber halten.

Das Jugendamt war bereits einmal hier… aber ich wollte in kein Heim mehr. Ich wollte weiter genau auf diese Schule gehen. Und so räumte ich auf während Vater nicht hier war; schloss mich abends in meinem Zimmer ein. Aber eines Tages… eines Tages fand ich etwas. Ich war dabei etwas für die Schule auszudrücken. Es öffnete sich ein Programm.

Ein Virus.
Eine Karte.
Ein Tor?

Ich drückte auf Enter, da sich die Maus nicht bewegen ließ. Und dann passierte es. Jeder normale Mensch würde mich für verrückt erklären. Meine Freunde würden mir nicht glauben.

Ich war in der Digiwelt.

Eine Stadt aus Spielzeugen. Bauklötze standen überall herum, der Boden war an manchen Stellen weich wie ein Trampolin, Spielzeugboxen hingen an den Bäumen und die Häuser sahen aus wie aus Legosteinen.
Und da auf einer weiten Wiese… standen kleine Bettchen.
Neugierig schritt ich auf sie zu.
In ihnen drin lagen… Eier.

Ich wusste nicht was los war, aber ich kniete mich neben ein weißes Ei mit blauen Sternen. Es war schön, so dachte ich mir. Vielleicht war in dieser Welt ja Ostern. Aber so wie ich es berührte begann es zu leuchten.
Ehe ich mich versah, hatte ich ein kleines Wesen vor mir sitzen. Es war eine schwarze Kugel mit leuchtend gelben Augen. Im Mund hatte es einen weißen Schnuller. Und wie es mich so verwirrt anstarrte, fing ich an zu lachen.
Jetzt kicherte es auch und sprang in meine Arme. Ich wusste nicht wer es war und woher es kam, aber ich erkundete diese wundersame Welt gemeinsam mit ihm zusammen.

Irgendwann veränderte es seine Form. Es schien älter zu werden, genau wie ich. Einige Jahre vergingen. Ich wusste nicht, ob ich jemals zurückkommen würde, aber ich versuchte es auch nicht. Diese Welt war viel schöner. Und Monodramon– so hieß mein Partner – war jetzt auf dem Rookilevel. Es erklärte mir was die Digiwelt war, wer es war und wie ich denn hierher kam.

Aber dann… trafen wir auf ein weiteres Digimon. Wie schon so oft zuvor. Aber dieses Mal war es anders. Es stellte sich als "Ältester" vor und wollte mit Monodramon unter vier Augen sprechen. Als mein Partner zurück kam, sah es mich traurig an. Scheinbar hatten sie beschlossen, dass kein Mensch in der Digiwelt bleiben durfte. Ich wurde nach Hause geschickt.

Einfach so.
Ohne Erklärung.
Ohne eine Chance.
Ohne Abschied.
Nach all den Jahren.

Zuhause eskalierte die Situation. Unser Haus sah schrecklich aus. Vater war arbeitslos und als er mich sah, wollte er mich wieder schlagen. Wo ich denn war, fragte er, wieso ich mich jetzt wagen würde, zurück zu kommen. Ich hatte in der Digiwelt gelernt mich zu verteidigen und für mich zu sorgen. Also wehrte ich mich. Ich wich ihm aus, stellte ihm einen Fuß und er… er krachte die Treppe herunter.

Wie er dort unten lag und sich nicht mehr bewegte machte mir Angst. Es lag genauso still dort wie Mutter zuvor. Also rannte ich aus dem Haus. 12 Jahre und ganz alleine. Ich lief und lief durch den Stadtbezirk Tokios, in dem wir lebten. Zum ersten Mal seit langem sah ich Buchstaben, normale Menschen, Autos, Städte.

Und ich hasste es.

Es war grau. Jeder war rücksichtslos. Also versteckte ich mich im Park. Ich wusste nicht wo ich hin sollte. Ich vermisste Monodramon. Stundenlang saß ich unter dem Pilz auf dem Spielplatz und vergrub meinen Kopf zwischen meinen Armen. Ich wollte es mir selbst nicht eingestehen, wie schwach und hilflos ich mich in dem Moment fühlte. Dazu war ich zu stur. Ich schwor Rache zu nehmen. Egoistische Menschen für immer auszuschalten und meine eigene Gerechtigkeit zu verüben. Doch wo würde ich anfangen? Wie würde ich anfangen?

Es wurde dunkel und niemand schien mehr anwesend zu sein.
Aber dann endlich sprach mich jemand an.

„Bist du alleine? Hast du Angst?“

Mutter verbot mir, mit fremden Menschen zu sprechen, aber das… das war ein Digimon.
Neben mir saß ein großes und zierlich wirkendes, weißes Digimon mit zerfetzten weißen Fledermausflügeln. Unter seinem Helm, der einheitlich weiße Hörner besaß, lugten rote Augen hervor. Sein Oberkörper sah tätowiert aus, denn auf seinen Schultern fanden sich Totenschädel und auf seiner Brust Fledermausflügel wieder. Seine Arme waren lang, dünn und von schwarzem Leder umgeben. Die Finger seiner riesigen Hände, die sich aus langen und spitzen Krallen zusammensetzten waren jedoch ungeschützt und ragten fast bis zu den weißen Stiefeln hinunter. Es sah gruselig aus, aber selbst Sukamon war freundlich. Wieso sollte dieses Digimon dann böse sein?

Wieso sollte ich also weglaufen? Mein Vertrauen in die Digimon war unermesslich.

Es versprach mir einen Weg zurück in die Digiwelt. Der Älteste, so behauptete es, war von einem Virus befallen. Und dann bat es mich sogar um Hilfe… um Hilfe, die Digimon vor diesem Virus zu retten. Ich willigte ein.

Es überließ mir einen Datenstick. Es würde zwei Jahre dauern, bis dieses Programm eine Verbindung zur Digiwelt herstellen würde. Zwei frustrierend lange Jahre, in denen ich mich auf der Straße durchschlug und meine Geschicklichkeit zum stehlen benutzte. Doch immerhin hatte ich Hoffnung. Die Schule vernachlässigte ich in dieser Zeit, aber wieso sollte ich auch nutzlose Dinge lernen, wenn ich bald wieder in der Digiwelt sein würde?

Ich verfolgte, wie das Programm sich ins Internet einnistete. Nach und nach vergrößerte es seinen Einfluss, knüpfte Realms und Server zusammen, um sich ihrer Leistung zu bedienen. Eines Tages wurden zwei weitere Menschen auf mich aufmerksam. Sie hatten ihre eigenen Vermutungen zu dieser parallelen Welt. Zwar glaubten sie mir nicht, dass ich zuvor einmal dort war, doch setzten sie alle Karten auf das von dem Digimon geschaffene Programm. Irgendwann nahm es dann endlich Gestalt an. Es sah aus, wie dieses Tor, durch das ich erstmals in die Digiwelt kam. Entschlossen schritt ich durch eben dieses.

Endlich war wieder in meiner über alles geliebten Welt. Ich streifte überall umher, suchte Monodramon, doch ich fand es nicht.
Das weiße Digimon wollte mir nicht sagen, was los war. Aber ich ließ nicht locker. Endlich… endlich gab es zu, dass es etwas wusste.

Monodramon. Mein treuer Partner. Mein einziger und bester Freund wurde von dem Ältesten getötet. Aber es bestand noch Hoffnung. Würden wir alle Gebiete erobern, so meinte mein Begleiter, würden seine Daten sich in einem Digiei vereinen und ich würde Monodramon wiedersehen. Sauer und mit Tränen in den Augen, willigte ich ein, den Ältesten zu bekämpfen. Dann reichte das Digimon mir das Gerät, welches der Älteste mir damals abgenommen hatte. Digivice, so nannte man es also. Mit zitternden Händen starrte ich es an. Eine Träne fiel auf das Gerät und es wechselte seine Form. Jetzt hatte es die Fähigkeit, Spirits zu sammeln, mit deren Hilfe ich selbst zu einem Digimon werden könnte. Ich hatte also einen neuen Partner... Ein Partner, der mir zu neuer Kraft verhelfen würde. Blieb nur noch unsere Mission… die Digiwelt und Monodramon zu retten.
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Nightmare
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BeitragThema: Re: Legend of Spirits [Play]   So Dez 27, 2015 7:47 pm

Charakter: Tomoko
Ort: Reale Welt (Kofu) -> Spielzeugstadt
Spirit/Partner: ?

Tick. Tock. Tick. Tock. Tick. Tock. Die Uhr tickte unerbittlich weiter und die Zeit rannte nur so dahin. dabei wurde aber der Stapel an Papier nicht weniger, den Tomoko vor sich auf dem Schreibtisch hatte.
Leise seuftze sie. Die Arbeit einer Schülersprecherin endeten niemals und immer gab es einen Streit zu schlichten, ein Event zu planen oder einfach nur Zettel zu unterschreiben.
Plötzlich öffnete sie langsam die Tür. "Tomo-Senpai! Wir müssen uns noch für ein Design für die Plakate für das kommende Festival entscheiden!", das Mädchen hielt zwei Plakate in ihren Händen.
"Diese Entscheidung ist lebenswichtig und wenn wir...", Tomo hob die Hand. "Schon gut ich verstehe!", es war immer das Gleiche. Jede kleine Entscheidung vor einem Festival war 'wichtig', 'lebensnotwendig' oder gar 'essentiell', dabei wäre ein Fehler nicht so schlimm.
Aber das gestand sich auch Tomo nicht ein! Immerhin musste alles perfekt sein! Sie sah sich die beiden Plakate an. Beide waren gut und beide würden ihren Zweck erfüllen. "Hmmmm...", dann zeigte sie schließlich auf eines der Plakate und das Mädchen verbeugte sich zufrieden und ging wieder raus.
Lange alleine war Tomo aber nicht. Immer wieder kamen weitere Leute die Fragen hatten, Probleme gelöst haben wollten oder sie nur nach ihrer Meinung fragten. Sie kam nicht azu ihren Stapel Arbeit abzuarbeiten.
Trotzdem konnte sie, in en paar Minuten in denen sie Ruhe hatte, die Papiere langsam abarbeiten. Doch ganz konnte sie den Stapel nicht abarbeiten und so musste sie seufenz Arbeit liegen lassen. "Dann eben Morgen...", sie verließ das Zimmer.
Zumindest konnte sie nun nach Hause un sich entspannen und musste in keine Clubaktivitäten. Aber wieder einmal kam alles anders. "Lass mich los, du Dämonin!", ein Junge wurde von einem Mädchen mit einem Bambusschwert bedroht und mit der anderen Hand festgehalten.
"Echz... schon wieder?", Tomo rieb sich die Augen. "Erst wenn du von Wehrlosen ablässt, Gesetzloser!", meinte das Mädchen. "Was ist hier los?", Tomo war wieder ruhig und stellte sich zwischen die beiden.
Das Mädchen steckte ihr Bambusschwert weg. "Dieser Junge hat einen anderen Jungen grundlos angegriffen! Ich habe ihn nur aufgehalten!", "Blödsinn! Diese Schlampe...!", weiter kam er nicht, da hatte das Mädchen bereits ihr Schwert wieder gezogen und der Junge zuckte leicht gezogen.
"Wer eine scharfe Zunge hat, sollte auch noch andere Waffen mit sich führen!", "Kana! Beruhige dich! Und du auch!", Tomo versuchte die beiden zu beruhigen. Jedes Mal das Gleiche. Zwar meinte Kana es nur gut, aber sie bertreibte es leicht mit ihren Aktionen.
"Du hättest nicht gleich eine Waffe ziehen müssen!", sie zeigte auf Kana. "Ich werd beim nächsten Mal dran denken...", aber Tomo wusste, dass sie das nicht tun würde. Aber egal. Erstmal brachte sie den Jungen zu einem Lehrer, während sich Kana den angegriffenen Jungen kümmerte.
"Kann es denn nicht einfach mal einen Tag ohne Probleme un Ärger geben?", leicht seufzend verließ Tomo die Schule. Endlich hatte sie etwas Ruhe und Zeit für sich. Zeit für ihre absolute Lieblingsbeschäftigung. Tee.
Also ging sie zu ihrem Stamm-Teeladen und setze sich wie immer draussen hin und stellte ihre tasche neben sich ab. Es dauerte auch nicht lange, bis ihr von einem Kellner Tee gebracht wurde. Hier wusste man bereits was sie wollte.
Hier könnte sie wirklich Tage und Wochen verbringen, aber sie hatte leider keine Zeit. Ihr obligatorischer Blick durch die Stadt zeigte ihr, dass es ungewohnlich ruhig war. Draussen war sie alleine. Nur drinnen saßen die Leute.
Nun, wenigstens hatte sie ihre Ruhe vor weiteren Problemen. Dann aber klingelte ihr Handy. "Oh! Bitte! Alle! Aber keine Schüler! Vor allem nicht Kana die Probleme bereitet!", vorsichtig nahm sie ihr Handy hoch.
Doch ehe sie nachprüfen konnte wer nun klingelte gab der Boden unter ihr nach! "Wah! Das ist geografisch unmöglich!", schrie sie nur beim Fall nach unten. Aber es passierte, also musste es möglich sein.
Dann schloss sie ihre Augen. "Ist dies das Ende?", sie kam uf den Boden auf ohne es zu merken, da ie das Bewusstsein verlor.
Als sie wieder aufwachte fand sie sich an einem merkwürdigen Ort wieder. In der Nähe sah sie Spielzeugwürfel. "Oh gut! Ich habe den Verstand verloren! Ich sollte mehr schlafen!", vorsichtig stand sie auf. Der Boden war wie bei einem Trampolin.
Das erklärte wie sie den Sturz überlebt hatte. "Also... was genau ist das hier... außer vollkommen verrückt?", meinte se laut und sah sich weiter um. Sie ging, entgegen jeder Logik, auf die Würfel zu. Es wirkte fast wie eine Stadt. "Also für solches Spielzeug bin ich zu alt...", merkte sie an als sie durch die 'Stadt' lief.
Sie kam nun auf eine Wiese an auf der Wiegen standen. Wiegen? Was ist das nur für ein Ort. Tomo fasste sich an den Kopf und prüfte nach, ob sie eine Kopfverletzung hatte. Nichts. Also dann war diese Stadt wohl für die Babys in den Wiegen.
Die Wiegen waren aber nicht unbewacht. Dort stand ein Junge. "Aha! Nicht allein!", meinte sie und ging auf ihm zu. Sie stand schließlich direkt hinter ihm und musterte ihm kurz. Dann räusperte sie sich kurz.
"Du weißt nicht zufällig wo wir hier sind, oder?", fragte sie in einem ruhigen und sanften Ton.
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BeitragThema: Re: Legend of Spirits [Play]   So Dez 27, 2015 10:46 pm

Charakter: Kana
Ort: Reale Welt (Kofu) -> Küste
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"Hyaaa", ein schneller Schlag mit einem Bambusschwert auf den Kopf. Nicht besonders stark, aber darum ging es nicht. Der Getroffene schreckte kurz zurück. "Halte dich von Wehrlosen fern!", meinte Kana nur.
"Halt dich da raus!", meinte der Junge, doch Kana stellte sich schütztend vor dem Jungen, der am Boden lag. Dann griff Kana nach dem Jungen. "Du wirst deine Strafe nicht entgehen!", "Lass mich los, du Dämonin!"
"Erst wenn du von Wehrlosen ablässt, Gesetzloser!", meinte Kana kühl. "Was ist hier los?", nun schritt Tomo ein. Genau im rechten Moment. "Dieser Junge hat einen anderen Jungen grundlos angegriffen! Ich habe ihn nur aufgehalten!", Kana steckte ihr Schwert weg.
Aber der Junge ließ sich das nicht bieten. "Blödsinn! Diese Schlampe...!", nun lag ihre Hand wieder am Schwert und der Junge zuckte leicht zusammen. "Kein Rückgrat! Erbärmlich", dachte sie sich.
"Wer eine scharfe Zunge hat, sollte auch noch andere Waffen mit sich führen!", "Kana! Beruhige dich! Und du auch!", Tomo versuchte die beiden zu beruhigen. "Du hättest nicht gleich eine Waffe ziehen müssen!", Tomo zeigte auf sie. "Ich werd beim nächsten Mal dran denken...", das war eine Lüge.
Kana würde weiterhin die Wehrlosen mit einer Waffe verteidigen. Anders verstanden es die Rüpel nicht. Und ihr war es egal ob sie dafür von allen gemieden wurde oder ds alle Angst vor ihr hatten.
Tomo ging mit dem Rüpel weg und Kana hielt dem Jungen am Boden die Hand hin. Aber auch er zckte nur leicht zusammen und stand ohne ihre Hilfe auf. Auch hier gab es keine Dankbarkeit. Egal, laut ihrer efinition hatte sie das Richtige getan und sie legte es nicht auf Dankbarkeit an.
"Hm... unwichtig!", meinte sie nur und blickte sich um. Die anderen Mitschüler versuhten sie zu ignorieren oder gingen ihre Wege. Soll doch jeder das denken, was er soll. Ihr war es gleich. Sie musste zum Kendo-Training.
Beim Training gab sie wie immer alles as sie hatte. Sehr zum Leidwesen ihrer Trainingspartner und des Lehrer. "Ein wenig mehr Zurückhaltung, Kana! Auch wenn man geschützt ist, muss man nicht mit voller Stärke zuschlagen!", "Zurückhaltung gibt es im echten Kampf nicht.", es war zwecklos mit Kana zu diskutieren.
Sie störte sich auch nicht daran, dass die Anderen einer nach dem Anderen gingen. "Bis morgen, Kana!", meinte der letzte und diese nickte nur und trainierte unentwegt weiter.  Schließlich legte uch sie eine Pause ein und durchsuchte ihre Tasche nach Trinkbaren.
Dabe fing plötzlich an ihr Handy zu klingen. "Hm? Sowas! Ich werde sehr selten angerufen...", eigentlich war dies das erste Mal. Selbst ihre Eltern hatten sie noch nie auf dem Handy angerufen.
Als sie das Handy in die Hand nahm, umfasste sie ein schwarzer Nebel! Geschockt versuchte sich Kana zu entfernen, aber sie konnte sich nicht von der Stelle rühren. Sie versuchte ihr Schwert zu greifen und schlug nach dem Nebel, doch es hilf Nichts.
"Bist du der innere Dämon in mir? Komm und kämpfe! Ich besiege dich!", doch der Nebel wurde nur dichter und schließlich war er unurchdringlich und Kana wartete nur ab. Urplötzlich verschwand der Nebel und Kana fand sich an einer Küste wieder.
"Wo bin ich hier? Ist das noch Japan?", besorgt sah sich Kana um, aber sie erkannte die Küste nicht. Nungut, sie war nie am Meer, also hätte sie es nicht erkennen können, aber sie war nichtmehr in der Schule und um sie herum war keinerlei Zivilisation.
Sie steckte wieder ihre Waffe zurück und nahm ihre Tasche auf. Sie war mitgeportet wurden. "Wohin muss ein Ronin nun gehen um seinen Weg zu finden?", fragte sie mit einem Blick auf das Meer. Verloren und allein. An einem Ort, den sie nicht kannte. Und auch hier dachte sie nur an die Herausforderung.
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Syncie
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BeitragThema: Re: Legend of Spirits [Play]   Di Jan 05, 2016 10:12 pm

Charakter: Qlon
Ort: Osaka
Spirit/Partner: /

"Hey, Winzling, heute schonmal deine Fresse polieren lassen?"
"Jojojo, Fresse polieren!"
"Hihihihihi..."
Immer das selbe Geleier. Jeden. Verdammten. Tag. Qlon hatte es allmählich satt. Warum konnten die Rüpel der Schule ihn denn nicht einfach in Ruhe lassen? Mussten ständig Witze darüber machen, dass er eher klein und schmächtig ist und sich ohnehin nie hätte wehren können. Doch vielleicht war ja genau diese Hilflosigkeit der Grund, warum sowieso niemand daran dachte, den kleinen Schlauberger in Ruhe zu lassen. Er war einer der schlausten Schüler auf ihrer Schule. Hatte in fast allen Fächern - außer in Sport - eine 1 und war bei jedem Lehrer - außer dem Sportlehrer - beliebt. Lediglich die Schüler, die ihn für einen Streber hielten, der eh nichts anderes zu tun hätte, als den ganzen Tag über die Quadratwurzeln von sonstigen Zahlen herauszufinden. Doch so war Qlon doch eigentlich gar nicht. Er wollte nicht dieser 'streber' sein, für den ihn alle hielten. Dass er sich sehr gut und schnell alles merken konnte und richtig in Prüfungen anzuwenden wusste, war eine Fähigkeit, die er besaß, aber das machte ihn doch nicht zwangsweise zu einem absoluten Vollstreber, der keine Hobbies außerhalb des Lernbereichs hat. Ganz im Gegenteil: Qlon liebte es, sich einfach mal an einem sonnigen Tag faul im Park gegen einen Baum zu lehnen und Bilder zu zeichnen oder gar selbsterfundene Abenteuer-Fantasy-Whatever-Geschichten zu erfinden.
"Hach...", seufzte der Vierzehnjährige, während er eben Erwähntes tat und sich gerade den Schweiß von der Stirn wischte.
"Einfach nur ein himmlicher Anblick, wie die ganzen unterschiedlichen Blumen blühen und ihre wahre Schönheit preisgeben. Genau DAS ist es doch, was ich auf der Leinwand festhalten will!"
Erst peilte der Jugendliche mit seinem Daumen einen Winkel zum naheliegendem Blumenbeet an, dann holte er seinen Skizzenblock heraus, in welchem schon viele wunderschöne Landschaften veröffentlicht wurden, und begann zu zeichnen.
"Was gebe ich dafür, dieses Schauspiel ein Leben lang mit meinen Augen erfassen zu dürfen. Jeden. Wundervollen. Tag."
Noch einmal schnaufte Qlon freudig auf, schaute hoch zum blauen Himmel und zeichnete abermals weiter.

Stunden vergingen, bis es allmählich anfing, dunkel zu werden. Wie spät war es? Wo waren all die Menschen abgeblieben? Und was für ein komisches Wesen hatte sich da gerade neben den Jugendlichen gesetzt und rieb immer wieder freudig stöhnend sein flauschiges Gesicht an Qlons Schulter?
"Huch? Ein Hund?", neugierig drehte der Jugendliche seinen Kopf etwas zur Seite, erschrak jedoch sofort beim Anblick des neben ihm sitzendem Wesen. Nein, das war DEFINITIV kein Hund.
"WAS BIST DU BITTE?", erschrocken, aber zugleich erstaunt darüber, wie flauschig und süß dieses ihm unbekannte Tier war, fing er langsam an, seine linke Hand in Richtung des Wesen zu bewegen, bis er weitermachte und dem "Tier" über das Fell streichelte.
"Ich bin ein Digimon. Und du bist hier in der Digiwelt!", gab das Wesen nur freudenstrahlend als Antwort.

Charakter: Lyserg
Ort: Digiwelt
Spirit/ Partner: Candlemon

"Du elender Abschaum! Verstehst du denn nicht? Deine ganze, klägliche, jämmerliche Existenz ist eine Farce. Du ein Nichtsnutz. Zu nichts zu gebrauchen. Außer als Rattenköder. Und das auch nur bestenfalls! Kein Spirit kannst du kontrollieren, stattdessen nur diesen jämmerlichen, kleinen, klugscheißenden Kerzenständer besitzt du. Jämmerliche, widerwertige Kreatur. Wenn ich dich finde, werde ich dich und deinen "Freund" - oder wie du dieses kleine Dreckswesen nennst - vernichten."
Ein in roter Rüstung strahlender Ritter zersäbelte immer mehr Sträucher, die sich ihm im dichten, dunklen Wald in den Weg stellten. Wonach war er auf der Suche? Was genau wollte er? Und was für einen Kerzenständer meinte er?

"Lauf, Lyserg. Ich halte ihn auf!"
"Niemals, Candlemon! Ich lasse dich doch nicht mit diesem Mistkerl alleine! Ich werde mitkämpfen und diesem Arsch zeigen, wer hier zuletzt lacht!"
"Ach, wirst du das?", der rote Ritter hatte sein Ziel gefunden und sich klammheimlich hinter diesem - einen 15-jährigen, grünhaarigem Jugendlichen - versteckt. Nun schlug er dem Jungen mit voller Wucht in dessen Bauch und schleuderte diesen dadurch mehrere Meter weiter in den dichten Wald hinein in einen Brennnesselstrauch hinein.
"Argh... das tut weh!", schrie er lauthals auf, bis er erblickte, welches Wesen ihm dies so eben angetan hatte.
"Oh nein, nicht du..."
"Heißwachs!", der vorhin genannte Kerzenständer mit Gesicht und Armen ließ lautschreiend einen Feuerball in Richtung seines Gegners fliegen. Dieser aber ließ gekonnt und ohne jeglichen Bemühungen seinen rechten Arm zur Seite schlagen und den dadurch getroffenen Feuerball im Nichts verschwinden.
"Was will ein dämliches, schwächliches Rookie-Level mir bitte für Schaden anrichten? Du törichtes, kleines Wesen!"
Gerade als der Ritter zum Angriff ausholen wollte, traf ihn von hinten ein starker Schlag auf den Kopf. Hatte dies Lyserg getan? Mit einem einfachen, aber dennoch effektiv wirkenden Holzstock, welcher am Boden gelegen hatte? Crusadermon jedenfalls schien nun nur noch zorniger drein zu schauen, griff nach dem Halse des Kindes und quetschte diesen weiter ein.
"Argh... ich... Luft...!", ächzte der Jugendliche nur unbeholfen raus, während er versuchte, irgendwie wieder Luft in seine Lungen zu bekommen.
"Heißwachs!"
Nun endlich traf der Feuerball der Kerze und konnte damit den Griff des Ritters um des Jugendlichen Halses ein wenig lösen. Dieser landete geschwächt und auf den Knien am Boden und konnte nur mit ansehen, wie Crusadermon den Kerzenständer mit der Faust der Athena in zwei Hälften teilte.
"Argh... Lys...erg... lauf!", schrie das weiße Wesen noch mit letzter Kraft, ehe es sich in Daten auflöste und davon flog.
"Erster wäre erledigt. Nun bist du dran, kleiner Zwerg!", mit finstrem Blick wandte sich der rote Ritter nun seinem menschlichen Gegner zu.
"Wieso hast du das getan? Du MISTKERL!", vor lauter Wut hatte der Jugendliche vergessen, wie stark sein Gegenüber war und raste mit voller Wucht auf diesen zu. Mit seinem Schädel erwischte er dabei die Rüstung des Ritters, der ein paar Meter weit gegen einen Baum schepperte, welcher hinter ihm abknickte und zu Boden prallte.
"Argh... du menschliches Gewürm! Ich hätte ich bereits bei unsrem ersten Aufeinandertreffen vernichten sollen! So wie es mir befohlen wurde!"
"Von wem???!", wutendbrandt schrie der Jugendliche sein Gegenüber an.
"Na von wem wohl? Wem geht deine sensible, nervtötende Art und Weise wohl am meisten auf den Geist? Mein Auftrag war es doch von Anfang an, euch "Digiritter" in meinen Augen zu behalten und genaustens darauf zu achten, wer von euch das Potenzial hat, weiterhin für unsren Meister zu arbeiten. Während du einfach nur schwächlich und emotional labil bist, hat deine Schwester ein viel größeres Potenzial zu bieten. Was denkst du denn, wer mir den Auftrag gab, dich aus dem Weg zu räumen? Damit du deiner Schwester nicht aus Versehen noch so genannte... "Gefühle" einbläust. Darum gab sie mir extra den Befehl, dich von ihr zu entfernen!" mit tosendem Gelächter löste sich der rote Ritter nun spurlos in Luft auf
"Ohne Digimon wirst du eh nicht lange überleben. Und sollte es doch anders kommen, fürchte dich vor unsrem erneuten Wiedersehen!"
"Meine Schwester... warum sollte sie so etwas... Sha...?", doch bevor der Jugendliche zu Ende sprechen konnte, fiel er bereits bewusstlos und entkräftet zu Boden.
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